Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  5. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  9. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  10. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  11. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  12. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  13. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet

„In einem Wahljahr sollte der Papst vernünftiger handeln“

17. Juni 2024 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der „Catholic Herald“ kritisiert das Bildmaterial, wie US-Präsident Biden seine Stirn in freundlicher Umarmung an die Stirn von Papst Franziskus legt - Dies könnte Katholiken in ihrer Wahlentscheidung beeinflussen - Mit VIDEO der Szene


Rom (kath.net/pl) „Das Bild des Treffens am Freitag, bei dem der Präsident die Stirn des Papstes in einer Art liebevoller Umarmung berührte, hat weltweite Resonanz hervorgerufen. Was denkt sich Papst Franziskus dabei?“ Das schreibt der „Catholic Herald“ in einem Kommentar zur persönlichen Begegnung von Papst Franziskus mit US-Präsident Joe Biden am Rand des G7-Gipfels zur Künstlichen Intelligenz in Borgo Egnazia im süditalienischen Apulien.

Während des aktuell laufenden Jahres der Präsidentenwahl in den USA sei es erstens „unangemessen, wenn der Papst den Eindruck einer persönlichen Freundschaft mit einem Kandidaten“ erwecke. Der oder die anonym bleibenden Kommentatoren des „Catholic Herald“ notieren, dass es ja immerhin „unwahrscheinlich“ sei, dass der Papst mit Donald Trump bei einem (freundschaftlichen) „Abklatscher“ (fist bump) gesehen werde. Der „Catholic Herald“ kritisiert, dass durch solches Bildmaterial „einige Katholiken … in ihrer Wahlentscheidung durch die Vorstellung beeinflusst werden“ könnten, „dass Präsident Biden und Papst Franziskus Freunde sind; das ist etwas, das dem Präsidenten nicht entgehen wird, so weit er [sonst] auch manchmal von der Realität entfernt zu sein scheint“.


Das zweite Problem sei, so die Kommentatoren, „dass Präsident Biden sich absolut zu einer Abtreibungspolitik bekennt, die Hunderttausende unschuldige ungeborene Leben gekostet hat und die völlig im Widerspruch zur Lehre der Kirche steht. Abtreibung ist pränataler Mord, und der Präsident hat den Zugang dazu eindeutig unterstützt, und zwar nicht nur in der frühen Schwangerschaft mit einem Fötus. Er hat versucht, Richter an den Obersten Gerichtshof zu berufen, die garantiert einen besseren Zugang zu Abtreibungen unterstützen. Er war in dieser Frage von Leben und Tod nicht einmal neutral; er war energisch und konsequent parteiisch.“

Die „Optik des Treffens“ sei: „Präsident Biden ist ein guter Freund des Papstes, und wenn er sein Amt genutzt hat, um Abtreibung zu fördern, kann der Papst damit leben.“ Papst Franziskus habe aber „in diesem entscheidenden Bereich nachweislich keinen Einfluss“ auf US-Präsident Biden „und sollte sich fragen, ob seine Politik des offenen Zugangs und des ständigen Engagements irgendetwas Wertvolles bewirkt hat“, so die scharfe Kritik des „Catholic Herald“.

Abschließend weist der Kommentar darauf hin, dass die US-Bischöfe „versuchen, den Kandidaten dieser Wahl die Bedeutung des Schutzes des menschlichen Lebens vom Beginn im Mutterleib bis zu seinem natürlichen Ende einzuprägen. Inwiefern hilft ihnen die scheinbar uneingeschränkte Billigung von Präsident Biden durch den Papst? In einem Wahljahr sollte der Papst vernünftiger handeln.“

Hintergrund: Die internationale Presse hatte teilweise – je nach eigenem politischen Standpunkt – das Bildmaterial dazu genutzt, eine starke Vertraulichkeit zwischen Papst Franziskus und Präsident Biden zu suggerieren. MSN in der englischsprachigen Ausgabe schrieb beispielsweise, dass der Papst und Biden „einen vertraulichen Moment“ miteinander geteilt hätten, „die beiden wurden gesehen, wie sie die Hände schüttelten, wobei sich ihre Stirn berührte“. Von der leicht abwehrenden Überraschung des Papstes war weder im Text noch im Bildmaterial etwas zu erkennen, das Kurzvideo der Begegnung wurde nicht gezeigt, siehe Link.

Link zum „Catholic Herald“-Kommentar: The Pope must not give credence to the radical abortion agenda of President Biden

VIDEO: Die vom „Catholic Herald“ diskutierte Szene:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  4. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  5. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus
  6. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  7. Polizei in Papst-Städtchen auf E-Bikes im Einsatz
  8. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  9. Goethes Lieblingsheiliger: Ein Meister der Freude und der Seelenschau
  10. Papst erlässt neues Verfahren zu Absetzung ostkirchlicher Patriarchen
  11. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  12. Papst Leo XIV. beruft obersten Kolumbusritter in den Vatikan
  13. Nur der Weg der Liebe ist der Weg des Lebens
  14. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift
  15. USA: Rosenkranz-Teams besuchen Altersheime

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz