Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  5. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  10. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  11. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  12. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  13. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  14. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  15. Papst bleibt in Bewegung: Dritter Ausflug von Castel Gandolfo aus

'But I am afraid of the big crowds and my simple talk'

28. September 2024 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein handgeschriebener Brief von Mutter Teresa vom 1. Juni 1975 verrät, dass sie sehr ungern ganz vorne auf der Bühne stand. Von Petra Knapp.


Philadelphia (kath.net / pk) Ihre Begeisterung hielt sich in Grenzen. Das zeigt ein kurzer Briefwechsel, der einer Rede voranging, die Mutter Teresa am 3. August 1976 am 41. Internationalen Eucharistischen Kongress in Philadelphia hielt.

Als die umtriebige kleine Nonne nämlich Ende April 1975 vom Erzbischof von Philadelphia, John Krol, schriftlich eingeladen wurde, eine „Hauptrolle in einem der Kongressprogramme zu spielen“, äußerte sie Bedenken, heißt es in einem Artikel des „National Catholic Register“.

In einem handgeschriebenen Brief vom 1. Juni erklärte sie: „Ich freue mich sehr, gemeinsam mit ihren Gläubigen am Eucharistischen Kongress teilzunehmen, aber ich habe Angst vor großen Menschenmengen und meiner einfachen Rede. Ich wäre sehr glücklich, wenn ich nicht sprechen müsste, aber ich überlasse es Ihnen, darüber zu entscheiden, was auch immer der Wille Jesu ist. Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie mich wissen ließen, was ich am 3. tun soll.“ (Mutter Teresa Rede war für den 3. August 1976 geplant.)


Die Antwort von Kardinal Krol ist bezeichnend: „Wir sind mit Sicherheit höchst erfreut über ihre Anwesenheit beim Eucharistischen Kongress. Ich verstehe ihr Zögern gut, eine Rede beim Kongress zu halten. Ich entsinne mich, dass Abraham, Moses, Jeremia und andere Propheten ebenso ihre Unzulänglichkeit reklamiert haben.“

„Wie die Wie die Propheten des Alten Testaments hat auch Mutter Teresa ihr Vertrauen in Jesus gesetzt“, schreibt die Autorin des Beitrags. „Ohne dieses Vertrauen hätte sie niemals Einladungen zu öffentlichen Auftritten angenommen. Das hat sie 1976 in einem Brief an Eileen Egan, eine Freundin und Vertraute und Mitbegründerin von Pax Christi USA, zum Ausdruck gebracht.“

In seinem Brief hatte Kardinal Krol die Bedeutung von „einfachen Gesprächen“ betont, die zeugnishaften Charakter haben. Solche Gespräche seien reich an theologischem Inhalt, und Mutter Teresas Rede würde auf dem Kongress diese Funktion haben. „Wir werden Vorträge von gelehrten Männern haben, aber wir brauchen dringend die Art von einfachen Vorträgen, die unser lieber Herr selbst gehalten hat“, schreibt Krol in seinem Brief. „

„Wir brauchen Vorträge, die nicht nur informieren, sondern vor allem die Liebe zu unserem eucharistischen Herrn wecken. Wir brauchen dringend die Art von Vortrag, den Sie letztes Jahr in unserer Kathedrale gehalten haben – ein Vortrag, an den sich die Anwesenden noch immer erinnern.“

Abgesehen von ihrem Widerwillen, vor vielen Menschen zu sprechen, war Mutter Teresa fasziniert vom Thema des Kongresses: „Die Eucharistie und die Hungernden der Menschheitsfamilie“. Dies entsprach genau der Vision der Missionarinnen der Nächstenliebe, der von ihr gegründeten Ordensgemeinschaft, in deren Mittelpunkt die Eucharistie steht.

Mutter Teresa sei überzeugt gewesen, „dass jeder, der wirklich in der Liebe wachsen will, zur Eucharistie und zur Anbetung zurückkehren muss“, schreibt die Autorin. „Sie verstand, dass die Eucharistie sowohl ein Opfer als auch ein Sakrament ist, das sich von anderen Sakramenten dadurch unterscheidet, dass es nicht nur Gnade hervorbringt, sondern auch die Quelle der Gnade selbst enthält – Jesus.“

Christen seien miteinander verbunden, „indem wir einander dienen und die ,Wunden‘ des anderen pflegen. Mutter Teresa sagte dazu: „Er [Christus] will uns auch ein Mittel, eine Möglichkeit geben, unsere Liebe zu ihm in eine lebendige Tat umzusetzen; er macht sich zum Hungrigen nicht nur für ein Stück Brot, sondern für die Liebe; er macht sich zum Nackten nicht nur für ein Stück Stoff, sondern für die verstehende Liebe, die Würde, die Menschenwürde; er macht sich zum Obdachlosen nicht nur für ein Stückchen Zimmer, sondern für die tiefe aufrichtige Liebe zueinander und das ist Eucharistie, das ist Jesus, das lebendige Brot, das er gekommen ist, um es mit dir und mit mir zu brechen.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 KatzeLisa 28. September 2024 
 

Es ist das "Zeugnis", das zählt.
Berichte über Konversionen und das Leben von Heiligen und Seligen stellen Nähe zu Jesus Christus her, nicht trockene, theologische Vorträge, die von wenig überzeugenden Funktionären der Kirche vorgetragen werden.


0
 
 doda 28. September 2024 

Inhalt statt Textbausteine

Wenn unsere "wichtigen" Bischöfe so sprechen würden wie Mutter Theresa ...


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  7. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  10. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  11. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  12. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  13. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  14. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  15. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz