Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  6. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  9. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  10. Was auch immer Synodalität sein soll
  11. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  12. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  13. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  14. Wir können NICHT schweigen!
  15. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'

Londoner Richter: Aktivisten hätten „Grenze vom engagierten Aktivisten zum Fanatiker überschritten“

19. Juli 2024 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Fünf Klima-Aktivisten von „Just Stop Oil“ erhalten Rekordstrafen: Fünf Jahre Haft für Gründer von Extinction Rebellion, Roger Hallam, vier Jahre Haft für vier weitere Aktivisten – Berlin:Deutsche Aktivistin erhält ein Jahr vier Monate ohne Bewährung


London-Berlin (kath.net) Lange Haftstrafen erhalten fünf Klima-Extremisten wegen einer Verschwörung zur Erregung öffentlichen Ärgernisses vom Southwark Crown Court (London). Die fünf Klima-Extremisten hatten in einem Zoom-Anruf miteinander gesprochen und versucht, potenzielle Freiwillige für die Aktionen zu rekrutieren, bei denen Aktivisten an strategischen Punkten der Londoner Ringautobahn auf Portalkräne kletterten. Geplant war, die Londoner Ringautobahn mittels Verkehrsstau zu blockieren. Das berichtet der britische „Guardian“. Unter den Verurteilten ist der Gründer von Extinction Rebellion, Roger Hallam, der zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde. In dem Telefonat hatte Hallam gesagt, die Aktivisten hätten vor, „die größte Störung in der modernen britischen Geschichte“ zu verursachen, um die Regierung zu zwingen, der Kernforderung von Just Stop Oil nachzukommen, nämlich ein Ende der Öl- und Gasexploration in der Nordsee.

Richter Christopher Hehir am Southwark Crown Court die Urteile folgendermaßen: „Das Vergehen eines jeden von Ihnen Fünfen ist in der Tat sehr schwerwiegend und muss mit langen Haftstrafen geahndet werden.“ Zwar erkenne er an, „dass zumindest einige der Bedenken, die Sie motivieren, zumindest bis zu einem gewissen Grad von vielen geteilt werden. Aber die schlichte Tatsache ist, dass jeder von Ihnen vor einiger Zeit die Grenze vom besorgten Aktivisten zum Fanatiker überschritten hat. Sie haben sich selbst zum alleinigen Schiedsrichter darüber ernannt, was gegen den Klimawandel getan werden soll, und sind weder an die Prinzipien der Demokratie noch an die Rechtsstaatlichkeit gebunden. Und Ihr Fanatismus lässt Sie die Rechte Ihrer Mitbürger völlig ignorieren. Sie haben es auf sich genommen, zu entscheiden, dass Ihre Mitbürger Störungen und Schäden erleiden müssen und [zu entscheiden,] wieviele Störungen und Schäden sie erleiden müssen, nur damit Sie Ihre Ansichten zur Schau stellen können.“ Der „Guardian“ räumte dann den Kritikern dieser Gerichtsentscheidung viel Raum für ihre Gegenargumente ein.


Jüngst wurde auch in Deutschland eine Klima-Aktivistin der Gruppe „Letzte Generation“ wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Nötigung und Sachbeschädigung schuldig gesprochen. Sie wurde zu einem Jahr vier Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Das berichtete der RBB anhand von Mitteilungen einer Sprecherin des Amtsgerichts Tiergarten am Mittwoch. Die Strafe ist ohne Bewährung verhängt worden, aktuell ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

Laut Anklage hatte die Beschuldigte gemeinsam mit anderen Aktivisten in fünf Fällen für Straßenblockaden gesorgt. Sie hatte im Winter 2022/23 sich in diesen fünf Fällen auf Fahrbahnen beziehungsweise an sogenannten Verkehrszeichenbrücken festgeklebt, schildert der RBB. Außerdem habe sie gemeinsam mit anderen eine Farbattacke auf die denkmalgeschützte Fassade des Bundesverkehrsministeriums verübt – obendrein hatte die Gruppe dafür eigens ein Feuerwehrfahrzeug angemietet. Im April 2023 habe die jetzt 32-Jährige gemeinsam mit weiteren Personen Schaufenster eines Bekleidungsgeschäfts auf dem Berliner Kurfürstendamm mit orangener Farbe besprüht. Von Gerichten in Hamburg und Berlin sei die Aktivistin auch schon wegen anderer Klima-Aktionen zu Geldstrafen verurteilt worden, erläuterte die Sprecherin, was allerdings im aktuellen Prozess nicht in das Strafmaß mit einbezogen worden sei.

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  3. Papst Leo XIV. entgeht knapp einer Geldstrafe in Peru
  4. Kardinal Müller ruft zum Marsch fürs Leben 2026 in Wien auf: Über 3.000 Teilnehmer erwartet
  5. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  6. Frankreich: Über 23 Millionen Zuschauer verfolgten die Reise von Papst am Bildschirm
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  9. ‚Mundus reconciliatus Ecclesia‘ – Die Sendung der Kirche in der Welt
  10. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  11. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  12. Satire aus den USA: Ungeborene tarnen sich als Todestrakt-Häftlinge, um Schutz zu erhalten
  13. Verwandtenheirat: Darwin vs. Heilige Schrift - Die Bibel hat Recht!
  14. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz