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| ![]() Vom Tod zum Leben: die Auferstehung als Anfang der neuen Schöpfungvor 8 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung Leo XIV.: Ostern - das leere Grab durchbricht die Macht des Todes. Auferstehung, Geschichte und die Zeit des meine Lebens mit Christus. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) Heilige Messe am Ostersonntag auf dem Petersplatz: „Die ganze Schöpfung erstrahlt heute in neuem Licht, von der Erde erhebt sich ein Lobgesang, unser Herz jubelt vor Freude: Christus ist von den Toten auferstanden, und mit ihm erstehen auch wir zu neuem Leben!“. In seiner Predigt stellte Papst Leo XIV. die Wirklichkeit der Auferstehung Christi in den Mittelpunkt und verband diese mit der erneuerten Schöpfung. „Christus ist von den Toten auferstanden, und mit ihm erstehen auch wir zu neuem Leben“: diese Botschaft ist als Deutung von Leben und Geschichte. Die Osterbotschaft erreiche den Menschen „in den Abgründen des Todes“ und eröffne eine Hoffnung, in der „der Tod keine Macht mehr über uns“ habe. Diese Botschaft fordere den Menschen heraus, da die Erfahrung des Todes im Inneren und in der Welt gegenwärtig bleibe. Der Papst beschrieb innere Lasten wie Sünde, die daran hindere, die Flügel auszubreiten, Enttäuschung und Einsamkeit sowie äußere Wirklichkeiten wie Ungerechtigkeit, Egoismus und Krieg als Formen einer Macht, die das Leben bedrohe. Umso mehr lenkte er den Blick auf Ostern als Einladung, „den Blick zu erheben und das Herz zu öffnen“, und verband dies mit dem Weg der Jünger, die das leere Grab entdeckten. Der Papst deutete die Auferstehung als Gegenwart Christi, der „lebt und bei uns bleibt“. In jedem erfahrenen Tod öffne sich Raum für neues Leben, doch die Macht des Todes sei nicht die letzte Bestimmung, denn der Mensch sei „zur Fülle bestimmt“, da er im auferstandenen Christus Anteil am Leben habe. Die Auferstehung gehöre nicht der Vergangenheit an, sondern wirke als Kraft in der Welt, in der „mitten in der Dunkelheit immer etwas Neues aufkeimt“. Ausgehend vom Evangelium des Tages deutete Leo XIV. den „ersten Tag der Woche“ als Hinweis auf die Schöpfung und als Beginn eines neuen Lebens für die Menschheit. Ostern erschien so als „neue Schöpfung“ und als Anfang eines Lebens, das stärker sei als der Tod. Dies sei mit einem Auftrag an die Gläubigen verbunden. Wie Maria von Magdala solle der Mensch aufbrechen und die Botschaft verkünden und die Freude der Auferstehung durch das eigene Leben weitergeben, damit das Licht des Lebens dort erscheine, wo Schatten des Todes seien: „Ostern ist die neue Schöpfung, die der auferstandene Herr vollbracht hat. Es ist ein Neuanfang, es ist das Leben, das durch Gottes Sieg über den alten Widersacher nun ewig geworden ist“. ***** kath.net veröffentlicht die Predigt von Papst Leo XIV. bei der Heiligen Messe am Ostersonntag 2026 Liebe Brüder und Schwestern, die ganze Schöpfung erstrahlt heute in neuem Licht, von der Erde erhebt sich ein Lobgesang, unser Herz jubelt vor Freude: Christus ist von den Toten auferstanden, und mit ihm erstehen auch wir zu neuem Leben! Diese Osterbotschaft umfasst das Geheimnis unseres Lebens und die Bestimmung der Geschichte und erreicht uns selbst in den Abgründen des Todes, von denen wir uns bedroht und manchmal überwältigt fühlen. Sie eröffnet uns eine Hoffnung, die nicht versiegt, ein Licht, das nicht erlischt, und eine Fülle von Freude, die nichts auslöschen kann: Der Tod ist für immer besiegt, der Tod hat keine Macht mehr über uns! Diese Botschaft ist nicht immer leicht anzunehmen, sie ist eine Verheißung, die zu akzeptieren uns schwerfällt, denn die Macht des