Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  3. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  4. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  5. "Vaccine Amen"
  6. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  7. Panik in Magdeburg
  8. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  9. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  10. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  11. Maria – Marta – Lazarus: Christus, der Freund des Lebens
  12. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  13. Zwischen Gebetswort und politischem Urteil. Der Friede und die Ordnung
  14. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  15. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!

Kloster Knechtsteden wird an Spiritaner rückübertragen

4. November 2025 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Historischer Vertragsabschluss: Erfüllung eines Versprechens von 1895 und 1920.


Köln/Dormagen (kath.net/ pm) 
Das Kloster Knechtsteden bei Dormagen wird vom Erzbischöflichen Stuhl Köln an den Orden der Spiritaner (Kongregation vom Heiligen Geist) vollständig rückübertragen. Seit 1895 ist der Erzbischöfliche Stuhl Köln treuhänderischer Eigentümer des Klosters. Mit der notariellen Unterzeichnung am 30. Oktober 2025 in Köln wird ein seit Jahrzehnten bestehendes Treuhandverhältnis beendet – und ein bedeutendes Kapitel kirchlicher und ordensgeschichtlicher Entwicklung abgeschlossen.

Wahrung der geistlichen Nutzung und Zukunftsperspektive

Der Kirchen- und Wallfahrtsbetrieb in der Basilika bleibt weiterhin gewährleistet. Mit einem vereinbarten Nutzungsrecht zwischen dem Erzbistum und dem Orden soll die Basilika als geistliches Zentrum und Wallfahrtsort dauerhaft erhalten werden.
"Es ist ein symbolischer Neubeginn und eine Anerkennung unserer geistlichen Arbeit in Knechtsteden", betont Pater Innocent Izunwanne CSSp, Provinzial der deutschen Spiritaner. "Wir sind dankbar für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Erzbistum Köln, das diesen Schritt möglich gemacht hat."
Auch das Erzbistum Köln würdigt den Schritt als Zeichen des gewachsenen Vertrauens und der gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft des Wallfahrts- und Klosterstandorts Knechtsteden.


Geschichtlicher Rückblick: Vom Prämonstratenserkloster zum spirituellen Zentrum der Spiritaner

Das Kloster Knechtsteden blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Ursprünglich im 12. Jahrhundert als Prämonstratenserkloster gegründet, wurde es im Zuge der napoleonischen Säkularisation 1802 aufgehoben. Das Kloster Knechtsteden wechselte anschließend mehrmals den Besitzer. 1867 erwarb die Kölner Armenverwaltung das Kloster und plante die Einrichtung einer "Nervenheilanstalt". Doch ein verheerender Brand zerstörte 1869 die gesamte Anlage.
1895 erwarb der Kölner Erzbischof Philipp Kardinal Krementz die Ruine treuhänderisch für die Spiritaner, die aufgrund der Folgen des Kulturkampfes noch keine eigenen Eigentumsrechte ausüben konnten. In den folgenden Jahren wurden Basilika und Kloster wiederaufgebaut.

Während der NS-Zeit wurde die Anlage im Jahr 1941 beschlagnahmt und enteignet, doch nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten die Spiritaner zurück. Bis heute ist Knechtsteden Sitz der deutschsprachigen Provinz der Kongregation vom Heiligen Geist und beherbergt das Missionshaus, Gemeinschaftsräume, Bildungsangebote und ein Altersheim für Ordensmitglieder.
Eigentümer im Grundbuch blieb seit dem Erwerb 1895 allerdings der Erzbischöfliche Stuhl in Köln. Bereits 1920 erkannte das Erzbistum an, dass die Spiritaner faktisch Eigentümer des Klosters seien und sagte eine Rückübertragung zu – allerdings unter bestimmten Bedingungen. Mit der nun vollzogenen Übertragung erfüllt das Erzbistum Köln diese Zusage aus den Jahren 1895 und 1920. Ein 1920 vereinbartes Ankaufsrecht des Erzbistums für die Kirche wurde dabei zugunsten des Nutzungsrechts aufgegeben. Falls der Orden die Klosteranlage künftig veräußern möchte, erhält das Erzbistum ein Vorkaufsrecht.

Über die Spiritaner

Die Kongregation vom Heiligen Geist (Spiritaner) ist eine internationale Ordensgemeinschaft mit dem Schwerpunkt Mission, Bildung und Einsatz für benachteiligte Menschen. Ihr Wirken umfasst Bildungs-, Gesundheits- und Sozialprojekte in rund 60 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Weltweit gehören der Gemeinschaft etwa 2.700 Ordensmänner an, davon über 1.900 in Afrika.
Die deutschsprachige Provinz hat ihren Sitz im Kloster Knechtsteden. In Deutschland betreiben die Spiritaner daneben weitere Kommunitäten in Broichweiden bei Aachen, Weissach und Rostock. Die Förderung von missionarischer Ausbildung, spiritueller Begleitung und gesellschaftlicher Verantwortung bleibt ihr zentrales Anliegen – ganz im Geiste ihrer Gründungsväter.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  5. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  6. Panik in Magdeburg
  7. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  8. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  9. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  10. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  11. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  12. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  13. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  14. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  15. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz