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| ![]() Das Licht der Osternacht und der Weg der Versöhnungvor 11 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung Leo XIV.: der Ursprung von Frieden, Sendung zur Überwindung der Macht der Sünde und neuem Leben. Das Licht des Auferstandenen und der Weg der Kirche durch Geschichte und Gegenwart. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) In den Mittelpunkt seiner Predigt zur Feier der Osternacht in der vatikanischen Basilika stellte Papst Leo XIV. das österliche Licht, das „den Hass vertreibt“ und „Eintracht und Frieden bewirkt“. Ausgehend vom Exsultet deutete er die entzündeten Kerzen der Gläubigen als Zeichen der Einheit in Christus und verband das „Amen“ der Versammelten mit der Bereitschaft, den Auftrag als „Lichter für die Welt“ anzunehmen und ihn in der Erneuerung des Taufversprechens zu bekräftigen. Die Vigil - „Mutter aller Vigilien“, in der die Kirche das Gedächtnis des Sieges Christi über Tod und Unterwelt feierte. Der Papst stellte die Passion und die Auferstehung in einen Zusammenhang der Liebe, indem er fragte, ob es „eine größere Liebe“ gebe als jene des Schöpfers, der am Kreuz Leben schenkte, um seine Liebe zu offenbaren. Im Rückgriff auf die Lesungen der Heiligen Schrift erklärte der Papst die Einheit der Heilsgeschichte: Gott habe am Anfang „das Chaos zum Kosmos“ geordnet und den Menschen trotz seiner Sünde nicht verlassen, sondern ihm in der Vergebung sein Erbarmen gezeigt. Das „heilige Geheimnis dieser Nacht“ habe dort seinen Ursprung und sich als Weg der Versöhnung fortgesetzt. An Abraham habe Gott gezeigt, dass er nicht den Tod wolle, sondern das Leben. Im Auszug aus Ägypten mache er das Meer zum „Eingangstor eines neuen Lebens“. In den Propheten habe er sich als Bräutigam, Quelle, Licht und erneuernder Geist offenbart. Leo XIV. führte aus, Gott habe auf die Macht der Sünde mit einer Liebe geantwortet, die „verbindet und wieder Leben schenkt“. Die Getauften seien „mit ihm begraben“, um in der Wirklichkeit des neuen Lebens zu wandeln. Die Auferstehungserzählung zeige sich als Überwindung der Angst: Die Frauen seien trotz des verschlossenen Grabes aufgebrochen und hätten im Engel die Macht Gottes erkannt, die stärker sei als das Böse. Christus habe sich ihnen als Lebender gezeigt und mit dem Wort „Seid gegrüßt!“ begegnet. Der Papst stellte diese Botschaft als Sendung der Kirche vor, die das „Halleluja“ nicht nur mit Worten, sondern mit dem Leben verkünden solle. Die Gläubigen sollten wie die Frauen aufbrechen und bezeugen, dass Christus auferstanden sei und eine „neue Welt des Friedens und der Einheit“ möglich werde. Mit Augustinus erinnerte Leo XIV. daran, dass die vielen Christen „ein einziger Mensch“ in Christus seien, und forderte, Christus zu verkünden und das Empfangene auszustreuen. Mit Blick auf die Taufbewerber stellte der Papst deren Aufnahme in die Kirche als neues Leben in Christus dar und verband dies mit dem Auftrag zum Zeugnis. Zugleich richtete er den Blick auf die Gegenwart, in der es „Gräber“ gebe, die geöffnet werden müssten, und nannte Misstrauen, Angst und Konflikte als Hindernisse. Der Papst rief dazu auf, sich davon nicht lähmen zu lassen, sondern dem Beispiel jener zu folgen, die im Laufe der Geschichte mit Gottes Hilfe Hindernisse überwunden hätten. Abschließend verband Papst Leo XIV. die österliche Feier mit einem Aufruf zum Handeln, indem er dazu aufforderte, sich in dieser Nacht das Engagement für Eintracht und Frieden zu eigen zu machen, damit diese Gaben „überall und immer auf der Welt wachsen und gedeihen“. kath.net veröffentlicht die Predigt von Papst Leo XIV. bei der Vigil ein der Osternacht: Das heilige Geheimnis dieser Nacht vertreibt den Hass, beugt die Erbarmungslosigkeit der Mächtigen, bewirkt Eintracht und Frieden (vgl. Exsultet). So, liebe Brüder und Schwestern, hat der Diakon zu Beginn dieser Feier das Licht des auferstandenen Christus