Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  6. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  7. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  8. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  9. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  10. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  11. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  12. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  13. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  14. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  15. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden

USA: Konservative haben mehr Kinder als Linksliberale

16. April 2026 in Familie, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Unterschied in der Kinderzahl zwischen Konservativen und Linksliberalen in den USA hat sich seit 1980 deutlich vergrößert.


Washington D.C. (kath.net/jg)
In den letzten Jahrzehnten hat sich in den USA ein dramatischer Unterschied in den Geburtenraten zwischen konservativen und linksliberalen Amerikanern herausgebildet. Besonders bei jungen Erwachsenen im Alter von 25 bis 35 Jahren ist der Abstand inzwischen groß – und er wächst weiter. Das zeigt ein aktueller Analyse-Thread auf X (ehemals Twitter) des Accounts @MoreBirths, der sich mit dem globalen Fertilitätsrückgang beschäftigt. Die Daten basieren auf einer Auswertung von Studien über Familien und verdeutlichen: politische Ideen und kulturelle Einstellungen haben einen starken Einfluss auf die Entscheidung für Kinder.

Laut der Analyse aus den 2020er Jahren haben konservative Frauen im Alter von 25 bis 35 Jahren im Durchschnitt 1,67 Kinder, linksliberale Frauen hingegen nur 0,87. Das entspricht einem Verhältnis von fast 2 zu 1. Bei den Männern ist der Unterschied noch größer: Konservative kommen auf 1,06 Kinder, Linksliberale auf lediglich 0,35 – ein Verhältnis von 3 zu 1.


Zum Vergleich: Im Jahr 1980 gab es zwischen den beiden ideologischen Lagern kaum einen nennenswerten Unterschied bei der Kinderzahl. In den vergangenen 40 Jahren ist die Fertilität der Konservativen sogar leicht gestiegen, während sie bei Linksliberalen deutlich zurückging. Der Account @MoreBirths betont: „Die konservative Fertilität hat sich tatsächlich über 40 Jahre hinweg erhöht – ein Beleg für die Kraft einer pronatalen Kultur auf der einen Seite.“

Die Auswertung geht über den bloßen Anteil von Menschen mit Kindern hinaus. Sie berücksichtigt auch die durchschnittliche Kinderzahl und erfasst damit sowohl, wer überhaupt Kinder bekommt, als auch wie viele es sind. Die zugrunde liegenden Grafiken visualisieren diesen Trend eindrücklich: Balkendiagramme zeigen den klaren Aufwärtstrend bei Konservativen und den starken Rückgang bei Linksliberalen seit den 1980er Jahren.

Bemerkenswert ist, dass beide Gruppen in derselben Gesellschaft leben, denselben Arbeitsmarkt und dieselben wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben. Dennoch entwickeln sich ihre sozialen Einstellungen in entgegengesetzte Richtungen. @MoreBirths schreibt dazu: „Konservative und Linksliberale leben zusammen in demselben Amerika, aber ihre sozialen Ansichten haben sich in entgegengesetzte Richtungen bewegt. Das macht dies zu einem großartigen, wenn auch unvollkommenen Beleg dafür, wie stark Ideen die Geburtenraten prägen.“

Der Thread wird intensiv diskutiert. Viele Nutzer sehen darin einen Beweis für die langfristige Wirkung kultureller Werte: Wer Kinder als zentralen Lebensinhalt betrachtet, bekommt tendenziell mehr. Andere weisen auf mögliche Selektionseffekte hin – etwa, dass sich Menschen mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen eher einer ideologischen Richtung zuwenden. Unabhängig von der genauen Ursache zeigt der Trend eine klare demografische Verschiebung: Die Gruppe mit konservativeren Werten wächst durch höhere Geburtenzahlen schneller.

Der Account @MoreBirths, der sich für Maßnahmen zur Umkehr des globalen Fertilitätsrückgangs einsetzt, sieht in diesen Zahlen vor allem die Macht kultureller Faktoren. Eine pronatale Haltung – also eine Kultur, die Kinder aktiv wertschätzt und fördert – kann demnach selbst in einem hochentwickelten Land wie den USA die Geburtenrate stabilisieren oder sogar steigern. Gleichzeitig unterstreicht der Vergleich mit 1980, wie schnell sich gesellschaftliche Normen ändern können.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. ‚Meine Aufgabe ist es, dich in den Himmel zu bringen, nicht nach Harvard‘
  2. US-Präsident Trump nominiert Lebensschützerin zur Direktorin der Arzneimittelbehörde FDA
  3. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  4. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  5. 50 Jahre Jugendkonferenzen in Steubenville
  6. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  7. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  8. US-Regierung beendet öffentliche Finanzierung für ‚Geschlechtsumwandlung‘ bei Kindern
  9. Erzbischof Cordileone: 'Lasst unsere Nonnen in Ruhe!'
  10. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Kiewer Großerzbischof Schewtschuk: "Wir bitten um Solidarität"
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  5. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  6. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  7. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  8. Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren
  9. Ein Wunder der Vorsehung
  10. Die Krise des Bischofsamtes
  11. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  12. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  13. Slowakei und Polen planen gemeinsamen Johannes-Paul-II.-Pilgerweg
  14. „Wenn ich mich nicht täusche, gibt es in der Geschichte keine vergleichbare Institution“
  15. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz