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Papst würdigt albanischen Kardinal Simoni, dieser sei "ein lebender Märtyrer"

15. Februar 2024 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Albanischer Priester hatte 18 Jahre im Kerker verbracht und war als 88-Jähriger zum Kardinal ernannt worden


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat den albanischen Kardinal Ernest Simoni (95) für sein Festhalten am katholischen Glauben unter schwersten Bedingungen gewürdigt. Simoni sei ein lebender Märtyrer, sagte der Papst am Mittwoch bei der Generalaudienz im Vatikan; der Kardinal saß als Gast nur wenige Meter von ihm entfernt. "Lieber Bruder, ich danke dir für dein Zeugnis. Danke", betonte Franziskus an Simoni gewandt und erinnerte an die vielen Menschen, die weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Nach der Generalaudienz tauschten sich die beiden mehrere Minuten lang aus.


Während der kommunistischen Diktatur in Albanien (1946 - 1990) hatte Simoni als Priester der Erzdiözese Shkodra 18 Jahre in Haft verbracht. Nach seiner Freilassung 1981 wirkte er im Geheimen weiter als Geistlicher. Nach dem Ende des kommunistischen Regimes schlichtete er vielfach bei Familienfehden, die in Albanien häufig blutig enden. Im November 2016 ernannte Franziskus den damals 88-Jährigen zum Kardinal. Er gehört zu den wenigen Geistlichen ohne Bischofsweihe im Kardinalskollegium.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto Kardinal Simoni (c) Wikipedia/Creative Commons Attribution 3.0 Unported/Centro Televisivo Vaticano


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