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Jesuiten gehen im Fall Rupnik auf mutmaßliche Opfer zu

29. März 2025 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Seit Jahren beschuldigen Frauen den Mosaikkünstler und früheren Jesuitenpater, er habe sie verführt und sexuell ausgenutzt


Rom (kath.net/KAP) Neue Bewegung im Fall des Mosaikkünstlers und früheren Jesuitenpaters Marko Rupnik (70), der von zahlreichen Frauen beschuldigt wird, sie verführt und sexuell ausgenutzt zu haben. Der im Jesuitenorden für den Fall zuständige "Delegat", Pater Johan Verschueren, hat laut italienischen Medienberichten vom Donnerstag einen Brief an die Anwältin der Opfer, Laura Sgro, geschickt.

Darin schreibt er, dass der Jesuitenorden erschüttert sei angesichts der Leiden der Opfer und der Tatsache, dass diesen kein Gehör geschenkt und keine Gerechtigkeit zuteil werde. Sgro bestätigte den Brief gegenüber mehreren Medien und sprach laut italienischer Zeitung "Messaggero" von einem "wichtigen Schritt", der deutlich mache, dass nun ein kirchenrechtlicher Prozess gegen Rupnik beginnen müsse.


Der für solche Prozesse im Vatikan zuständige Präfekt des Glaubensdikasteriums, Kardinal Victor Fernandez, hatte unlängst erklärt, dass seine Behörde kurz davor stehe, einen Strafprozess zu beginnen. Es sei allerdings schwierig, dafür geeignete Richter zu finden. Ein kirchenrechtliches Strafverfahren gegen Rupnik ist auch deshalb schwierig, weil die Übergriffe, die ihm zur Last gelegt worden, keine Minderjährigen betrafen.

Die Jesuiten hatten Rupnik 2023 "wegen fortwährenden Ungehorsams" aus dem Orden ausgeschlossen, weil er Auflagen ignorierte.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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