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| ![]() Am Ursprung des göttlichen Lebens. Leben im Geheimnis Gottesvor 7 Stunden in Aktuelles, 1 Lesermeinung Leo XIV. zum Dreifaltigkeitssonntag: Die Kirche als Sakrament der Gemeinschaft - das trinitarische Geheimnis als der eigentliche Ort des christlichen Daseins. Die Überwindung der weltlichen Spaltung. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) Mit dem traditionellen Angelusgebet am Dreifaltigkeitssonntag auf dem Petersplatz führte Papst Leo XIV. die Gläubigen in eine Betrachtung des Geheimnisses des dreifaltigen Gottes ein. Er erinnerte daran, dass mit dem Pfingstfest vor einer Woche der liturgische Weg der Osterzeit zu Ende gegangen sei und dass das heutige Hochfest Gelegenheit biete, diesen Weg von seinem innersten Zentrum her neu zu betrachten, das sich uns in Jesus Christus geschenkt habe. Dieses Leben sei „eine dynamische, unerschöpfliche, fruchtbare Gemeinschaft, die uns nun mit einbezieht“. Leo XIV. betonte, dass „der Geist, der den Vater und den Sohn verbindet, in unsere Herzen ausgegossen“ worden sei, sodass in der Welt die Kirche Gestalt annehme als „das Sakrament der Gemeinschaft, ein Ort der Begegnung, der Liebe und des Lebens, an dem sich Himmel und Erde bereits berühren“. Ausgehend vom Evangelium des Tages, der Begegnung Jesu mit Nikodemus im dritten Kapitel des Johannesevangeliums, entfaltete der Papst sodann die Bedeutung der Suche des Menschen nach Gott. Das Evangelium berichte von „Nikodemus, einer bedeutenden Persönlichkeit in Israel, der sich tief zu Jesus hingezogen fühlte“. Dieser habe den Herrn nachts, um nicht gesehen zu werden, aufgesucht, weil er den Wunsch gehabt habe, diesen geheimnisvollen Meister besser kennenlernen und ihm Fragen stellen zu können. Indem Christus ihn empfangen habe, sei deutlich geworden, wie ernst der Herr die Suche des Menschen nehme. Der Papst erklärte, Jesus habe Nikodemus überrascht mit der Aussage, „dass es auch für einen Erwachsenen möglich sei, wiedergeboren zu werden“. Er habe ihm zu erkennen gegeben, dass das Leben Gottes sein eigenes Leben verwandeln könne. Dann verwies Leo XIV. auf die Worte Jesu über den Heiligen Geist und hob hervor, Christus habe die Nacht des Nikodemus „mit dem Licht der Wahrheit“ erfüllt. Dieses Licht erklang, wie der Papst ausführte, am Dreifaltigkeitssonntag in allen Kirchen in dem Wort: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat“. Ebenso verwies der Papst auf die unmittelbar anschließende Aussage des Herrn: „Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.“ Von dort aus wandte sich der Papst dem trinitarischen Geheimnis als dem eigentlichen Ort des christlichen Daseins zu: „Im Geheimnis Gottes - des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes - sind wir zu Hause, so wie sich Nikodemus bei Jesus zu Hause fühlte“. Das Leben Gottes sei die Wirklichkeit, in der das menschliche Herz seinen Frieden finde. Es schenke „unserem oft so unruhigen Herzen Frieden“ und lasse die Menschen in der Freude des Heiligen Geistes Brüdern und Schwestern begegnen. Der Papst erläuterte, die Dreifaltigkeit bewirke, „dass wir alles und alle lieben“, und eröffne den Blick dafür, dass „jedes Geschöpf auf Gemeinschaft, Beziehung und Begegnung ausgerichtet“ sei. In diesem Zusammenhang hob Leo XIV. hervor, dass gerade aus der Wirklichkeit des dreifaltigen Gottes das rechte Verständnis des menschlichen Miteinanders erwachse. Daraus erschließe sich, weshalb „Spaltungen, Polarisierungen und die Verachtung des Andersseins Zerstörung, Traurigkeit und Gefühllosigkeit in die Welt bringen“. Das christliche Leben sei deshalb nicht aus einer Logik der Abgrenzung zu verstehen, sondern aus der Teilnahme an jener göttlichen Gemeinschaft, die den Menschen zur Beziehung befähige. Anknüpfend an die Gestalt des Nikodemus erklärte der Papst daran, dass dieser dem Hohen Rat angehört habe, dem Kreis der führenden Männer Israels. Als dort verächtlich über Jesus gesprochen worden sei, habe Nikodemus verlangt, man müsse ihn zuerst anhören, bevor man ihn verurteile. Darin zeige sich die Frucht des göttlichen Geistes. Nikodemus habe von Gott, durch Christus selbst, den Geist der Gemeinschaft empfangen, einen Geist, der „das Herz für die neue Wahrheit und das wahrhaft Neue öffnet“. Daraus folgte die Mahnung, dass der Mensch, der diesen Geist nicht annehme, rasch innerlich verharre. Wer sich ihm verschließe, „altert schnell und voller Klagen; er ist allein und ist nie in festlicher Stimmung“. Demgegenüber stellte Leo XIV. den festlichen Charakter des christlichen Daseins heraus: „Heute jedoch ist ein Festtag! Gottes Fest ist unser Fest“. Zur Bekräftigung zitierte er das Wort des heiligen Paulus an die Korinther: „Freut euch, kehrt zur Ordnung zurück, lasst euch ermahnen, seid eines Sinnes, haltet Frieden! Dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein“. Zum Abschluss richtete der Papst den Blick auf die Jungfrau Maria und verband das Gebet des Angelus mit einer Bitte um die Vertiefung der Zustimmung zum göttlichen Willen. Er lud die Gläubigen ein, sich mit dem Gebet des Angelus an die Jungfrau Maria zu wenden:„Möge durch ihr ‚Ja‘ zum göttlichen Willen auch unser ‚Ja‘ zur Liebe der Heiligsten Dreifaltigkeit wachsen“. Foto (c) Vatican Media
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