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Papst lobt "Wunder der deutschen Einheit"

3. Oktober 2024 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
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Franziskus empfing Delegation mit Bischöfen, Politikern und dem Chor der Kapellknaben aus der Diözese Dresden-Meißen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat das "Wunder der deutschen Einheit" gelobt. Die Bibel sei voll von Beispielen, wo aus etwas Unbedeutendem mit der Gnade Gottes etwas "viel Größeres und Schöneres" entstand, als die Menschen aus eigener Kraft erreichen könnten, sagte er am Mittwoch im Vatikan. "Einen Eindruck davon bekam man im Oktober 1989, als es einigen protestantischen und katholischen Christen in Dresden gelang, sich der Polizei entgegenzustellen", so der Papst. "Es grenzte an ein Wunder, dass kein einziger Schuss fiel und auch in anderen Städten ein friedlicher Weg eröffnet wurde, den niemand für möglich gehalten hätte und der letztlich zum 'Wunder' der deutschen Einheit führte."


Franziskus äußerte sich bei einer Audienz für Bischöfe, Politiker und den Chor der Kapellknaben aus der Diözese Dresden-Meißen. "Guten Morgen!", grüßte er auf Deutsch. Den katholischen Bischof von Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers, sprach er mit "Caro fratello Vescovo" (lieber bischöflicher Bruder) an, dessen evangelischen Amtskollegen Tobias Bilz mit "caro Landesbischof". Mit dabei waren auch Sachsens Kultusministerin Barbara Klepsch (CDU) und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP).

Den Dresdner Kapellknaben, die auch beim Eröffnungsgottesdienst der Weltsynode am Mittwoch auf dem Petersplatz auftraten, dankte er für ihren Gesang. Kunst und vor allem Musik sei eine Sprache, die jeder verstehe und die Menschen herausfordern, inspirieren und aufbauen könne, so der Papst. "Manche Dinge lassen sich nur schwer in Worte fassen, und das gilt insbesondere für das göttliche Geheimnis, das weit über unsere Gedanken und Vorstellungen hinausgeht. Deshalb haben wir in Kirchen diese reiche Symbolik, die das Unaussprechliche greifbar und konkret macht: Kerzen, Weihrauch, Kunst und Musik!" Er dankte für die "wunderbare Harmonie", die an das einende Wirken des Heiligen Geistes erinnere.

"Der Welt mangelt es an Sinn, Hoffnung und Freude"

Die ökumenische Delegation forderte er auf, den Reichtum des Glaubens weiter zu tragen. "Es scheint mir, dass es dem Leben vieler Menschen heute an Sinn, Hoffnung und Freude mangelt, die die Welt nicht bieten kann. Deshalb bitte ich Sie dringend, den Sinn, die Hoffnung und die Freude des Glaubens mit allen zu teilen, mit Vertrauen und Demut", sagte Franziskus.

Den Schlusssegen erteilte er wiederum auf Deutsch. "Und beten Sie für mich, diese Arbeit ist nicht einfach!", fügte er hinzu. "Aber beten Sie für mich, nicht gegen mich!"

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: Papst Franziskus mit Dresdner Kapellknaben (c) Vatican Media


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Lesermeinungen

 veritatis 3. Oktober 2024 
 

@Domspatz_AT

Nun, dem ist nichts hinzuzufügen. Solange Wessi und Ossi geläufig sind und das noch Jahrzehnte nach der Wende, ist eher fraglich, welche Einheit da am Zerbröseln sein soll.


0
 
 Domspatz_AT 3. Oktober 2024 
 

@versusdeum

Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, den "Blockparteien" mit ihrem "Schutzwall" die Schuld an einem Verfall der deutschen Einheit zu geben. Wenn man nämlich im Jahre 2024* noch immer "Wessi" ist (und es daher auch immer noch "Ossis" geben muss), fand diese Einheit offensichtlich nie Eingang in die Haltung, Überzeugung und den Kopf.

*Die Mauer fiel am 9. November 1989, also vor sage und schreibe 35 (!) Jahren.


2
 
 Versusdeum 3. Oktober 2024 
 

Schade nur, dass eben diese deutsche Einheit

gerade zu Staub zerfällt, weil die Blockparteien mit ihrem "Antifaschistischen Schutzwall II" ein Drittel der ostdeutschen Wähler und jegliche nicht woke-linke Politik um buchstäblich jeden Preis ausgrenzen und damit das ganze Land auf allen Ebenen in den Abgrund reißen. Und nein, ich bin "Wessi".


3
 
 SpatzInDerHand 3. Oktober 2024 

Ich frage mich,

ob diesen jungen Sängern wirklich bewusst war, wem sie da die Hand geben durften. Oder war der Papst nur "schmückendes Beiwerk" für einen prominenten Chorauftritt???


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