Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  6. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  7. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  8. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  9. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  12. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  13. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  14. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  15. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“

Was aus der olympischen Idee geworden ist

31. August 2024 in Kommentar, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gegen die Darstellung des letzten Abendmahls mit Dragqueens gab es „massiven Protest, auch von Nichtchristen“. Gastkommentar von Prof. Hubert Gindert


Bonn (kath.net/Der Fels) In Paris fanden im Juli/August 2024 die olympischen Spiele moderner Zeitrechnung statt. Der Name geht auf einen griechischen Ort zurück, in dem seit 776 v. Chr. die sportlichen Wettkämpfe der griechischen Stämme stattfanden. Sie konnten nur im Frieden abgehalten werden. Dieser „Gottesfriede“ wurde von den griechischen Stämmen vereinbart. Das Ende der antiken heidnischen Spiele wurde von Kaiser Theodosius I. ausgesprochen. Die Schließung des Zeus Tempels brachte 426 n. Chr. das endgültige Aus.

Die ersten olympischen Wettkämpfe moderner Zeitrechnung fanden 1896 in Athen statt. Treibende Kraft dafür war der französische Baron Pierre de Coubertin. Nach Josef Bordat war Coubertin „ein Streiter gegen die Nebenwirkungen der Moderne, des Egoismus, des Gewinnstrebens, des Zerfalls familiärer Bindungen und traditioneller Wertvorstellungen“. Coubertin wollte dagegen die Tugenden einer Athletenreligion setzen: Leistungsbereitschaft, Chancengleichheit, Gleichheitsbewusstsein, Fairness.

Die Möglichkeiten, weltumspannende Spiele für politische Zwecke zu nutzen geschah auf der Olympiade 1936 in Berlin durch die Nationalsozialisten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die olympischen Spiele auch dazu missbraucht. Es ging den kommunistischen Staaten darum, ihr System gegenüber den „kapitalistischen Demokratien“ als gleichwertig wenn nicht sogar als überlegen in das Bewusstsein zu bringen. Ihre Athleten waren Staatsamateure. Das ursprüngliche Motiv des „Dabei sein ist alles“ war schon vorher vom Motiv des messbaren „schneller, höher, stärker“ ersetzt worden.


Der von den alten olympischen Spielen feststehende Amateurstatus der Athleten wurde ad acta gelegt. Seit den olympischen Sommerspielen in Sydney 2000 enthält der olympische Eid eine Antidopingklausel. In den Spielen des Jahres 2024 in Paris stand bereits am 30. Juli 2024 in der Augsburger Allgemeinen Zeitung (23.07.2024) der Artikel „Das Misstrauen schwimmt mit – Doping ist auch Teil dieser olympischen Sommerspiele“. Im Blickpunkt stehen elf chinesische Schwimmer, die vor drei Jahren positiv getestet und nie bestraft wurden. Das wird nicht der letzte Dopingartikel der olympischen Spiele in Paris sein.

Am Doping hängen wirtschaftliche Vorteile und der Siegeswille der Athleten. Damit ist die Frage der Gesundheit durch Sport gegeben. In jedem Fall sind Dauerhöchstleistungen wie wir sie von der Tour de France und von Triathlonmeisterschaften (schwimmen, laufen, radfahren) kennen und die Konkurrenzmaschine, welche die erste Rolle spielt, gemeint.

Was die Zuschauerschaft betrifft sind Sportereignisse, die Fortführung von „Panem et Circenses = Brot und Spiele“, die in der Dekadenz des Alten Roms, die Bürger von ihren Sorgen und Pflichten abgelenkt haben. Ist das heute anders?

Bei den Spielen 2024 in Paris wurden die Eröffnungsfeierlichkeiten zusätzlich benutzt, um das Christentum in der weltumspannenden olympischen Kampagne kulturell lächerlich zu machen. Es wurde „das letzte Abendmahl mit dreizehn Drag-queens (als Frauen verkleidete Männer) während der Eröffnungszeremonie vorgeführt“ (Kirchenzeitung Augsburg 7/2024). Es gab dazu massiven Protest, auch von Nichtchristen. Der deutsche Bischof von Passau, Stefan Oster, kritisierte den Vorgang. Die deutschen Bischöfe äußerten nach der Klarstellung des Veranstalters durch ihren Sprecher Matthias Kopp: „Diese Erklärung trägt dazu bei, die Diskussionen zu beruhigen“. Die Behauptung des olympischen Komitees, die vorgespielte Szene sei nicht eine Darstellung des Abendmahls, sondern eine Szene aus der griechischen Mythologie, sei für Kopp „nicht überzeugend“ (kath. Kirchenzeitung für Deutschland, 3./4. August 2024 Nr. 31, S. 4).

Gerhard Kardinal Müller stellte seine Meinung in den Kontext mit der französischen Revolution, er sagte: „Die völlig entmenschten Posen, mit denen bei der Inaugurationsfeier der Olympischen Spiele (LGBT-Ideologen nicht nur das letzte Abendmahl Jesu, sondern auch ihre eigene Menschenwürde verhöhnten, knüpfen offensichtlich an die Kampagne der Jakobiner zur Entchristlichung Frankreichs an … Die Woke-ideologie im Westen hat ausdrücklich atheistische Wurzeln, ist durch und durch vom Hass auf Jesus Christus geprägt und von übelster Hetze gegen die katholische Kirche zerfressen … Sie merken nicht, dass sie die Ehre Frankreichs, das als Land und Kultur alles dem Christentum verdankt, in den Schmutz haben ziehen lassen und selbst noch in einem Anfall geistiger Umnachtung daran mitwirkten …“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  8. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  9. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  12. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  13. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  14. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  15. Maria 1.0: Immer wieder Deutschland - „Deutsch-Synodale“ Reformatoren schaffen Realität

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz