Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. „Warum bin ich Christ“
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  11. Was eine Messe wiegt
  12. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  13. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  14. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass
  15. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets

Warum Oriana Fallaci beim Papst war

9. September 2005 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Benedikt XVI. scheut keine Auseinandersetzung mit Intellektuellen. Weihbischof Rino Fisichella über das Treffen des Papstes mit der Schriftstellerin und Islam-Kritikerin.


Rom (www.kath.net / zenit) Der Besuch der italienischen Journalistin und Schriftstellerin Oriana Fallaci bei Papst Benedikt XVI. am 27. August in Castel Gandolfo hat in Italien große Verwunderung und Kritik hervorgerufen. Weshalb der Papst die umstrittene, als große Islam-Kritikerin bekannte 76-jährige Italienerin dennoch zu einer Privataudienz empfing, das hat kürzlich der römische Weihbischof Rino Fisichella der Öffentlichkeit erklärt.

“Niemand sollte überrascht sein, wenn der Heilige Vater Oriana Fallaci empfängt und mit ihr redet – außer vielleicht diejenigen, die böse Absichten haben“, sagte der 57-jährige Bischof in der Montag-Ausgabe der italienischen Tageszeitung "Il Corriere della Sera". Die italienische Journalistin Fallaci, die heute in New York lebt und seit Jahren an Krebs leidet, hält der Weihbischof von Rom, der zudem Rektor der römischen Lateranuniversität ist, für eine "Interpretin unserer Zeit, die vor einer drohenden Gefahr warnt und die darum gebeten hat, vertraulich mit dem Papst sprechen zu dürfen" Und der Papst habe einfach eingewilligt.

Fallaci sei zwar keine gläubige Frau, aber ein Mensch, der sehr viel nachgedacht habe. In diesem Zusammenhang verwies Weihbischof Fisichella auf ein Interview, in dem die Italienerin dem damaligen Kardinal Ratzinger ausdrücklich zu seiner "großartigen" Einladung an die Ungläubigen gratuliert hatte, so zu leben, als ob Gott tatsächlich existiere.

Das Treffen der dem Islam sehr kritisch gegenüberstehenden Journalistin und dem Papst, von dem die Presse erst Tage später informiert wurde, habe keinen politischen Charakter gehabt, betonte Weihbischof Fisichella. Es habe sich vielmehr um eines der vielen Zusammenkünften mit gelehrten Frauen und Männern gehandelt, die Kardinal Ratzinger stets gehabt habe.

Und auch Benedikt XVI. werde es so halten. In diese Kategorie fielen unter anderem die Treffen mit Jürgen Habermas, Paolo Flores d'Arcais oder Marcello Pera, dem italienischen Senatspräsidenten. Das Treffen mit Fallaci sei rein privater Natur gewesen, weil es sich die Italienerin so gewünscht habe.

Weihbischof Fisichella sagte außerdem, er hoffe, dass Fallaci, "eine brillante Schriftstellerin und ausgezeichnete Journalistin, Benedikt XVI. einmal in die lange Liste jener großen Persönlichkeiten aufnehmen wird, die sie interviewt hat“.

Bei ihrem Besuch in Castel Gandolfo schenkte Oriana Fallaci dem Heiligen Vater ihre Bücher "Die Wut und der Stolz", "Oriana Fallaci interviewt Oriana Fallaci" und "Die Kraft der Vernunft". In letzterem Werk bezeichnet sie sich als Atheistin und geht scharf mit dem Islam ins Gericht. Deshalb wurde sie vom Präsidenten der Gemeinschaft der italienischen Moslems wegen "eindeutig beleidigender Äußerungen gegenüber dem Islam" angezeigt.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI.

  1. "Derselbe Polarstern"
  2. Namhafter anglikanischer Kanoniker wird katholisch, beeinflusst durch Kard. Newman und Benedikt XVI.
  3. Il Giornale: Benedikt XVI. hatte ‚große Besorgnis‘ wegen des Synodalen Wegs
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  6. Kardinal Kasper erinnert sich wertschätzend an Benedikt XVI./Ratzinger - „Kennen uns seit 1963“
  7. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  8. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  9. Papst Leo verlieh Ratzingerpreis an den Stardirigenten Riccardo Muti
  10. "Unsere Liebe Frau von Guadalupe" ist "Mutter und Stern der Evangelisierung in Amerika"







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  3. Die Familie als Schule der Liebe - Eine Kirche aus Familien
  4. Vatikan: Papst verbrachte nach Krebs-OP eine ruhige Nacht
  5. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  6. EU finanziert Konferenz, welche die USA als ‚ausländische Informationsbedrohung‘ charakterisiert
  7. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  8. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  9. Vatikan teilt mit: Papst nach Lungen-Eingriff wohlauf
  10. Papst wird noch am Dienstag-Nachmittag operiert
  11. Was eine Messe wiegt
  12. Eucharistischer Weltkongress 2028 in Sydney - 24. Sept. bis 1. Oktober 2028
  13. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  14. EU-Parlament beschließt Resolution gegen Islamismus - Gegenstimmen von Grünen und SPÖ
  15. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz