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Medjugorje: Gedenkfeiern zum 25. Todestag von P. Slavko Barbaric

24. November 2025 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Langjähriger Wallfahrtsdirektor verstarb am 24. November 2000 auf dem Kreuzberg des Pilgerortes - Religiöses Programm und Berichte von Wegbegleitern zum Jahrestag Medjugorje


Medjugorje (kath.net/KAP)

In Medjugorje wird am Montag der 25. Todestag von P. Slavko Barbaric gefeiert. Barbaric, der als Wallfahrtsdirektor zwischen 1983 und 2000 den Pilgerbetrieb des Ortes in der Herzegowina organisatorisch und spirituell maßgeblich prägte, verstarb am 24. November 2000 im Alter von 54 Jahren auf dem Kreuzberg (Krizevac) von Medjugorje, offenbar durch einen Herzinfarkt. Zum Gedenktag veranstaltet die Pfarre ein ganztägiges Programm, das den Franziskaner "als Mann des Gebets und der unermüdlichen Hingabe an die Pilger" würdigt.

Der Gedenktag beginnt mit dem Kreuzweg auf dem Krizevac, nachmittags findet in der Pfarrkirche der Rosenkranz und eine Festmesse mit dem herzegowinischen Ordensprovinzial Jozo Grbes statt. Bei einem Gesprächsabends berichten Wegbegleiter von Barbaric von dessen Leben, darunter die Franziskaner Ivan Dugandzic, Svetozar Kraljevic, der frühere Ortspfarrer Marinko Sakota und Milona von Habsburg. Das Programm wird live auf YouTube, Facebook und auf den Kanälen des Informationszentrums Mir Medjugorje übertragen, mit Übersetzungen in zehn Sprachen. Slavko Barbaric wurde 1946 in Dragicina bei Citluk geboren. 1961 trat er in den Franziskanerorden ein und absolvierte die ordensinterne Ausbildung in Dubrovnik, Visoko, Humac und Sarajevo. 1971 wurde er in Reutte/Tirol zum Priester geweiht. Von 1973 bis 1976 studierte er in Graz und Innsbruck sowie anschließend in Freiburg, wo er 1982 in Psychologie und Religionspädagogik promovierte. Parallel machte er eine psychotherapeutische Ausbildung.


Bald nach den ersten Berichten über Marienerscheinungen in Medjugorje 1981 - er lebte zu diesem Zeitpunkt im steirischen Frohnleiten - befasste sich Barbaric aus psychologisch-pädagogischer Sicht mit den jugendlichen "Sehern" von Medjugorje. Sie beschreiben die Erscheinungen als regelmäßige Begegnungen mit der Jungfrau Maria, verbunden mit einfachen Aufrufen zu Gebet, Fasten, Eucharistie, Bibellektüre und Umkehr. Barbaric kam nach anfänglicher Skepsis zur Einschätzung, die "Seher" seien authentisch und es gebe keine Hinweise auf Erkrankungen oder Täuschungsabsicht.

Mit den kommunistischen Behörden und auch den damaligen Ortsbischöfen von Mostar, die dem Phänomen kritisch gegenüberstanden, kam er in Folge immer wieder in Konflikt. Ab 1983 wirkte Barbaric in Medjugorje und wurde zum Vermittler und Übersetzer dieser Botschaften in konkrete Praxis. Er führte strukturierte Gebets- und Liturgiezeiten ein, organisierte Kreuzwege, Heilungsgebete, Fastenseminare und Kurse für Priester, Ehepaare und Pilgerbegleiter, initiierte bauliche Maßnahmen und 1989 das Jugendfestival Mladifest, das sich in den folgenden Jahrzehnten zum größten regelmäßigen Gebetstreffen Europas entwickelte. Im Zuge des Balkankriegs nutzte er seine Kontakte, um humanitäre Hilfen für die Herzegowina zu mobilisieren, gründete Hilfsinitiativen wie das "Mutterdorf" für Kriegswaisen, Alleinerziehende und sozial benachteiligte Jugendliche, rief eine Talente-Stiftung ins Leben und baute das Medienzentrum "Radio Mir Medjugorje" auf.

Entscheidend trug Barbaric zur weltweiten Bekanntschaft von Medjugorje und der Verbreitung seiner Botschaften bei, als Autor unzähliger Bücher und durch intensive Reise- und Vortragstätigkeit auf allen Kontinenten, wobei ihm auch hier seine große Fremdsprachenkenntnis zugutekam. Auch mit Österreich blieb er stets eng verbunden, hielt Seminare und trat in Medien wie der ORF-Sendung "Club 2" oder beim Wiener Familienkongress 1988 auf. In Medjugorje war er durch seine ständige Präsenz Anlaufstelle für die ständig wachsende Zahl der Pilger. Medjugorje zählt mit über zwei Millionen Besuchern jährlich zu den bedeutendsten katholischen Pilgerzielen. Nach jahrzehntelanger Prüfung des Phänomens durch den Vatikan setzte Papst Franziskus 2018 einen Apostolischen Visitator, derzeit der italienische Erzbischof Aldo Cavalli (79), als dauerhaft anwesenden Zuständigen für die Seelsorge ein. 2019 folgte die offizielle Erlaubnis der Wallfahrten, 2024 die Erklärung ("Nihil obstat"), derzufolge die der Jungfrau Maria zugeschriebenen Botschaften von Medjugorje mit der Kirchenlehre übereinstimmen. Ein offizielles Urteil über die Echtheit der laut Berichten weiter andauernden täglichen Marienerscheinungen wurde damit nicht gefällt.

Link zur Online-Übertagung des Gedenktages: https://www.medjugorje.hr/de/live-streaming

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Wirt1929 24. November 2025 
 

Pater Slavko

durfte ich in Medjugorje wie auch in Deutschland mehrmals begegnen. Für jeden nahm er sich im Gespräch geduldig Zeit. Fest im Glauben, stark in der Verkündigung des Evangeliums und ein an der Hand der Muttergottes geführter Franziskaner. Seine eucharistischen Anbetungen waren getragen von tiefer Christusliebe und seine Predigten waren stark überzeugend, ließen aber keinen Raum für träumerischübertriebenen Marienkult. Marias Worte „Was er Euch sagt das tut" waren Pater Slavko Programm. Er hat meinen Glaubensweg bis heute nachhaltig geprägt und ist für mich ein Heiliger unserer Zeit. Pater Slavko bitte für uns.


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