gepriesen, das durch die Osterkerze symbolisiert wird. An dieser einen Kerze haben wir alle unsere Lichter entzündet, und so hat jeder von uns mit einer Flamme, die an demselben Feuer entzündet wurde, diese große Basilika erleuchtet. Das ist das Zeichen des österlichen Lichts, das uns in der Kirche als Lichter für die Welt vereint. Auf die Verkündigung des Diakons haben wir mit unserem „Amen“ geantwortet und damit unsere Bereitschaft bekundet, diesen Auftrag anzunehmen, und in Kürze werden wir unser „Ja“ wiederholen, wenn wir unser Taufversprechen erneuern. Dies, liebe Brüder und Schwestern, ist eine Vigil voller Licht, die älteste in der christlichen Tradition, die als „Mutter aller Vigilien“ bezeichnet wird. In ihr erleben wir aufs Neue das Gedächtnis des Sieges des Herrn des Lebens über den Tod und die Unterwelt. Wir tun dies, nachdem wir in den vergangenen Tagen wie in einer einzigen großen Feier die Geheimnisse der Passion des Gottes begangen haben, der für uns zum »Mann voller Schmerzen« (Jes 53,3) wurde, »verachtet und von den Menschen gemieden« (ebd.), gefoltert und gekreuzigt. Gibt es eine größere Liebe? Eine vollkommenere Selbstlosigkeit? Der Auferstandene ist ja der Schöpfer des Universums, der uns, so wie er uns am Anfang der Geschichte aus dem Nichts ins Dasein gerufen hat, auch am Kreuz das Leben geschenkt hat, um uns seine grenzenlose Liebe zu zeigen. Daran hat uns die erste Lesung aus der Genesis erinnert. Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde (vgl. Gen 1,1), indem er das Chaos zum Kosmos und die Unordnung zur Harmonie werden ließ und uns, die wir nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen sind, die Aufgabe übertragen hat, sie zu bewahren. Und auch als der Mensch mit seiner Sünde diesem Plan nicht entsprochen hat, so hat der Herr ihn doch nicht verlassen, sondern ihm in der Vergebung auf noch überraschendere Weise sein barmherziges Antlitz offenbart. Das „heilige Geheimnis dieser Nacht“ hat also seine Wurzeln auch dort, wo sich das erste Versagen der Menschheit ereignete, und es setzt sich über die Jahrhunderte fort als Weg der Versöhnung und der Gnade. Die Liturgie hat uns in den eben gehörten Texten der Heiligen Schrift einige Etappen dieses Weges vor Augen geführt. Sie hat uns daran erinnert, wie Gott die Hand Abrahams zurückhielt, als er dabei war, seinen Sohn Isaak zu opfern. Damit wollte Gott uns zeigen, dass er nicht unseren Tod will, sondern will, dass wir uns heiligen, um durch seine Hand lebendige Glieder einer Nachkommenschaft von Erlösten zu werden (vgl. Gen 22,11-12.15-18). Ebenso hat uns die Liturgie eingeladen, darüber nachzudenken, wie der Herr die Israeliten aus der Knechtschaft Ägyptens befreit hat, indem er das Meer – einen Ort des Todes und ein unüberwindbares Hindernis – zum Eingangstor eines neuen und freien Lebens machte. Und dieselbe Botschaft hallte wie ein Echo in den Worten der Propheten wider. Wir hörten in ihnen den Lobpreis des Herrn als Bräutigam, der ruft und versammelt (vgl. Jes 54,5-7), als Quelle, die Durst stillt, als Wasser, das fruchtbar macht (vgl. Jes 55,1.10), als Licht, das den Weg des Friedens weist (vgl. Bar 3,14), und als Geist, der das Herz verwandelt und erneuert (Ez 36,26). In all diesen Momenten der Heilsgeschichte haben wir gesehen, wie Gott auf die Unerbittlichkeit der Sünde, die spaltet und tötet, mit der Kraft der Liebe antwortet, die verbindet und wieder Leben schenkt. Wir haben sie uns gemeinsam in Erinnerung gerufen und die Erzählung mit Psalmen und Gebeten begleitet, um uns daran zu erinnern, dass wir durch das Pascha Christi, im Tod »mit ihm begraben […] in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln […] für die Sünde tot […], aber für Gott lebendig in Christus Jesus« (Röm 6,4-11), in der Taufe der Liebe des Vaters geweiht, vereint in der Gemeinschaft der Heiligen, durch Gnade zu lebendigen Steinen gemacht für den Aufbau seines Reiches (vgl. 1 Petr 