Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  3. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  4. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  5. "Vaccine Amen"
  6. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  7. Panik in Magdeburg
  8. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  9. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  10. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  11. Maria – Marta – Lazarus: Christus, der Freund des Lebens
  12. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  13. Zwischen Gebetswort und politischem Urteil. Der Friede und die Ordnung
  14. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  15. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!

Grünwidl: Keinen Grund, den christlichen Glauben zu verstecken

11. November 2025 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Designierter Wiener Erzbischof bei Männerwallfahrt in Klosterneuburg: Gemeinschaft und gelebter Glaube machen Kirche resilient, authentisch und wirksam


Wien (kath.net/KAP) Zum freimütigen Bekenntnis des christlichen Glaubens in der Öffentlichkeit hat der designierte Erzbischof von Wien, Josef Grünwidl, aufgerufen. "Es gibt keinen Grund, dass wir unseren Glauben verstecken. Es gibt keinen Grund für christliche Minderwertigkeitskomplexe oder kirchliche Rückzugsgefechte", sagte der vor vier Wochen vom Papst ernannte Nachfolger von Kardinal Christoph Schönborn am Sonntag in Klosterneuburg, wo er die traditionelle Männerwallfahrt der Erzdiözese Wien leitete. Auch wenn die Kirche zahlenmäßig weniger werde, "wir werden nicht weniger wichtig".

Als Grundlage für seine positive Einschätzung der Lage nannte Grünwidl das Evangelium, das "die beste Botschaft für die Welt von heute" sei: "Eine Botschaft der Hoffnung und Freude, der Liebe und des Friedens, der Gemeinschaft und der Aussicht auf Leben in Fülle." Christen sollten daher ihren Glauben nicht verstecken, sondern "mutig und stark" sein und sich in Familie, Beruf und gesellschaftlichem Leben einbringen. Der Auffassung, Glaube sei Privatsache und Religion und religiöse Zeichen sollten im öffentlichen Leben besser nicht vorkommen, erteilte der designierte Wiener Erzbischof hingegen eine Absage.


Notwendig seien "Bekenner und Zeugen des Glaubens" dann, "wenn die Kirche auch in Zukunft in gesellschaftlichen und sozialen Fragen mitreden will, wenn christliche Überzeugungen und Tugenden auch künftig die Basis für unsere Gesellschaft bleiben sollen", so Grünwidl. Ein Vorbild im gelebten Glauben sei Österreichs Landespatron Leopold III. (1073-1136), dessen Gedenktag am 15. November gefeiert wird. Die Grabesstätte des heiliggesprochenen Markgrafen ist in Stift Klosterneuburg, das von ihm gegründet wurde.

Weiters rief Grünwidl auch zu einem Einstehen für die Kirche auf, da diese "viel mehr Grund zur Dankbarkeit als zum Jammern oder Schämen" gebe. "Die Kirche ist besser als ihr Ruf", so der künftige Erzbischof. Sie sei ein "Hoffnungszeichen" und eine Gemeinschaft, die aktiv in Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe sei. "Der Glaube und die Gemeinschaft der Kirche machen uns resilient, das heißt widerstandsfähig gegen Angst, Frust und Aggression, gegen negative Kräfte, die unsere Gesellschaft spalten und polarisieren wollen", so der kürzlich ernannte Wiener Erzbischof.

Dass die seit 2000 Jahren bestehende "Lichtspur der Kirche" auch heute noch am Leuchten sei, sah Grünwidl im täglichen Wirken der Kirche in Österreich bestätigt: In den Pfarren, die ein "dichtes Netz der spirituellen Nahversorgung" seien, ebenso wie durch die Religionslehrkräfte, die Klöster, Stifte und Ordensgemeinschaften, die Privatschulen, Spitäler, Heime und Pflegeeinrichtungen sowie das Wirken der Caritas. Bei alldem gelte auch: "Nehmen wir das enorme ehrenamtliche Engagement nicht als Selbstverständlichkeit hin", sagte der designierte Erzbischof.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Versusdeum 12. November 2025 
 

Völlige Zustimmung,

auch die Warnung vor "negative[n] Kräfte[n], die unsere Gesellschaft spalten und polarisieren wollen" nach praktisch lupenreinem linkem Framing klingt. Aber genau das ist ja der Trick dabei: Man deutet Begriffe um, verkehrt sie teils sogar in ihr Gegenteil ("Toleranz"!) und viele merken es nicht und stimmen der versteckten Ideologie aus tiefster Überzeugung und in bester Absicht zu. Bestes Beipiel ist "Hass und Hetze", ein in Deutschland praktisch ausschließlich gegen nichtlinke Meinungen verwendeter Kampfbegriff. Linksextremisten und Islamisten verbreiten offensichtlich dagegen praktisch niemals "Hass und Hetze".


0
 
 MPDE 11. November 2025 
 

Intention des II. Vatikanums

Das letzte Konzil gibt uns Weltchristen genau diesen Auftrag mit auf den Weg. Wir sollen frei und auch froh unseren Glauben zeigen, uns nicht verstecken. Wir dürfen und sollen verkünden - in Wort und Tat. Und ich bin immer wieder überrascht, wie positiv die Reaktionen vieler Außenstehender ist.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  5. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  6. Panik in Magdeburg
  7. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  8. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  9. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  10. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  11. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  12. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  13. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  14. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  15. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz