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| ![]() Er ist unser Publikumvor 2 Stunden in Spirituelles, keine Lesermeinung Seine Likes haben Gewicht: Gott schaut Tag und Nacht mit Liebe auf uns. Daran erinnert eine Schrift von Bruder Lorenz über die Gegenwart Gottes. Rom (kath.net / pk) Eine meiner Lieblingsszenen aus einem Film findet in „Ein Mann zu jeder Jahreszeit“ statt, als Richard Rich zu seinem Freund Sir Thomas More kommt und ihn um einen Job bittet. Rich, jung und ehrgeizig, möchte wie Kanzler More Teil der politischen Welt Englands sein und hofft, dass sein Freund ihm die Tür öffnen wird. Stattdessen fordert der Heilige ihn auf, Lehrer zu werden. „Wenn ich das wäre, wer würde es wissen?“, fragt Rich. – „Du. Deine Schüler. Deine Freunde. Gott. Das ist kein schlechtes Publikum …“ Mit dieser Szene leitet Rebecca Dougherty ihren Beitrag für ChurchPOP ein, in welchem sie ein spannendes Thema aufgreift: Unsere Sehnsucht, gesehen zu werden. Heute leben wir in einer Welt, die davon besessen ist, gesehen zu werden. „Selbst wenn wir uns bewusst bemühen, Grenzen für unsere Handys und unsere Nutzung sozialer Medien zu setzen, ist es schwer, sich der Atmosphäre der ,Influencer‘ zu entziehen“, meint die Autorin. Die Wurzel dieses Trends sei, anerkannt und geliebt zu werden, vermutet sie und bringt als Antidot die Einübung der „Gegenwart Gottes“ ins Spiel. Das kleine Werk „Die Übung, in Gottes Gegenwart zu sein“, verfasst vom französischen Mystiker und Karmelit Bruder Lorenz (1614-1691) umfasst eine Reihe von Gesprächen, Briefen und spirituellen Maximen, die die Menschen dazu ermutigen, in die Gegenwart Gottes zu kommen und sich nur von ihm führen zu lassen. Die Gegenwart Gottes zu praktizieren bedeutet nicht, der spirituellen To-do-Liste eine weitere Andachtsform hinzuzufügen; es bedeutet, dem Gott gegenwärtig zu sein, der uns bereits gegenwärtig ist – überall und immer. Das ist an jeden gerichtet und gilt für alle Lebensbereiche. „Ob du nun Geschirr spülst und Wäsche zusammenlegst, Predigten vorbereitest, Exerzitien leitest oder Präsentationen erstellst und Spesenabrechnungen einreichst: Es ist jedem möglich, das in Gottes Gegenwart zu tun.“ Bruder Lorenz erinnert uns daran, dass wir uns Gottes Liebe nicht erst erarbeiten müssen: Gott liebt uns bereits, und wir können von nun an bis in alle Ewigkeit immer mehr in dieser Liebe ruhen. Wir sind Tag und Nacht, 24/7 von Gott geliebt und gesehen. „Er ist unser Publikum, unser bestätigender ,Liker‘ und begeisterter Abonnent“, schreibt die Autorin. „Er lädt uns im Gegenzug ein, seine Inhalte zu konsumieren … von seiner Gegenwart, seinem Frieden und seiner Freude erfüllt zu werden und ihm zu erlauben, uns so zu beeinflussen, dass unser Leben wahrhaft erfüllend sein kann. Wenn man bedenkt, vor welchem Publikum wir stehen könnten, ist Gott gar keine so üble Option.“ Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zu | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-gelesen
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