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| ![]() Legen wir die Rüstungen nieder! Die Entwaffnung des Herzensvor 4 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung Leo XIV. vor der Schwarzen Madonna von Montserrat: die ‚Rüstungen des Herzens‘ niederlegen, um sich von der entwaffnenden Kraft der Liebe Christi verwandeln zu lassen, gegen Spaltung, Aggressivität und verletzende Worte. Von Armin Schwibach Montserrat (kath.net/as) Im Anschluss an seinen Pastoralbesuch in der Strafvollzugsanstalt „Brians 1“ (Barcelona) begab sich Papst Leo XIV. in die traditionsreiche Benediktinerabtei Montserrat. Dort nahm der Papst dem Gebet des Rosenkranzes vor der „Moreneta“ teil, der ehrwürdigen Schwarzen Madonna von Montserrat. Zu Beginn seiner sich anschließenden Ansprache vertraute er sein Petrusamt sowie die universale Sendung der Kirche der Gottesmutter an, dies in einer Welt, „die nach Gerechtigkeit und Frieden schreit“. Der Papst erinnerte an die Geschichte des Heiligtums, dessen Mauern von Frömmigkeit, Dankbarkeit und Hoffnung vieler Generationen Zeugnis gäben. Zugleich hätten sie das Blut jener gesehen, das „aus Liebe zu Jesus Christus vergossen wurde“. Die Abtei bewahre die Freuden und Leiden unzähliger Gläubiger und sei über Jahrhunderte hinweg Ort des Gebetes geblieben. Mit einem Hinweis auf die Übergabe der Goldenen Rose durch Papst Franziskus im Jahr 2023 griff Leo XIV. die Bedeutung Mariens für das christliche Leben auf. Die Muttergottes von Montserrat habe im Lauf der Jahrhunderte Menschen zur Umkehr geführt. Als Beispiel nannte er den heiligen Ignatius von Loyola, der nach einer Nacht des Gebetes vor der Jungfrau seine Waffen niederlegte und von dort aus einen neuen Weg im Dienst Christi begann. Von diesem Bild ausgehend stellte der Papst die Worte Mariens bei der Hochzeit zu Kana in den Mittelpunkt seiner Betrachtung: „Was er euch sagt, das tut“. Diese Worte seien „ein wahres Programm für das christliche Leben“. Maria führe zu Christus, lehre auf seine Stimme zu hören, seinem Wort zu gehorchen und sich von ihm verwandeln zu lassen. Christus selbst gebe den Maßstab vor: „Das trage ich euch auf, dass ihr einander liebt“. Wenn Maria die Gläubigen zu ihrem Sohn führe, lade sie dazu ein, „unser Herz nach den Maßstäben des Evangeliums zu bilden“. Leo XIV. betonte, Jesus weise den Weg der Barmherzigkeit, der Versöhnung, der Wahrheit und der Güte. Gleichzeitig decke er jene Gewalt auf, die sich oft hinter Worten und Haltungen verberge. Erniedrigende Kritik, zerstörerische Verurteilung und spaltende Aggressivität könnten Ausdruck einer verborgenen Gewalt sein, die versuche, Wunden, Ängste und erfahrenes Unrecht zu verdecken. Der Papst lenkte den Blick auf die Gottesmutter von Montserrat, die ihren Sohn als wehrloses Kind auf dem Schoß trage. Maria lade gemeinsam mit Christus dazu ein, einander zu lieben. Deshalb appellierte er an die Pilger: „Legen wir heute zu ihren Füßen die Rüstungen nieder, die unser Herz nach und nach verhärtet haben“. Das göttliche Kind in den Armen Mariens trage keine Rüstung. Christus werde sich später „nackt am Kreuz“ dem Vater hingeben, um die Menschheit mit der unbewaffneten und entwaffnenden Kraft der Liebe zu retten. Daraus entwickelte Leo XIV. eine geistliche Deutung des christlichen Kampfes: Der Christ solle sich nicht mit den Waffen dieser Welt ausrüsten, sondern mit den „Waffen Gottes“, von denen der Apostel Paulus spreche: Wahrheit, Gerechtigkeit, Glaube, Heil und das Wort Gottes. Als Pilger in Montserrat seien die Gläubigen aufgerufen, ihren Dienst an Gottvater zu erneuern, den Jesus Christus offenbart habe. Dabei erinnerte der Papst an das Wort des Herrn: „Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf“. Besondere Aufmerksamkeit schenkte Leo XIV. der Weltkugel in der Hand der Gottesmutter. Sie sei Zeichen ihrer mütterlichen Sorge für die ganze Menschheit. Die Welt finde Platz in ihrem Herzen. Maria lade dazu ein, einander als Brüder und Schwestern anzuerkennen, „wo niemand ausgeschlossen wird und wo die Gemeinschaft stärker ist als jede Spaltung“. Von dort aus wandte sich der Papst den konkreten Formen des Zusammenlebens zu. Maria, die Königin des Friedens, solle die Menschen lehren, auf verletzende Worte, vorschnelle Urteile, Verleumdungen und Lästereien zu verzichten. Die Liebe müsse in den Familien, unter Freunden, am Arbeitsplatz, in den sozialen Netzwerken, in politischen Debatten und in den christlichen Gemeinschaften bewahrt werden, „damit der Hass der Hoffnung und dem Frieden weicht“. Zum Abschluss vertraute Leo XIV. die Kirche erneut der Muttergottes von Montserrat an. Maria, die Mutter der Kirche, führe die Gläubigen immer zu Jesus Christus: „Ich lade euch ein, sie mit diesen Worten zu ehren, die ihr gut kennt: „Für die Katalanen wirst du immer die Fürstin sein, für die Spanier und die ganze Welt die Liebe; Sag uns: ,Ihr seid mein Schatz, ich bin eure Mutter, fürchtet euch nicht’“.
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