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Rechenschaft ablegen. Über das wahre Gut des Lebens

21. September 2025 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Leo XIV: Alles ist Gabe. Das Evangelium ruft uns zur Verantwortung gegenüber Gott, den Menschen und der Schöpfung. Vom falschen Reichtum zur wahren Freundschaft. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Am 25. Sonntag im Jahreskreis sprach Papst Leo XIV. beim traditionellen Mittagsgebet des Angelus auf dem Petersplatz über das Evangelium vom untreuen Verwalter (Lk 16,1–13). Die Katechese stand ganz im Zeichen der Verantwortung des Christen im Umgang mit den Gütern dieser Welt und mit dem eigenen Leben.

Der Papst eröffnete seine Ansprache mit dem Hinweis, dass das Gleichnis Jesu uns nicht nur über materielle Fragen nachdenken lasse, sondern über die tiefste Gabe, die uns anvertraut ist: „Das Gleichnis, das wir heute im Evangelium hören (Lk 16,1-13), regt uns zum Nachdenken über den Umgang mit materiellen Gütern an und ganz allgemein darüber, wie wir mit dem kostbarsten Gut von allen umgehen, nämlich unserem Leben“. Dabei hob er die zentrale Dimension des Evangeliums hervor: Alles, was wir sind und haben, ist uns anvertraut, und wir werden einst vor Gott und den Menschen Rechenschaft ablegen müssen: „In der Erzählung wird ein Verwalter vom Herrn aufgefordert, ‚Rechenschaft abzulegen’. Dieses Bild vermittelt uns etwas Wichtiges: Wir sind weder die Herren unseres Lebens noch der Güter, über die wir verfügen; alles ist uns vom Herrn geschenkt worden, und er hat dieses Erbe unserer Fürsorge, unserer Freiheit und Verantwortung anvertraut. Eines Tages werden wir dazu aufgefordert werden, Rechenschaft darüber abzulegen, wie wir mit uns selbst, unseren Gütern und den Ressourcen der Erde umgegangen sind, sowohl vor Gott als auch vor den Menschen, der Gesellschaft und vor allem vor denen, die nach uns kommen werden“.


Das Gleichnis, so der Papst, führe uns vor Augen, dass der untreue Verwalter in einer entscheidenden Lebenssituation erkennen musste, wie relativ der materielle Reichtum ist: „Der Verwalter aus dem Gleichnis war nur auf seinen eigenen Gewinn bedacht, und als der Tag kommt, an dem er Rechenschaft ablegen muss und ihm die Verwaltung entzogen wird, muss er sich überlegen, was er für seine Zukunft tun soll. In dieser schwierigen Situation versteht er, dass die Anhäufung materieller Güter nicht der wichtigste Wert ist, denn die Reichtümer dieser Welt vergehen; und dann kommt ihm eine brillante Idee: Er ruft die Schuldner zu sich und ‚erlässt’ ihnen ihre Schulden, verzichtet also auf den Teil, der ihm selbst zugestanden hätte. Auf diese Weise verliert er zwar seinen materiellen Reichtum, gewinnt aber Freunde, die bereit sind, ihm zu helfen und ihn zu unterstützen“. Hier knüpfte Leo XIV. an die Worte Jesu selbst an: „Ausgehend von dieser Erzählung ermahnt uns Jesus: ‚Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es zu Ende geht!’ (V. 9)“.

Das Gleichnis, so der Papst, zeige, dass selbst ein untreuer Verwalter Wege finde, über den Egoismus hinauszugehen – und umso mehr seien Christen gerufen, das eigene Leben im Licht des Evangeliums zu gestalten: „Tatsächlich gelingt es dem Verwalter aus dem Gleichnis trotz der Verwaltung des unredlichen Reichtums dieser Welt einen Weg zu finden, sich Freunde zu machen und aus der Einsamkeit seines Egoismus auszubrechen. Umso mehr müssen wir, die wir Jünger sind und im Licht des Evangeliums leben, die Güter der Welt und unser eigenes Leben nutzen, indem wir an den wahren Reichtum denken, nämlich die Freundschaft mit dem Herrn und mit den Brüdern und Schwestern“. In einer eindringlichen Wendung rief er die Gläubigen zur Gewissenserforschung auf: „Das Gleichnis lädt uns ein, uns zu fragen: Wie verwalten wir die materiellen Güter, die Ressourcen der Erde und unser eigenes Leben, die Gott uns anvertraut hat? Wir können dem Kriterium des Egoismus folgen, indem wir den Reichtum an die erste Stelle setzen und nur an uns selbst denken. Aber das isoliert uns von anderen und verbreitet das Gift eines Wettbewerbs, der oft zu Konflikten führt. Oder wir können alles, was wir haben, als ein Geschenk Gottes anerkennen, das wir verwalten sollen, und es als Mittel des Miteinanders nutzen, um Netze der Freundschaft und Solidarität zu schaffen, um Gutes zu tun, um eine gerechtere, fairere und geschwisterlichere Welt aufzubauen“.

Am Ende vertraute der Papst die Gläubigen der Fürsprache Mariens an: „Bitten wir die Heilige Jungfrau, für uns Fürsprache einzulegen und uns zu helfen, das, was der Herr uns anvertraut, gerecht und verantwortungsbewusst zu verwalten“.

Mit dem Angelusgebet schloss der Papst die Katechese, in der er den Blick auf die Verantwortung des Menschen lenkte, die Welt als Gabe Gottes im Geist der Geschwisterlichkeit und der wahren Freiheit zu verwalten.

Foto (c) Vatican Media

 


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