Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  2. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  5. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  8. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  9. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  10. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  11. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  12. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  13. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  14. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  15. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“

Papst Leo XIV.: "Der Nachthimmel ist ein Schatz an Schönheit, dessen Betrachtung allen offensteht"

12. Mai 2026 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Audienz für die Stiftung der Vatikanischen Sternwarte - Ansprache in voller Länge


Vatikanstadt (kath.net) Die Ansprache von Papst Leo in voller Länge in kath.net-Übersetzung:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Der Friede sei mit euch.

Eure Eminenz,
Präsident des Governatorats,
Liebe Freunde,
Liebe Brüder und Schwestern,

Ich bin zutiefst dankbar, euch – den Mitgliedern der Stiftung der Vatikanischen Sternwarte – zu begegnen, und ich danke euch für eure treue und großzügige Unterstützung der Arbeit der Vatikanischen Sternwarte – einer Institution, die dem Staat der Vatikanstadt sehr am Herzen liegt und die dem Heiligen Stuhl sowie der Weltkirche dient.

Vor einhundertfünfunddreißig Jahren gründete mein Vorgänger, Papst Leo XIII., die Vatikanische Sternwarte neu, damit „alle klar erkennen mögen, dass die Kirche und ihre Hirten der wahren und soliden Wissenschaft – sei sie menschlicher oder göttlicher Natur – nicht feindlich gegenüberstehen, sondern sie vielmehr mit größtmöglicher Hingabe annehmen, ermutigen und fördern“ (vgl. *Ut mysticam*, 14. März 1891). Zu jener Zeit wurde die Wissenschaft zunehmend als eine Quelle der Wahrheit dargestellt, die im Gegensatz zur Religion stehe; so verspürte die Kirche die dringende Notwendigkeit, der wachsenden Auffassung entgegenzutreten, dass Glaube und Wissenschaft Feinde seien.


Heute jedoch stehen sowohl die Wissenschaft als auch die Religion vor einer anderen – und vielleicht noch heimtückischeren – Bedrohung: jener, die von jenen ausgeht, welche die bloße Existenz objektiver Wahrheit leugnen. Zu viele Menschen in unserer Welt weigern sich anzuerkennen, was sowohl die Wissenschaft als auch die Kirche klar lehren: dass wir die feierliche Verantwortung tragen, für unseren Planeten Sorge zu tragen und das Wohlergehen jener zu gewährleisten, die ihn bewohnen – insbesondere der Schwächsten, deren Leben durch die rücksichtslose Ausbeutung sowohl der Menschen als auch der natürlichen Umwelt gefährdet ist. Genau aus diesem Grund bleibt das Engagement der Kirche für eine rigorose und ehrliche Wissenschaft nicht nur wertvoll, sondern auch unverzichtbar.

Der Astronomie kommt in dieser Mission ein besonderer Platz zu. Die Fähigkeit, voller Staunen auf die Sonne, den Mond und die Sterne zu blicken, ist ein Geschenk, das jedem Menschen zuteilwird – unabhängig von seinem sozialen Status oder seinen Lebensumständen. Sie weckt in uns sowohl Ehrfurcht als auch ein gesundes Gefühl für die rechten Proportionen. Der Blick in den Himmel lädt uns ein, unsere Ängste und unsere Unzulänglichkeiten im Licht der Unermesslichkeit Gottes zu betrachten. Der Nachthimmel ist ein Schatz an Schönheit, der allen offensteht – den Reichen wie den Armen gleichermaßen –, und in einer so schmerzlich gespaltenen Welt bleibt er eine der letzten wahrhaft universellen Quellen der Freude. Leider ist selbst dieses Geschenk nun bedroht. Um Papst Benedikt frei zu zitieren: Wir haben unseren Himmel mit menschengemachtem Licht erfüllt, das uns für jene Lichter blind macht, die Gott dort platziert hat – ein treffendes Bild, so merkte er an, für die Sünde selbst (vgl. Predigt vom 7. April 2012).

Vor diesem Hintergrund möchte ich meiner tiefen Dankbarkeit für die Arbeit der Stiftung Ausdruck verleihen. Ihr Engagement ermöglicht es den Wissenschaftlern des Vatikans, einen konstruktiven Dialog sowohl mit der breiten Öffentlichkeit als auch mit der weltweiten wissenschaftlichen Gemeinschaft zu führen. Ihre Großzügigkeit versetzt das Vatikanische Observatorium in die Lage, die Wunder der Astronomie mit Studierenden auf der ganzen Welt zu teilen sowie Workshops und Sommerschulen für jene anzubieten, die in katholischen Schulen und Pfarreien tätig sind. Und letztlich ist es Ihr Einsatz, der sicherstellt, dass die Teleskope und Labore des Observatoriums das bleiben, wofür sie von jeher bestimmt waren: Orte, an denen der Glanz der göttlichen Schöpfung mit Ehrfurcht, Tiefe und Freude erfahren wird.

Wir dürfen niemals jene theologische Vision aus den Augen verlieren, die all dies beseelt. Die unsere ist eine Religion der Menschwerdung. Die Heilige Schrift lehrt uns, dass Gott sich von Anbeginn an durch die Dinge zu erkennen gab, die Er erschaffen hat (vgl. Röm 1,20), und dass Gott seine Schöpfung so sehr liebte, dass Er seinen Sohn sandte, um in sie einzutreten und sie zu erretten (vgl. Joh 3,16). Es überrascht daher nicht, dass Menschen tiefen Glaubens sich gedrängt fühlen, die Ursprünge und Wirkungsweisen des Universums zu erforschen. Das starke Verlangen, die Schöpfung tiefer zu ergründen, ist nichts anderes als das Spiegelbild jener unruhigen Sehnsucht nach Gott, die in den Tiefen jeder Seele wohnt.

Indem ich Ihnen erneut meine Dankbarkeit für Ihre Unterstützung ausspreche, erbitte ich gerne den reichen Segen des allmächtigen Gottes für Sie und Ihre Familien.

Vielen Dank!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 girsberg74 12. Mai 2026 
 

Wir müssen die Nacht schützen, dürfem sie nicht achtlos verschmutzen, sie schenkt sich uns.

Licht kann ohne Nacht nicht sein; Licht alleine, verspert uns viel.


0
 
 723Mac 12. Mai 2026 
 

die Nacht ist auch Zeit der Anbetung des Allerheiligsten vielorts Deutschland

(an allen Orten der Ewigen Anbetung)

Im Kloster Betlehem in Koblenz aber auch im Herzospitalkloster in München (seit 1721), an vielen WIrkungsorten der Schwestern vom Heiligen Blut u.A. in Aufhausen bei Regensburg

Oft ist es die Aufgabe von geweihten Frauen die meistens (wie in Berlin wo man das Kloster der Rosaschwestern ersatzlos auflöste) selbst in der Kirche leider unterschtzt wird.




Deo Gratias!

Nachahmer dringednst gefragt.

www.erzbistumberlin.de/medien/pressestelle/aktuelle-pressemeldungen/pressemeldung/news-title/abschied-von-den-rosa-schwestern/


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  7. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  8. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  9. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  10. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  11. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  12. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  13. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  14. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen
  15. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz