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Bischof Przemysław Szulc: „Die Welt braucht Menschen mit mutigem und authentischem Glauben…“

vor 5 Stunden in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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„… einen Glauben ohne Kompromisse oder Heuchelei. Beten wir um einen solchen Glauben für jeden Einzelnen von uns.“ Das sagt der neue Weihbischof für das polnische Bistum Pelplin am Ende seiner Bischofsweihe.


Pelplin (kath.net/Bistum Pelplin/Pressestelle der Polnischen Bischofskonferenz KEP/red) kath.net dokumentiert die Pressemeldung der Polnischen Bischofskonferenz in voller Länge in eigener Übersetzung:

„Die Welt braucht Menschen mit mutigem und authentischem Glauben – einen Glauben ohne Kompromisse oder Heuchelei. Beten wir um einen solchen Glauben für jeden Einzelnen von uns“, sagte Bischof Przemysław Szulc am Ende der Feier, in der er die Bischofsweihe empfing. Die Weihe zum Weihbischofs der Diözese Pelplin fand am 27. Juni – dem Gedenktag der Hauptpatronin des Bistums, Unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe – in der Kathedralbasilika von Pelplin statt.

Hauptkonsekrator von Bischof Przemysław Szulc war der Bischof von Pelplin, Ryszard Kasyna; als Mitkonsekratoren fungierten der Apostolische Nuntius in Polen, Erzbischof Antonio Guido Filipazzi, und der Metropolit von Stettin-Cammin (Szczecin-Kamień), Erzbischof Wiesław Śmigiel.

In seiner Predigt betonte Bischof Kasyna die Freude der Kirche in Pelplin über die „Geburt eines neuen Hirten“. Er erinnerte an die Geschichte der Diözese – deren Wurzeln bis zum ehemaligen Bistum Kulm (Chełmno) zurückreichen – sowie an das diesjährige Jubiläum anlässlich der Ankunft der Zisterzienser in Pelplin vor 750 Jahren. Unter Bezugnahme auf die Worte Christi am Kreuz wandte er sich an den neuen Bischof: „Siehe deine Mutter, erwählter Bischof. Siehe deinen Sohn, Maria. Nimm sie – deine Mutter, Vater Przemysław – in dein Leben und deinen Dienst auf. Nimm sie in dein Leben auf. Nicht nur in dein Zuhause – das Kanonikerhaus in Pelplin –, sondern in dein Herz, in deinen täglichen seelsorglichen Dienst.“


Zudem ermutigte er ihn, ein „Mann des Gebets, ein demütiger und freudiger Jünger Christi“ zu sein. Er erinnerte die Versammelten daran, dass ein Bischof nicht in eigenem Namen handelt, sondern als „Gesandter eines Anderen – Jesu Christi und seiner Kirche“ – dient. „Du bist nicht hier, um deine eigenen privaten Vorstellungen zu verbreiten; vielmehr bist und bleibst du ein Bote, der Gottes Botschaft verkündet“, betonte er.

„Möge Gottes Wort dir helfen, treu zu bleiben, dich weise machen und dich lehren zu lieben“, sagte der Bischof von Pelplin. Zum Abschluss der Liturgie dankte Bischof Szulc Gott für die Gaben des Lebens, des Glaubens und der Berufung sowie all jenen, die ihn auf seinem Weg der priesterlichen und bischöflichen Berufung begleitet hatten. Er drückte Papst Leo XIV. seinen Dank für die Ernennung zum Weihbischof der Diözese Pelplin aus, ebenso wie all jenen, mit denen er zusammengearbeitet hatte – unter anderem während seines langjährigen Dienstes an katholischen Schulen in Świecie.

„Nachdem ich in meinem Leben so viele Gnaden empfangen habe, kann ich nicht anders, als von dem zu sprechen und zu verkünden, was Gott in meinem Leben gewirkt hat“, sagte der neue Bischof. Unter Bezugnahme auf seinen bischöflichen Wahlspruch „Gratia et missio“ („Gnade und Sendung“) betonte er, dass nur eine Sendung, der Gottes Gnade vorausgeht, Früchte im Sinne des göttlichen Willens hervorbringt. „Ohne Gottes Gnade wird die Sendung zur Last – zu einer bloßen Pflicht, einer Anstrengung, die sich allein auf die eigene Kraft stützt, und zur Quelle der Entmutigung und des Ausbrennens“, erklärte er.

In seinen Schlussworten ermutigte er die Gläubigen, mutig Zeugnis für ihren Glauben abzulegen. „Die Welt braucht Menschen mit mutigem und authentischem Glauben – ohne Kompromisse oder Heuchelei“, sagte er. Zudem bat er um das Gebet, „damit er die Sendung, für die er zum Bischof ernannt wurde, treu erfüllen möge“. 

Auch Erzbischof Antonio Guido Filipazzi, der Apostolische Nuntius in Polen, sprach während der Feier und erinnerte daran, dass „jede authentische Sendung aus Gottes Gnade geboren wird und ihre Kraft beständig aus ihr schöpft“. Zudem wurden Glückwunschschreiben des Vorsitzenden der Polnischen Bischofskonferenz und des Präsidenten der Republik Polen verlesen.

Zu den Anwesenden gehörten der Apostolische Nuntius in Polen, Erzbischof Antonio Guido Filipazzi; die Metropoliten Erzbischof Wiesław Śmigiel, Erzbischof Józef Górzyński und Erzbischof Zbigniew Zieliński; der Apostolische Nuntius für Senegal, Kap Verde, Guinea-Bissau und Mauretanien, Erzbischof Waldemar Sommertag; die Bischöfe Sławomir Oder, Wojciech Skibicki, Krzysztof Zadarko, Wiesław Szlachetka und Józef Szamocki sowie die emeritierten Bischöfe Wiesław Mering, Andrzej Suski und Andrzej Dziuba. Ebenfalls anwesend war der designierte Bischof Wacław Grądalski, der am 3. Juli in Skrzatusz die Bischofsweihe empfangen soll. An den Feierlichkeiten nahmen zahlreiche Priester, Ordensangehörige, Vertreter staatlicher und kommunaler Behörden sowie Gläubige aus dem Bistum Pelplin und darüber hinaus teil.

Foto © Medienzentrum der Diözese Pelplin/Polnische Bischofskonferenz


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Lesermeinungen

 SalvatoreMio vor 3 Stunden 
 

Eine Gesellschaft ohne Gott

@Stefan Fleischer: Ihre Hinweise stimmen vollkommen. Die Konsequenzen müssen wir alle gemeinsam tragen, ob gläubig oder nicht. Ich sitze derzeit in einem Zug, der völlig überfüllt ist, und jeder versucht "zu überleben". Dabei fällt mir positiv die Ruhe der Reisenden auf; keiner klagt; Sitzplätze fehlen massenhaft, und doch wurde mir schon mehrfach ein Platz angeboten. Ich denke, dass auch in solcher Unordnung Gottes Lichtstrahlen hindurchscheinen.


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 Stefan Fleischer vor 5 Stunden 

Gottes Gnade

„Ohne Gottes Gnade wird die Sendung zur Last – zu einer bloßen Pflicht, einer Anstrengung, die sich allein auf die eigene Kraft stützt, und zur Quelle der Entmutigung und des Ausbrennens“, erklärte er,
und legte damit den Finger auf eine der gefährlichsten Wunden unserer Zeit und Kirche.
Unsere Vorfahren wussten noch: «An Gottes Segen ist alles gelegen!» Der moderne Christ lebt nach dem Motto: «Das schaffen wir! Dazu braucht es keinen Gott! Sollten wir ihn aber doch einmal brauchen, so werde wir nach ihm rufen. Sonst soll er uns gefälligst in Ruhe lassen.»
Liegt der Grund so vieler Probleme heute nicht darin, dass wir uns von Gott nicht mehr helfen lassen, bzw. nur noch dann helfen lassen, wenn er uns das gibt, was WIR wollen?


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