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Nicaraguas Kirche leidet unter Verhaftungswelle

5. August 2024 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Acht weitere Priester sind am Freitag verhaftet worden - Keine offiziellen Angaben zu Einzelheiten und Gründen der Verhaftungen


Managua (kath.net/KAP) In Nicaragua sind am Freitag weitere Priester verhaftet worden: Insgesamt wurden acht Priester und ein Diakon verhaftet, die meisten von ihnen in der Diözese Matagalpa, wie das Portal "Vatican News" mit Verweis auf die nicaraguanische Presse berichtet. Bereits in Tagen davor sind drei Priester festgenommen worden. Die Behörden haben noch keine offiziellen Angaben zu Einzelheiten und Gründen der Verhaftungen gemacht. Diese erneute Eskalation der Verhaftungen nahm am 27. Juli mit der Verhaftung von Frutos Constantino Valle Salmeron, einem fast 80 Jahre alten Priester und Administrator "Ad Omnia" der Diözese Esteli - für die zuvor der des Landes verbannte Bischof Alvarez zuständig war - ihren Anfang.


Am 1. August, dem religiösen Festtag des heiligen Dominikus von Guzmán, wurden zwei weitere Priester verhaftet. Diese waren für die pastoralen Aktivitäten in Alavrez Diözese Matagalpa verantwortlich. Bei den verhafteten Priestern handelt es sich nach Angaben der Zeitung "Despacho 505" um: Jairo Pravia, Pfarrer der Iglesia Inmaculada Concepción; Víctor Godoy, Vikar, der Iglesia Inmaculada Concepción; Marlon Velásquez, Verwalter der Iglesia Santa Lucía; Antonio López, Pfarrer der Gemeinde Nuestro Señor de Veracruz de Ciudad Darío; Diakon Erwin Aguirre von der Kirche Nuestro Señor de Veracruz de Ciudad Darío; Raúl Villegas, Pfarrer der Kirche Nuestra Señora de Guadalupe de Matiguás; Francisco Tercero, Pfarrer der Kirche Santa Faustina Kowalska, Solingalpa; Silvio Romero, Pfarrer der Kirche San Francisco de Asís, Diözese Juigalpa.

Laut Schätzungen von Menschenrechtsaktivisten sollen seit 2018 mindestens 140 Ordensleute und 84 Priester ausgewiesen, ins Exil gezwungen oder an der Wiedereinreise gehindert worden sein. Die Diözese Matagalpa musste bereits die Verhaftung ihres Bischofs Rolando Alvarez miterleben, der im Dezember 2023 verhaftet und in einem Schauprozess zu 26 Jahren Haft verurteilt worden war. Alvarez wurde schließlich im Jänner 2024 nach Rom ausgewiesen, wo er heute im Exil lebt.

 

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