Todes bedroht uns immer, innerlich wie äußerlich. In unserem Inneren, wenn die Last unserer Sünden uns daran hindert, die Flügel auszubreiten; wenn die Enttäuschungen oder die Einsamkeit, die wir erleben, unsere Hoffnungen zunichtemachen; wenn Sorgen oder Groll die Lebensfreude ersticken; wenn wir Traurigkeit oder Müdigkeit empfinden, wenn wir uns betrogen oder abgelehnt fühlen, wenn wir uns mit unserer Unzulänglichkeit, mit dem Leiden, mit der Mühsal des Alltags auseinandersetzen müssen, dann kommt es uns vor, als wären wir in einen Tunnel geraten, dessen Ausgang wir nicht sehen. Aber auch außerhalb von uns lauert stets der Tod. Wir begegnen ihm in der Ungerechtigkeit, im parteiischen Egoismus, in der Unterdrückung der Armen, in der mangelnden Aufmerksamkeit für die Schwächsten. Wir begegnen ihm in der Gewalt, in den Wunden der Welt, in dem Schmerzensschrei, der von überall her aufsteigt – angesichts der Unterdrückung der Schwächsten, angesichts der Profitgier, die die Ressourcen der Erde plündert, angesichts der Gewalt des Krieges, der tötet und zerstört. In dieser Wirklichkeit lädt uns das Osterfest dazu ein, den Blick zu erheben und unser Herz zu öffnen. Es nährt in unserem Geist und auf dem Weg der Geschichte weiter die Saat des verheißenen Sieges. Es setzt uns in Bewegung wie Maria von Magdala und wie die Apostel, damit wir entdecken, dass das Grab Jesu leer ist, und so gibt es in jedem Tod, den wir erleben, auch Raum für neu entstehendes Leben. Der Herr lebt und bleibt bei uns. Durch Lichtblicke der Auferstehung, die sich in der Finsternis auftun, schenkt er unserem Herzen die Hoffnung, die uns trägt: Die Macht des Todes ist nicht die letzte Bestimmung unseres Lebens. Wir sind ein für alle Mal zur Fülle bestimmt, denn im auferstandenen Christus sind auch wir auferstanden. Das hat uns Papst Franziskus in seinem ersten Apostolischen Schreiben Evangelii gaudium eindringlich in Erinnerung gerufen: Die Auferstehung Christi »gehört nicht der Vergangenheit an; sie beinhaltet eine Lebenskraft, die die Welt durchdrungen hat. Wo alles tot zu sein scheint, sprießen wieder überall Anzeichen der Auferstehung hervor. Es ist eine unvergleichliche Kraft. Es ist wahr, dass es oft so scheint, als existiere Gott nicht: Wir sehen Ungerechtigkeit, Bosheit, Gleichgültigkeit und Grausamkeit, die nicht aufhören. Es ist aber auch gewiss, dass mitten in der Dunkelheit immer etwas Neues aufkeimt, das früher oder später Frucht bringt« (Nr. 276). Brüder und Schwestern, das Osterereignis schenkt uns diese Hoffnung und erinnert uns daran, dass im auferstandenen Christus jeden Tag eine neue Schöpfung möglich ist. Das sagt uns das heute verkündete Evangelium, das das Ereignis der Auferstehung ganz genau verortet: »Am ersten Tag der Woche« (Joh 20,1). Der Tag der Auferstehung Christi verweist uns somit auf die Schöpfung, auf jenen ersten Tag, an dem Gott die Welt erschuf, und er kündigt uns zugleich an, dass nun ein neues Leben für die Menschheit beginnt, das stärker ist als der Tod. Ostern ist die neue Schöpfung, die der auferstandene Herr vollbracht hat; es ist ein Neuanfang, es ist das Leben, das durch Gottes Sieg über den alten Widersacher nun ewig geworden ist. Dieses Lied der Hoffnung brauchen wir heute. Und wir, die wir mit Christus auferstanden sind, müssen es in die Welt hineintragen. Eilen wir also wie Maria von Magdala, verkünden wir es allen, verbreiten wir mit unserem Leben die Freude der Auferstehung, damit überall, wo noch Schatten des Todes sind, das Licht des Lebens erstrahlen kann. Der auferstandene Christus segne uns und schenke der ganzen Welt seinen Frieden!
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