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Kardinal Arborelius: „Im Herzen bin ich immer Mönch geblieben“

23. April 2026 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Schwedischer Konklaveteilnehmer im Rückblick: „Das Konklave ist ein Moment von enormer geistlicher Tiefe. Man spürt die Last der Verantwortung, aber gleichzeitig auch eine starke Führung durch den Heiligen Geist.“


Stockholm (kath.net/pl) „Meine Pensionärsträume handeln davon, die ganze Administration und die Termine hinter mir zu lassen. Ich möchte gerne zurück in das Klosterleben, zur Stille und zum Gebet. Das ist es, wonach ich mich sehne – die Möglichkeit, wieder ganz und gar Mönch zu sein.“ Das schildert Kardinal Anders Arborelius OCD, Bischof von Stockholm und der erste Kardinal Schwedens in der gesamten Geschichte des nordeuropäischen Landes. Denn er sei in seinem Herzen „immer Mönch geblieben“. Der Karmeliterpater Arborelius wird im September 75 Jahre alt und muss gemäß Kirchenrecht dem Papst dann seinen Rücktritt anbieten – und wie Papst Leo entscheiden mag, gilt im Moment als völlig offen. Der Kardinal äußerte sich in einem Hörfunkinterview mit dem öffentlichen-rechtlichen Sender „Sveriges Radio“.


Im Rückblick auf das Konklave 2025, bei dem er wahlberechtigter Teilnehmer war (siehe Archivfoto), schildert er: „Es ist ein Moment, in dem man die Weltkirche auf eine sehr konkrete Weise spürt. Man ist dort, um eine Entscheidung zu treffen, die Milliarden von Menschen betrifft. Es ist eine große Verantwortung, aber man fühlt sich auch getragen.“ „Das Konklave ist ein Moment von enormer geistlicher Tiefe. Man spürt die Last der Verantwortung, aber gleichzeitig auch eine starke Führung durch den Heiligen Geist.“

Die Kirche in Schweden hat sich in der Amtszeit des aktuellen Bischofs von Stockholm stark verändert. Arborelius war 1998 von Papst Johannes Paul II. zum Bischof der schwedischen Landeshauptstadt berufen worden. Die katholische Kirche in Schweden wächst, nicht zuletzt durch die Zuwanderung: „Wir sind heute eine sehr internationale Kirche. Migration hat uns bereichert und uns geholfen, eine lebendige Gemeinschaft zu bleiben. Es ist eine Herausforderung, all diese verschiedenen Kulturen unter einem Dach zu vereinen, aber es ist auch unsere größte Stärke.“ „Wir sind eine Weltkirche in Miniaturform. In unseren Gemeinden kommen Menschen aus aller Welt zusammen, was in einem säkularen Land wie Schweden ein wichtiges Zeichen für Zusammenhalt ist.“

„Menschen suchen nach etwas Beständigem. In einer Welt, die sich so schnell verändert, bietet der Glaube einen festen Punkt“, schildert Arborelius und bezieht sich damit indirekt auch auf seine eigenen Erfahrungen, denn er selbst mit 20 Jahren von einem wenig praktizierten lutherischen Glauben zur vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche konvertiert und mit 22 Jahren bei den Karmelitern eingetreten war.

 


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