Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. Es gibt keine zweite Chance mehr
  8. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  9. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  10. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  11. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  12. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  13. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  14. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  15. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen

Kardinal Duka: Papst Leo XIV. kennt die Folgen des Kommunismus

12. Juni 2025 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Prager Alt-Erzbischof im Interview: Als Ordensoberer besuchte Prevost "mindestens zehn Mal" Tschechien und setzte sich für den Wiederaufbau des Augustinerordens nach dem Kommunismus ein


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Leo XIV., der erste Papst aus den USA, ist offenbar überzeugter Antikommunist - wegen der leidvollen Erfahrung seiner Ordensgemeinschaft in Osteuropa. Dies berichtete der frühere Prager Erzbischof, Kardinal Dominik Duka (82), der römischen Tageszeitung "Il Messaggero" (Montag). Laut Duka hat der damalige Ordensobere Robert Prevost, heute Papst Leo XIV., "mindestens zehn Mal" die Tschechische Republik besucht. Als Oberer der Augustiner (2001 bis 2013) habe er sich intensiv um den Wiederaufbau des Ordenslebens nach 40 Jahren kommunistischer Verfolgung gekümmert.

Dabei habe er auch das Kloster "Svata Dobrotiva" in Zajecov besucht. In diesem historisch ersten Augustinerkloster in Böhmen seien während der kommunistischen Diktatur junge Priester, Seminaristen sowie Kleinbauern inhaftiert und bestraft worden. Bis heute werde jedes Jahr an diese Verbrechen erinnert. Duka führte aus: "Vor diesem Hintergrund versteht man besser die Haltung von Papst Leo XIV. gegenüber totalitären Regimen, seien sie nationalsozialistisch oder kommunistisch. Er kennt sehr gut das Schicksal, das die Augustiner und die Kirche und die Völker in Osteuropa in jenen Jahren durchlitten haben."


Von Papst Leo XIV. erwartet Duka, dass er sich wegen seiner klaren Haltung zum Kommunismus auch der Gender-Frage intensiv widmen werde. Zur Begründung erklärte der Kardinal, die Gender-Theorie basiere letztlich auf marxistischem Denken. Marx habe dazu aufgerufen, Natur und Gesellschaft nicht nur zu analysieren, sondern sie zu verändern. Dieses Denken sei auch die Grundlage für heutige Ansätze, die sich nicht mit der Welt als Schöpfung abfinden wollten, sondern eine neue Natur erschaffen wollten.

Zur Friedensvision des Papstes meinte der Kardinal, Leo XIV. verstehe genau, dass der russisch-ukrainische Krieg entlang einer kulturellen und religiösen Grenzlinie verlaufe und dass dort die römische und die byzantinische Zivilisation aufeinanderprallten. Jeder könne sehen, dass dieser Krieg alte Wunden wieder aufreiße und die Gefahr einer Eskalation in sich trage, bis hin zu einem Weltkrieg. Deshalb wisse der Papst, dass er die Achtung des internationalen Rechts einfordern und die Hoffnung auf Frieden stärken müsse.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  6. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  9. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  10. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  11. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  12. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  13. Das Maß vor dem Gesetz. Würde, Recht und die Grenzen der Macht
  14. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  15. Es gibt keine zweite Chance mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz