Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein unvermeidliches Schisma?
  2. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  3. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  6. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  7. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  8. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  9. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  10. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  11. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  12. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  13. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  14. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  15. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien

Vatikan: Religionsfreiheit durch Urteil gegen Kardinal bedroht

21. April 2024 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Französisches Gericht hatte Abstrafung einer Ordensfrau für "geistlichen Missbrauch" wegen fehlender Rechtsgrundlage beanstandet


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Das Urteil eines staatlichen Gerichts in Frankreich gegen Kurienkardinal Marc Ouellet (79) gefährdet aus Sicht des Heiligen Stuhls das Grundrecht der Religionsfreiheit. Das teilte der Direktor des vatikanischen Presseamtes, Matteo Bruni, am Samstag auf Journalistenfragen mit. Zudem sei die Vereinsfreiheit religiöser Organisationen betroffen, ihre inneren Angelegenheiten selbstständig zu regeln.

Ein Zivilgericht von Lorient hatte laut Medienberichten unlängst in erster Instanz entschieden, der damalige Leiter der vatikanischen Bischofskongregation und weitere kirchliche Entscheider hätten im Oktober 2020 Sabine Baudin de la Valette (Ordensname Mutter Marie Ferreol, 57) ohne hinreichende rechtliche Grundlage aus einer Schwesterngemeinschaft entfernt. Dadurch sei ihr schwerer Schaden entstanden.

Die kirchlichen Stellen hatten der Ordensfrau unter anderem geistlichen Missbrauch vorgeworfen und dies in mehreren Visitationen kirchenintern überprüft. Geistlicher Missbrauch ist eine Form der seelischen Manipulation, für die es bislang weder im kirchlichen noch im weltlichen Recht Strafbestimmungen gibt.


Nach Meinung des Gerichts wurde die Frau folglich ohne Rechtsgrundlage bestraft und somit geschädigt. Die vom Gericht verhängten Schadensersatzzahlungen gegen Ouellet und die Mitbeklagten belaufen sich laut den Medienberichten auf insgesamt etwa 300.000 Euro.

In der Vatikan-Erklärung vom Samstag heißt es weiter, der Heilige Stuhl habe nur aus den Medien von dem mutmaßlichen Urteil erfahren. Ouellet sei nicht vor das Gericht geladen worden.

Ein mögliches Urteil würde nicht nur Fragen der Immunität des betroffenen Kardinals berühren, erklärte Bruni. Sollte es sich tatsächlich gegen eine disziplinarische Entscheidung in einer Ordensgemeinschaft richten, könnte dies zu einer "schweren Verletzung der fundamentalen Rechte der Religionsfreiheit" sowie der religiösen Vereinigungsfreiheit führen.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Ein unvermeidliches Schisma?
  9. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  10. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  11. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  12. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  13. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  14. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  15. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz