Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  3. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  4. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  5. Tantum ergo Sacramentum
  6. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  7. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  8. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  9. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  14. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  15. US-Bischof weitet Angebot an tridentinischen Messen in seiner Diözese aus

Was aus der olympischen Idee geworden ist

31. August 2024 in Kommentar, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gegen die Darstellung des letzten Abendmahls mit Dragqueens gab es „massiven Protest, auch von Nichtchristen“. Gastkommentar von Prof. Hubert Gindert


Bonn (kath.net/Der Fels) In Paris fanden im Juli/August 2024 die olympischen Spiele moderner Zeitrechnung statt. Der Name geht auf einen griechischen Ort zurück, in dem seit 776 v. Chr. die sportlichen Wettkämpfe der griechischen Stämme stattfanden. Sie konnten nur im Frieden abgehalten werden. Dieser „Gottesfriede“ wurde von den griechischen Stämmen vereinbart. Das Ende der antiken heidnischen Spiele wurde von Kaiser Theodosius I. ausgesprochen. Die Schließung des Zeus Tempels brachte 426 n. Chr. das endgültige Aus.

Die ersten olympischen Wettkämpfe moderner Zeitrechnung fanden 1896 in Athen statt. Treibende Kraft dafür war der französische Baron Pierre de Coubertin. Nach Josef Bordat war Coubertin „ein Streiter gegen die Nebenwirkungen der Moderne, des Egoismus, des Gewinnstrebens, des Zerfalls familiärer Bindungen und traditioneller Wertvorstellungen“. Coubertin wollte dagegen die Tugenden einer Athletenreligion setzen: Leistungsbereitschaft, Chancengleichheit, Gleichheitsbewusstsein, Fairness.

Die Möglichkeiten, weltumspannende Spiele für politische Zwecke zu nutzen geschah auf der Olympiade 1936 in Berlin durch die Nationalsozialisten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die olympischen Spiele auch dazu missbraucht. Es ging den kommunistischen Staaten darum, ihr System gegenüber den „kapitalistischen Demokratien“ als gleichwertig wenn nicht sogar als überlegen in das Bewusstsein zu bringen. Ihre Athleten waren Staatsamateure. Das ursprüngliche Motiv des „Dabei sein ist alles“ war schon vorher vom Motiv des messbaren „schneller, höher, stärker“ ersetzt worden.


Der von den alten olympischen Spielen feststehende Amateurstatus der Athleten wurde ad acta gelegt. Seit den olympischen Sommerspielen in Sydney 2000 enthält der olympische Eid eine Antidopingklausel. In den Spielen des Jahres 2024 in Paris stand bereits am 30. Juli 2024 in der Augsburger Allgemeinen Zeitung (23.07.2024) der Artikel „Das Misstrauen schwimmt mit – Doping ist auch Teil dieser olympischen Sommerspiele“. Im Blickpunkt stehen elf chinesische Schwimmer, die vor drei Jahren positiv getestet und nie bestraft wurden. Das wird nicht der letzte Dopingartikel der olympischen Spiele in Paris sein.

Am Doping hängen wirtschaftliche Vorteile und der Siegeswille der Athleten. Damit ist die Frage der Gesundheit durch Sport gegeben. In jedem Fall sind Dauerhöchstleistungen wie wir sie von der Tour de France und von Triathlonmeisterschaften (schwimmen, laufen, radfahren) kennen und die Konkurrenzmaschine, welche die erste Rolle spielt, gemeint.

Was die Zuschauerschaft betrifft sind Sportereignisse, die Fortführung von „Panem et Circenses = Brot und Spiele“, die in der Dekadenz des Alten Roms, die Bürger von ihren Sorgen und Pflichten abgelenkt haben. Ist das heute anders?

Bei den Spielen 2024 in Paris wurden die Eröffnungsfeierlichkeiten zusätzlich benutzt, um das Christentum in der weltumspannenden olympischen Kampagne kulturell lächerlich zu machen. Es wurde „das letzte Abendmahl mit dreizehn Drag-queens (als Frauen verkleidete Männer) während der Eröffnungszeremonie vorgeführt“ (Kirchenzeitung Augsburg 7/2024). Es gab dazu massiven Protest, auch von Nichtchristen. Der deutsche Bischof von Passau, Stefan Oster, kritisierte den Vorgang. Die deutschen Bischöfe äußerten nach der Klarstellung des Veranstalters durch ihren Sprecher Matthias Kopp: „Diese Erklärung trägt dazu bei, die Diskussionen zu beruhigen“. Die Behauptung des olympischen Komitees, die vorgespielte Szene sei nicht eine Darstellung des Abendmahls, sondern eine Szene aus der griechischen Mythologie, sei für Kopp „nicht überzeugend“ (kath. Kirchenzeitung für Deutschland, 3./4. August 2024 Nr. 31, S. 4).

Gerhard Kardinal Müller stellte seine Meinung in den Kontext mit der französischen Revolution, er sagte: „Die völlig entmenschten Posen, mit denen bei der Inaugurationsfeier der Olympischen Spiele (LGBT-Ideologen nicht nur das letzte Abendmahl Jesu, sondern auch ihre eigene Menschenwürde verhöhnten, knüpfen offensichtlich an die Kampagne der Jakobiner zur Entchristlichung Frankreichs an … Die Woke-ideologie im Westen hat ausdrücklich atheistische Wurzeln, ist durch und durch vom Hass auf Jesus Christus geprägt und von übelster Hetze gegen die katholische Kirche zerfressen … Sie merken nicht, dass sie die Ehre Frankreichs, das als Land und Kultur alles dem Christentum verdankt, in den Schmutz haben ziehen lassen und selbst noch in einem Anfall geistiger Umnachtung daran mitwirkten …“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  4. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  5. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  6. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  7. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  8. Erzbischof von Westminster: „Wir beten für eine Neuevangelisierung Englands“
  9. Benedikt XVI. zum Fest Kreuzerhöhung: „Ein unlösliches Band zwischen Kreuz und Auferstehung“
  10. Vergebung kennt keine Grenze
  11. Papst gewährt Mexiko "Heiliges Jahr" zum Guadalupe-Jubiläum
  12. Papst reagiert auf Sex-Vorwürfe gegen Erzbischof von Rabat
  13. Hofer: Mit Franziskus gegen "angepasstes Kulturchristentum"
  14. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  15. US-Bischof weitet Angebot an tridentinischen Messen in seiner Diözese aus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz