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Auflösung von Marko Rupniks Loyola-Kommunität verzögert sich

26. Oktober 2024 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Das Ordensdikasterium hatte im vergangenen Oktober angeordnet, die Loyola-Kommunität aufzulösen - Frist für endgültige Aufhebung der Gemeinschaft wurde verlängert - Viele der Schwestern haben bereits andere Formen des geistlichen Lebens gewählt


Triest (kath.net/KAP) Die Auflösung der durch den mutmaßlichen Missbrauchstäter Marko Rupnik gegründeten Loyola-Kommunität verzögert sich. Die für Ordensgemeinschaften zuständige Vatikanbehörde hat Mitte Oktober "in Anbetracht der Komplexität der administrativen Fragen" entschieden, die Frist für die endgültige Aufhebung der Gemeinschaft zu verlängern, wie die italienische Diözese Triest nun mitteilte. Ursprünglich sollte die Abwicklung der Schwesterngemeinschaft am vergangenen Sonntag abgeschlossen sein.


Die Verzögerung der Auflösung hat keine Auswirkung auf die noch verbliebenen Mitglieder der Loyola-Kommunität. Die Gelübde der Schwestern gälten wie angekündigt zum ursprünglichen Stichtag des 20. Oktobers als aufgelöst, heißt es in der Mitteilung des Generalvikars von Triest, Marino Trevisini. Die norditalienische Diözese ist einer der Orte, an dem die Gemeinschaft tätig war. Viele der ehemaligen Schwestern hätten bereits andere Formen des geistlichen Lebens gewählt, etwa als geweihte Jungfrau. "Die Absicht, sich in irgendeiner Weise um die Person der Gründerin zu gruppieren, verstößt jedoch gegen das Aufhebungsdekret", betonte Trevisini.

Das Ordensdikasterium hatte im vergangenen Oktober angeordnet, die Loyola-Kommunität aufzulösen. Als Grund wurden "schwerwiegende Probleme bei der Ausübung der Autorität und der gemeinsamen Lebensform" angegeben. Zuvor war die Gründerin der Kommunität, Ivanka Hosta, aufgrund ihres Leitungsstils mit Disziplinarmaßnahmen belegt worden. Aus dem Umfeld der Gemeinschaft wurden Missbrauchsvorwürfe gegen den Ex-Jesuiten Rupnik erhoben, die sich auf mutmaßliche Taten zwischen Mitte der 1980er Jahre und 2018 beziehen. Hosta soll bereits in den 1980er und 1990er Jahren von Vorwürfen gewusst, aber nichts unternommen haben. Ein kirchenrechtliches Strafverfahren gegen Rupnik ist noch nicht abgeschlossen.

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