Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  9. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  10. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  11. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  12. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  13. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet

Die Kirche von Rom und ihre Sendung

2. Mai 2026 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leo XIV.: Bischofsweihe in der Lateranbasilika. Christus, der Eckstein. Das Bild vom verworfenen Stein. Einheit, Dienst und Evangelium. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Papst Leo XIV. feierte am Samstag Nachmittag in der Lateranbasilika die heilige Messe mit der Weihe von vier neuen Weihbischöfen für die Diözese Rom. In seiner Predigt hob er die Bindung an Christus als Grundlage der kirchlichen Gemeinschaft hervor. Die Nähe zu Christus führe zur Einheit unter den Gläubigen und zum Wachstum der Kirche als „Haus aus lebendigen Steinen“.

Der Papst verwies auf die besondere Berufung der Kirche von Rom zur Universalität und zur Caritas. Diese Berufung gründe in ihrem Band mit Christus sowie im Zeugnis der Apostel Petrus und Paulus. In diesem Zusammenhang stehe die Weihe der neuen Bischöfe. Sie sei ein Ereignis, das das Volk Gottes betreffe, aus dem die Kandidaten hervorgegangen seien.

Im Zentrum der Predigt stand das biblische Bild vom „verworfenen Stein“, der zum Eckstein geworden ist. Leo XOV. erläuterte, dass Christus verworfen worden sei, weil er nicht als Sohn Gottes erkannt und seine Menschwerdung als unvereinbar mit Gott angesehen wurde. Zugleich habe Christus durch sein Handeln - die Zuwendung zu Ausgegrenzten, die Gemeinschaft mit Sündern und die Überwindung von Gewalt - das Antlitz des Vaters sichtbar gemacht. Mit Bezug auf das Johannesevangelium stellte der Papst fest, dass in Christus die Werke des Vaters gegenwärtig seien. Wer ihn sehe, sehe den Vater. Diese sei zutiefst mit dem Auftrag der Kirche verbunden, das Evangelium in Wort und Tat zu verkünden.


Der Papst bezog das Bild des verworfenen Steins auf die Sendung der Kirche in der Welt. In Rom sei dieses Bild zum Zeichen einer neuen Hoffnung geworden. Die Verkündigung betreffe insbesondere jene, die von der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Leo XIV. nannte Beispiele aus dem Evangelium, in denen Christus den Kranken, Sündern und Ausgegrenzten begegnet. Weiter führte er aus, dass Christen dann zu „verworfenen Steinen“ werden, wenn sie sich gegen Strukturen stellen, die die Würde des Menschen missachten oder Schwache benachteiligen. Christus habe auch in der Ablehnung seinen Weg fortgesetzt und seinen Stil nicht geändert.

An die neuen Weihbischöfe gewandt beschrieb der Papst deren Auftrag innerhalb der Diözese Rom. Sie sollten gemeinsam mit ihm und dem Kardinalvikar den Hirtendienst ausüben und an der Sendung der Kirche teilnehmen. Ihr Dienst solle sich an den Menschen orientieren, insbesondere an jenen in schwierigen Situationen. Der Papst forderte die neuen Bischöfe auf, die Botschaft zu verkünden, dass in Christus niemand ausgeschlossen sei. Er verwies auf die apostolische Exhortation Evangelii gaudium von Papst Franziskus und zitierte den Ausdruck von der Kirche als „Feldlazarett“. Der Dienst der Bischöfe solle sich auch an den sogenannten Rändern ausrichten. Weiterhin forderte der Papst die neuen Bischöfe auf, sich nicht an Privilegien zu orientieren und nicht nach vorderen Plätzen zu streben. Ihr Dienst solle durch Einsatz für Frieden und Einheit geprägt sein. Sie sollten Unterschiede zusammenführen, zuhören, vergeben und Gemeinschaft fördern.

Abschließend betonte Leo XIV. die Verantwortung gegenüber den Gläubigen der Diözese. Die Priester, Diakone, Ordensleute und Laien sollten in ihrem Dienst unterstützt werden. Ziel sei es, die gemeinsame Sendung der Kirche zu stärken und die Verkündigung des Evangeliums zu fördern. Der Papst bezog auch die Armen, Pilger und Besucher der Stadt Rom in seine Ausführungen ein. Sie sollten in der Kirche und in der Stadt Aufnahme finden. Am Ende verwies er auf die Gottesmutter als „Salus Populi Romani“ und stellte die Kirche unter ihren Schutz.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Russland: Autobiografie von Papst Franziskus zensiert
  4. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise
  5. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  8. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  9. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  10. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus
  11. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  12. Polizei in Papst-Städtchen auf E-Bikes im Einsatz
  13. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  14. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  15. Papst erlässt neues Verfahren zu Absetzung ostkirchlicher Patriarchen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz