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| ![]() Gerechtigkeit oder Sexualmoral? Kein Widerspruch, sondern tiefe, innere Verbindungvor 3 Stunden in Weltkirche, keine Lesermeinung Die systematische Preisgabe sexueller Normen habe unzähligen Menschen schweres Unrecht zugefügt. Auf diesen Zusammenhang weist der Jurist und katholische Intellektuelle Robert P. George in einer aktuellen Stellungnahme hin. Princeton (kath.net/jg) Wer die „Verwüstungen“ der sexuellen Revolution nicht sehe, müsse willentlich die Augen davor verschließen, fährt George fort. Ihre Opfer seien zahlreich und würde auf unterschiedliche Weise leiden: ungeborene Kinder, vaterlose Jungen und Mädchen, pornografiesüchtige Jugendliche (zunehmend auch Mädchen), Opfer von Menschenhandel und sexuellem Missbrauch, die Millionen von Menschen, die an sexuell übertragbaren Krankheiten leiden, sowie verlassene Partner und Ehegatten. Diese seien auch Opfer schwerer Ungerechtigkeiten. Die Aufgabe der Kirche und jedes einzelnen Christen sei es daher nicht, zwischen Gerechtigkeit und sexueller Moral zu wählen, sondern beides zusammenzudenken. Gerade aus dem Gebot der Gerechtigkeit heraus müssten Christen für die Prinzipien der sexuellen Moral einstehen. Denn der Verzicht auf diese Normen habe maßgeblich zu dem heutigen Elend beigetragen. Die sexuelle Revolution habe kein Paradies der Freiheit geschaffen, sondern eine Wüste der Ausbeutung und des Leids, betont George. Selbstverständlich umfassten Gerechtigkeit und Moral ein weites Spektrum von Themen – weit über den Bereich der Sexualität hinaus. Dennoch sei ebenso klar: Gerechtigkeit und Moral betreffen auch und gerade das sexuelle Verhalten. Die systematische Preisgabe sexueller Normen hätten unzähligen Menschen schweres Unrecht zugefügt. Die Opfer dieser Entwicklung verdienten nicht nur Mitgefühl, sondern eine klare und mutige Verteidigung der moralischen Ordnung, die sie schützen sollte. Es gehe nicht darum, soziale Gerechtigkeit gegen sexuelle Moral auszuspielen, sondern darum zu erkennen, dass die Verteidigung der sexuellen Moral selbst ein zentraler Akt der Gerechtigkeit sei – gegenüber den Verletzlichen, den Ausgebeuteten und den Verlassenen unserer Zeit.
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