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Ukrainische Bischöfe warnen vor "ungerechtem Frieden"

26. Februar 2025 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
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In Toronto tagende griechisch-katholische Synode: Ukraine ein "Land des Kreuzwegs geworden" - Anpassung an den Krieg, jedoch ohne Resignation - Aufruf zu weiterer Solidarität


Ottawa/Kiew (kath.net/KAP) Eine ausdrückliche Warnung vor jener Art von Friedensverhandlungen für die Ukraine, die nicht auf Gerechtigkeit basieren, haben die unierten Bischöfe des Landes ausgesprochen. "Ein ungerechter Frieden ist eine zynische Farce, die zu noch größerem Unrecht führen wird", heißt es in einer Erklärung der Ständigen Synode der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche (UGKK), die derzeit in Toronto tagt. Das Schreiben, das zum dritten Jahrestag des russischen Großangriffs veröffentlicht wurde, betont den Widerstandswillen der ukrainischen Bevölkerung, würdigt internationale Unterstützung und warnt vor einem "ungerechten Frieden".

Die Synode verweist auf die massiven Zerstörungen im Land. Mehr als 3.500 Bildungseinrichtungen, über 1.200 Krankenhäuser und 670 Kirchen seien zerstört, ebenso wie unzählige Wohnhäuser, Straßen und Industrieanlagen. Doch vor allem der menschliche Verlust sei enorm: Zehntausende Tote, Verletzte und seelisch traumatisierte Menschen sowie hunderttausende Geflüchtete und Vertriebene. Besonders dramatisch sei die Situation der entführten ukrainischen Kinder, die in Russland einer Umerziehung ausgesetzt seien. Zudem gebe es religiöse Verfolgung in den besetzten Gebieten, wo bereits 67 Geistliche verschiedener Konfessionen getötet worden seien.


Die ukrainische Bevölkerung habe in den vergangenen drei Jahren gelernt, unter den Bedingungen eines umfassenden Krieges zu leben, schreiben die Bischöfe. Luftalarme, Stromausfälle und zerstörte Infrastrukturen seien Teil des Alltags geworden, doch an die Gewalt habe man sich nicht gewöhnt. "Das Böse darf weder akzeptiert noch als normal angesehen werden", so die Erklärung. Die Ukrainer seien heute stärker als am 24. Februar 2022 und seien trotz des Krieges nicht zu einer militarisierten Gesellschaft geworden. Vielmehr habe sich eine Kultur der Solidarität und Selbstaufopferung entwickelt. Millionen Menschen engagierten sich im täglichen Kampf ums Überleben, unterstützten die Streitkräfte und leisteten humanitäre Hilfe.

"Die Ukrainer sind zum Land des Kreuzwegs geworden", deuten die Bischöfe das Leid in ihrem Land aus religiöser Perspektive. Trotz der Zerstörung bestehe weiterhin eine Hoffnung auf gerechte Zukunft. "Die Ukrainer glauben an den Sieg der göttlichen Wahrheit", so die Synode. Man sei ein "Volk der Hoffnung" und glaube an die Auferstehung, sowohl im geistlichen als auch im gesellschaftlichen Sinne. "Christus ist auferstanden! Die Ukraine wird auferstehen!", schreiben die Bischöfe.

Besonderer Dank wird in der Erklärung auch den Ländern, Organisationen und Einzelpersonen ausgesprochen, die die Ukraine in den vergangenen drei Jahren unterstützt haben. Die Synode würdigt die Solidarität von Katholiken weltweit, politischen Entscheidungsträgern, Hilfsorganisationen, Journalisten und Medizinern. Gleichzeitig ruft sie zur weiteren Unterstützung auf: "Die Ukraine braucht weiterhin eure Stimmen und eure solidarische Unterstützung."

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