Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  3. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  4. "Vaccine Amen"
  5. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  6. Spanien am moralischen Abgrund
  7. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  8. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  9. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  10. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  11. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  12. Panik in Magdeburg
  13. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  14. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  15. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt

Orthodoxe Kirche begeht Jubiläum 1.400 Jahre "Akathistos-Hymnus"

vor 11 Stunden in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ökumenischer Patriarch Bartholomaios widmet besonderem Mariengebet eigenen Hirtenbrief und betont darin angesichts der gegenwärtigen Kriege die Friedensdimension des Hymnus.


Istanbul (kath.net/ KAP) 
Als "Meisterwerk kirchlicher Dichtung, unvergleichliches Denkmal der griechischen Sprache und kunstvoll gewobenes Werk inspirierten theologischen Denkens" hat Patriarch Bartholomaios I. den "Akathistos-Hymnus" gewürdigt. Heuer jährt sich zum 1.400. Mal die Komposition dieses Hymnus, der bei weitem nicht nur, aber besonders in der Fastenzeit einen besonderen liturgischen Platz in der Orthodoxen Kirche hat. Am Samstag der fünften Fastenwoche (heuer der 28. März) wird er im Gottesdienst zur Gänze gebetet bzw. gesungen. Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel hat dem Hymnus aus Anlass des Jubiläums heuer einen eigenen Hirtenbrief gewidmet, in dem er u.a. auch die Friedensdimension des Hymnus' hervorhebt.
Der Akathistos-Hymnus rufe jeden Gläubigen auf, wachsam zu sein und standhaft zu bleiben - in Demut und Gebet - "angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit, in diesen schweren Tagen voller Erschütterungen und kriegerischer Konflikte, die die Menschheit durchlebt", so Patriarch Bartholomaios. 


Der "Akathistos-Hymnus" sei ein stets angemessenes Gebet der Kirche zu Gott, " eine Stimme des frommen Herzens der Christen". Er sei gleichzeitig Lobpreis, Dank und Bitte und Flehen zu Gott und zur Muttergottes, "die vor Gott mütterliche Freimütigkeit besitzt und stets reichlich ihre mächtige Hilfe und ihren Schutz dem gläubigen Volk der Orthodoxen gewährt".
Der Akathistos-Hymnus preist die Muttergottes und fand unter dem Titel "Akathistos der Verkündigung" Eingang in das liturgische Leben der Orthodoxen Kirche. Der Hymnus entstand wohl im Jahr 626, nachdem die erste Belagerung Konstantinopels abgewehrt worden war. Damals wurde die Stadt von einer Koalition aus Awaren, Slawen und Persern angegriffen. Die Gläubige standen während des gesamten Dankesgottesdienstes. Daher rührt der Begriff "akathistos" - was "nicht sitzend" bedeutet. 

Gilt als älteste und schönste Mariendichtung
Der Hymnus mit dem vollständigen Titel "Akathistos an die allerheiligste Gottesgebärerin und immerwährende Jungfrau Maria" gilt weltweit als älteste und schönste Mariendichtung. Bartholomaios schreibt über den Hymnus: "Bischöfe und Priester singen ihn in Andacht. Mönche rezitieren ihn täglich, und die Gläubigen oft während des ganzen Jahres. Theologen erforschen seine hohen dogmatischen Höhen, Philologen und Literaten tauchen ein in die Tiefen seiner sprachlichen Eleganz und dichterischen Größe. Dichter und Maler lassen sich von seinen leuchtenden lyrischen Bildern inspirieren. Ikonenmaler stellen Szenen aus seinem reichen Inhalt dar. Meister der Kirchenmusik schmücken ihn mit kunstvollen Melodien." 

Die ersten beiden Teile des Akathistos (Stanzen 1-2) orientieren sich am Lukas-Evangelium und setzen mit etlichen Anrufungen der Muttergottes den Gruß des Erzengels Gabriels fort. Der dritte und vierte Teil des Hymnus (Stanzen 3-4) meditieren über das neue Schöpfungswunder der Menschwerdung aus Maria und über dessen Wirkungen durch die Zeiten.
In Istanbul fand dieser Tage ein großer internationaler Kongress aus Anlass des Hymnus-Jubiläums statt, der von Patriarch Bartholomaios eröffnet wurde.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  4. Spanien am moralischen Abgrund
  5. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  6. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  7. Panik in Magdeburg
  8. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  9. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  10. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  11. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  12. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  13. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  14. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  15. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz