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Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘

9. April 2026 in Prolife, 4 Lesermeinungen
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Auszüge aus ihrem Tagebuch zeigen die innere Zerrissenheit der damals 19-Jährigen vor und nach ihrer Abtreibung.


Washington D.C. (kath.net/LifeNews/jg)
Die US-amerikanische Schauspielerin Christina Applegate, bekannt aus Serien wie „Eine schrecklich nette Familie“ und „Dead to Me“, hat in ihrer kürzlich erschienenen Autobiografie „You With the Sad Eyes“ (dt. „Du mit den traurigen Augen“) sehr persönliche und schmerzhafte Einblicke in eine Entscheidung aus ihrer Jugend gegeben. Die heute 54-Jährige beschreibt darin, wie sie im Alter von 19 Jahren – mitten in ihrer aufstrebenden Hollywood-Karriere – ihr Kind abtreiben ließ. 

Besonders aufsehenerregend sind Zitate aus ihrem Tagebuch von 1991. Darin bezeichnet sie diese Abtreibung wörtlich als „mein Kind töten“ („killing my child“) und „Mord“ („murder“). 

Die Abtreibung ereignete sich am 13. Juni 1991, etwa drei Monate nach der Empfängnis im April desselben Jahres. Applegate war zu diesem Zeitpunkt bereits durch ihre Rolle als Kelly Bundy in der Serie „Eine schrecklich nette Familie“ einem breiten Publikum bekannt geworden. In ihrem Buch schildert sie, dass sie die Schwangerschaft zunächst als etwas Wunderbares empfand – bis die Realität ihrer beruflichen Situation und einer belasteten Beziehung sie einholte.


Auszüge aus ihrem Tagebuch zeigen ihre innere Zerrissenheit.

Zunächst schrieb sie: „Ich hatte immer das Gefühl, dass ich kein Problem damit hätte, eine Abtreibung vornehmen zu lassen, wenn ich schwanger würde, obwohl ich wüsste, dass es der falsche Zeitpunkt wäre. ‚Ach, was soll’s, es ist ja noch nicht mal ein Baby.‘ Das ist Quatsch. Dieses kleine Wesen ist unglaublich. Es gibt mir das Gefühl, ganz und geborgen zu sein …“

Kurz darauf änderte sich ihre Einstellung. Sie schrieb: „Ich bin verdammt noch mal schwanger und ich töte mein Kind am Donnerstag. Ich denke darüber nach, wo ich hingehen kann, um mich von dem Mord zu erholen…“

In einem anderen Tagebucheintrag kommt die Angst vor dem Urteil der Familie ihres Vaters zum Ausdruck „Seine Familie wird mich hassen, wenn sie herausfindet, dass ich ihr Familienmitglied getötet habe, weil sie nicht daran glauben. Aber ich kann dieses Baby nicht bekommen, weil ich Arbeit zu erledigen habe, um diese verdammte Welt zu unterhalten. Außerdem kann ich es nicht … jetzt.“

In ihrem Tagebuch findet sich auch ein Gedicht, dass sie an das ungeborene Kind, von dem sie glaubte, es sei ein Mädchen, gerichtet hat: „Hallo, kleines Wesen. Ich spüre dich in jedem Augenblick meines Tages. So ein winziges Wesen. Und doch hast du eine so immense Wirkung. Du bist ein Wunder. Ein Wunder mit winzigen Händchen. Ich liebe dich. Aber du kennst dein Schicksal. Es ist noch nicht deine Zeit. […] Ich hoffe, du wirst mir vergeben. […] Mama kann jetzt nicht bei dir sein. Aber du sollst wissen, dass sie dich liebt – mehr als jedes andere Wunder.“

Am Tag vor der Abtreibung schrieb sie: „Morgen ist der Tag. Ja, Schmerz und all die anderen Emotionen schlagen auf meine Seele ein.“ Danach schrieb sie: „Nun, es ist vorbei. Ich fühle mich ganz okay. Nur ein bisschen benebelt. Das lässt mir keine Zeit, um das zu realisieren, was ich getan habe. Was jetzt wahrscheinlich das Beste ist.“

In ihrem Buch reflektiert Applegate, die seit 2021 an Multipler Sklerose (MS) leidet, darüber, dass die damalige Entscheidung möglicherweise Spuren hinterlassen hat, die weit über das Emotionale hinausgehen. Sie schreibt, es fühle sich an, „als hätte ich in die Zukunft gesehen, in der die Rechnung für all die Schuld, das Unglück und das Trauma von meinem Körper bezahlt wird“.

 


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