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Polnischer Kunstbischof Michał Janocha: Schändung ist ein einfaches Mittel um berühmt zu werden

1. August 2024 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Warschauer Weihbischof nach Skandal um Abendmahlsverhöhnung bei der Pariser Olympiaeröffnung: „Viele mittelmäßige Künstler spielen auf dieser Saite“ – Der Bezug zur Abendmahlsdarstellung von Leonardo da Vinci sei „zweifelsfrei“


Warschau (kath.net/pl) Aus Sicht des Warschauer Weihbischofs und KEP-Kunstbischofs Michał Janocha war die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Paris in ihrer künstlerischen Dimension vielerorts Ausdruck der Degeneration. Dabei sei „der Sport selbst außen vor geblieben, obwohl die Olympischen Spiele ein großartiges Sportereignis sind. Diese Zeremonie war einfach Kitsch. Oder noch schlimmer: eine beleidigende Provokation. Schändung ist immer ein sehr einfaches Mittel, um berühmt zu werden. Das sei die Saite, auf der viele mittelmäßige Künstler spielen.“ Das sagt Weihbischof Michał Janocha über den Bezug auf das Gemälde „Das letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2014 in Paris. Das berichtet die Polnische katholische Nachrichtenagentur KAI. Janocha ist in der Polnischen Bischofskonferenz (KEP) seit 2016 Vorsitzender des Rates für die Kultur und den Schutz des kulturellen Erbes und war zeitweise außerordentlicher Professor am Lehrstuhl für byzantinische und postbyzantinische Kunstgeschichte der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität Warschau.


Bischof Janocha betont, dass es ohne jeden Zweifel einen provokanten Bezug zum Gemälde „Das letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci gebe. Diese Assoziation sei für jeden offensichtlich, der die Kultur Europas zumindest ein wenig kenne. Der Kunsthistoriker erläutert, dass die gesamte Komposition mit dem Tisch, der zentralen Figur im Heiligenschein und der charakteristischen Gruppierung der übrigen Figuren sich auf die Darstellung des Letzten Abendmahl beziehe, das derzeit zu den meistgenutzten Bildern der Popkultur zähle.

Zu der Behauptung, die hochumstrittene Szene beziehe sich nicht auf da Vincis Darstellung, sondern auf „Das Fest der Götter“ des niederländischen Malers Jan van Bijlert aus dem 17. Jahrhundert, erläutert der Kunstkenner, dass ihn dies nicht überzeuge, denn Leonardos Gemälde seien weithin bekannt, Bijlerts Gemälde aber nur unter Fachleuten. „Die Inszenierung in Paris ist eine Mischung aus verschiedenen Werken, aber der grundlegende Bezugspunkt ist völlig klar.“

Laut Bischof Janochas fehlte der Eröffnungszeremonie ausgerechnet das Wichtigste: die durch den Sport vermittelte Botschaft der Einheit. Es seien vielmehr geschmacklose und kitschige Themen hervorgehoben worden, die außerdem Anlass zu ernster Besorgnis geben. Diese Themen seien Ausdruck einer aggressiven Ideologie, die zwar Toleranz predige, in Wirklichkeit aber voller Verachtung und Gewalt gegenüber Andersdenkenden sei. Statt Einheit bringe dies Spaltung und Ausgrenzung mit sich.

Er erinnert daran, dass es nicht möglich sei, ungestraft andere Religionen derart zu beleidigen. Besonders schmerze ihn die Tatsache, dass diese Aktion eine bestimmte Denkweise über das Christentum und die ideologische, verächtliche Haltung gegenüber dem Christentum seitens der Organisatoren der gesamten Veranstaltung widerspiegelt.

Link zum KAI-Beitrag in der katholischen Wochenzeitschrift „Niedziela“: Bp Janocha o ceremonii otwarcia Igrzysk: nie tylko kicz, ale też agresywna ideologia i nietolerancja


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