2,4-5). In diesem Licht lesen wir die Auferstehungsgeschichte, die wir im Matthäusevangelium gehört haben. Am Ostermorgen machten sich die Frauen, ihren Schmerz und ihre Angst überwindend, auf den Weg. Sie wollten zum Grab Jesu gehen. Sie erwarteten, es versiegelt vorzufinden, mit einem großen Stein vor dem Eingang und Soldaten, die es bewachten. Das ist die Sünde: eine gewaltige Barriere, die uns verschlossen macht und uns von Gott trennt, indem sie versucht, seine Worte der Hoffnung in uns zu ersticken. Maria von Magdala und die andere Maria ließen sich davon jedoch nicht einschüchtern. Sie gingen zum Grab und wurden dank ihres Glaubens und ihrer Liebe die ersten Zeuginnen der Auferstehung. Am Erdbeben und am Engel, der auf dem weggerollten Stein saß, erkannten sie die Kraft der Liebe Gottes, die stärker ist als alle Macht des Bösen, fähig, „den Hass zu vertreiben“ und „die Gewalten zu beugen“. Der Mensch kann den Körper töten, aber das Leben des Gottes der Liebe ist ewiges Leben, das über den Tod hinausgeht und das kein Grab gefangen halten kann. So regierte der Gekreuzigte vom Kreuz herab, der Engel setzte sich auf den Stein, und Jesus offenbarte sich ihnen als Lebender und sagte: »Seid gegrüßt!« (Mt 28,9). Das, meine Lieben, ist heute auch unsere Botschaft an die Welt, die Begegnung, von der wir Zeugnis geben wollen mit den Worten des Glaubens und Werken der Liebe, indem wir mit unserem Leben das „Halleluja“ singen, das wir mit unserem Mund verkünden (vgl. Augustinus, Sermo 256, 1). So wie die Frauen, die eilten, um den Brüdern die Botschaft zu verkünden, wollen auch wir heute Nacht von dieser Basilika aus aufbrechen, um allen die frohe Botschaft zu bringen, dass Jesus auferstanden ist und dass wir mit seiner Kraft, auferstanden mit ihm, ebenfalls eine neue Welt des Friedens und der Einheit gestalten können, als »eine große Zahl von Menschen und zugleich […] ein einziger Mensch, denn obwohl es viele Christen gibt, ist Christus nur einer« (Hl. Augustinus, Enarrationes in Psalmos, 127,3). Dieser Sendung weihen sich die hier anwesenden Brüder und Schwestern, die aus verschiedenen Teilen der Welt kommen und in Kürze die Taufe empfangen werden. Nach dem langen Weg des Katechumenats werden sie heute in Christus neu geboren, um neue Geschöpfe zu werden (vgl. 2 Kor 5,17) und Zeugen des Evangeliums. Ihnen und uns allen gegenüber wiederholen wir, was der heilige Augustinus zu den Christen seiner Zeit sagte: »Verkünde Christus, säe […], streue überall aus, was du in deinem Herzen empfangen hast« (Sermo 116, 23-24). Schwestern und Brüder, auch in unserer Zeit fehlt es nicht an Gräbern, die geöffnet werden müssen, und oft sind die Steine, die sie verschließen, so schwer und gut bewacht, dass es unmöglich erscheint, sie zu bewegen. Manche bedrücken den Menschen im Herzen, wie etwa Misstrauen, Angst, Egoismus, Groll; andere zerbrechen als Folge dieser inneren Belastungen die Bande zwischen uns, wie etwa der Krieg, die Ungerechtigkeit, die Abschottung von Völkern und Nationen. Lassen wir uns dadurch nicht lähmen! Viele Männer und Frauen haben im Laufe der Jahrhunderte mit Gottes Hilfe diese Steine weggerollt, vielleicht mit großer Mühe, manchmal unter Einsatz ihres Lebens, aber sie haben Früchte des Guten hervorgebracht, die uns noch heute zugutekommen. Das sind keine unerreichbaren Persönlichkeiten, sondern Menschen wie wir, die, gestärkt durch die Gnade des Auferstandenen, in Liebe und Wahrheit den Mut hatten, mit, wie der Apostel Petrus sagt, „den Worten, die Gott ihnen gibt“ (vgl. 1 Petr 4,11) zu sprechen und »aus der Kraft, die Gott verleiht«, zu handeln, »damit in allem Gott verherrlicht« werde (ebd.). Nehmen wir uns ein Beispiel an ihnen und machen wir uns in dieser heiligen Nacht ihr Engagement zu eigen, damit überall und immer auf der Welt die österlichen Gaben der Eintracht und des Friedens wachsen und gedeihen.
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