Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  8. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. „Wir werden erwartet“
  11. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  12. Drei Stunden im Fegefeuer
  13. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  14. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  15. ‚Entschuldigung, aber … was?‘

Keine Einladung? Oder eher Schwierigkeiten mit Reiseerlaubnissen vom Staat?

14. Jänner 2026 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nicaragua: Kardinal Leopoldo Brenes behauptete, er sei nicht zum Konsistorium eingeladen worden – Quellen aus seinem Umfeld sagen allerdings: „Wahrscheinlicher ist, dass er eingeladen wurde, ihm aber vom Regime die Ausreise verweigert wurde.“


Managua (kath.net) Kardinal Leopoldo Brenes, Erzbischof von Managua, hatte nach einer Messe in der nicaraguanischen Hauptstadt in einem Fernsehinterview erklärt, er werde nicht am Konsistorium am 7. und 8. Januar in Rom teilnehmen, da er keine Einladung erhalten habe. „Ich habe meine E-Mails, WhatsApp und die Mitteilungen des Kardinalskollegiums regelmäßig überprüft“, behauptete er, wie die US-amerikanische Website „The Pillar“ berichtete. 

Allerdings regen sich Zweifel an dieser Darstellung. Quellen aus dem Umfeld der nicaraguanischen Bischofskonferenz teilten „The Pillar“ jedoch mit, es sei unwahrscheinlich, dass Brenes nicht zum Konsistorium eingeladen worden sei. Ein nicaraguanischer Priester sagte: „Wahrscheinlicher ist, dass er eingeladen wurde, ihm aber vom Regime die Ausreise verweigert wurde. Er wird dies jedoch nicht in den staatlich kontrollierten Medien erwähnen.“ Eine weitere Quelle aus dem Umfeld der Bischofskonferenz gab an, Brenes sei aus Angst vor dem Ortega-Regime in seiner Handlungsfreiheit eingeschränkt, insbesondere nachdem vier andere nicaraguanische Bischöfe – darunter sein Weihbischof Silvio Báez – bereits ins Exil gezwungen worden sind. Deshalb habe er auch bereits die Treffen von länderübergreifenden Bischofskonferenzentreffen versäumt. 


Das Ortega-Regime habe bereits über 20 % der Geistlichen ins Exil getrieben. Im März 2023 hatte drei aktuelle und ehemalige Seminaristen aus Managua einen Brief veröffentlicht, in dem sie Brenes dafür kritisierten, dem Regime angeblich ermöglicht zu haben, das Priesterseminar und die Diözese zu infiltrieren, um die politisch aktivsten Priester und Seminaristen der Regierung zu melden. Die Verfasser warfen dem Priesterseminar vor, dass es trotz einer Kultur des Schweigens im Seminar „Seminaristen mit Sympathien für die Sandinistische Front“ gebe, die „unsere Aktivitäten“ den politischen Behörden meldeten – was den Anschein erweckte, als würden die Seminarleiter die Anwesenheit von Regierungsspitzeln nicht thematisieren.

Nachdem dieser Brief veröffentlicht worden war, hatte ein ausländischer Priester und langjähriger Missionar in Nicaragua gegenüber „The Pillar“ erläutert: „Die Kirche hat in Nicaragua zwei Gesichter: das von Bischof Álvarez [siehe Link], der die Katholiken prophetisch mobilisieren kann, und das der nicaraguanischen Bischofskonferenz, insbesondere des Kardinals [Brenes].“
Archivfoto Kardinal Brenes (c) Erzdiözese Managua/YouTube


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Nicaragua

  1. Nicaragua: Das Ortega-Regime verbietet Priester- und Diakonenweihen in vier Bistümern
  2. Nicaraguas Regierung verbietet Kreuzweg-Prozessionen
  3. Nicaragua: Priester müssen ihre Predigten von der Polizei kontrollieren lassen
  4. Nicaragua: Rektor des Priesterseminars in Haft
  5. Nicaragua: Ortegas Regime schließt Radio Maria
  6. Nicaraguas Diktator Ortega verbietet öffentliche Kreuzwegprozessionen
  7. Nicaragua: Regierungskritischer Bischof von Polizei festgenommen
  8. Brandanschlag in Kathedrale: Vatikan fordert von Nicaragua Klärung
  9. Nicaragua: „Kirche in Not“ verurteilt Brandanschlag auf Kathedrale
  10. Managua: Mütter politischer Gefangener aus Kathedrale evakuiert







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  3. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  4. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  5. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  6. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  7. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  8. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  9. NGO nach Massaker an Christen in Äthiopien: "Welt darf nicht wegsehen"
  10. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  11. Karmelitinnen in Pennsylvania bauen von Hand ein Kloster für 1.000 Jahre
  12. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  13. „Wir werden erwartet“
  14. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  15. Uruguay: Euthanasie, Abtreibung und der Sinn des säkularen Charakters des Staates

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz