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Estland weist Oberhaupt von Moskau-treuer orthodoxer Kirche aus19. Jänner 2024 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Metropolit Eugeni (Reschetnikow), ein russischer Staatsbürger, ist laut Behörden ein "Sicherheitsrisiko" für Estland
Tallin (kath.net/KAP) Wegen seiner Äußerungen zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine muss Metropolit Eugeni (Reschetnikow), Oberhaupt der "Estnisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats", Estland verlassen. Wie Polizei und Grenzschutz in dem baltischen Land am Donnerstag laut APA mitteilten, wird die Aufenthaltsgenehmigung des russischen Staatsbürgers nicht verlängert. Er muss demnach vor dem 6. Februar ausreisen.
Die Äußerungen des Metropoliten stellen laut den Behörden ein "Sicherheitsrisiko" für Estland dar. "Seine öffentlichen Handlungen und Äußerungen unterstützen den Aggressor und er hat sein Verhalten trotz Warnungen nicht geändert", sagte ein Vertreter des Grenzschutzes. Die Entscheidung richte sich gegen eine bestimmte Person und nicht gegen die Mitglieder der estnisch-orthodoxen Gemeinschaft des Moskauer Patriarchats, betonte er. 
Zahlreiche estnische Politiker hatten schon im Jänner 2023 die Ausweisung des Metropoliten gefordert, nachdem dessen Kirche gemeinsam mit der kremlfreundlichen politischen Bewegung Koos ein gemeinsames Gebet "für den Frieden" angekündigt hatte. Ein hochrangiges Mitglied dieser Bewegung wurde nach einem Besuch in den von Russland besetzten Teilen der Ukraine festgenommen; es laufen Ermittlungen wegen Landesverrats.
Konkurrierende orthodoxe Kirchen
Orthodoxe Christen machen in Estland etwa 16 Prozent der Bevölkerung aus. Es gibt zwei miteinander konkurrierende orthodoxe Kirchen: die "Estnische Apostolische Orthodoxe Kirche", zu der die relativ wenigen orthodoxen Gläubigen estnischer Nationalität gehören und die dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel angehört, sowie die größere "Estnisch-Orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats", die die vielen russisch- und ukrainisch-stämmigen Gläubigen vereint, wobei letztere sich zum Teil bereits von dieser Kirche abgewendet haben.
Nach der Unabhängigkeit Estlands wurden die orthodoxen Gemeinden des Landes 1923 vom Moskauer Patriarchat gelöst und als Estnische Orthodoxe Kirche dem Ökumenischen Patriarchen unterstellt. Als Estland nach dem Zweiten Weltkrieg Teil der Sowjetunion wurde, wurde die orthodoxe Landeskirche 1944 faktisch wieder dem Moskauer Patriarchat unterstellt, was erst 1978 von Konstantinopel notgedrungen legitimiert wurde. Die Estnische Orthodoxe Kirche bestand nur in der Emigration fort.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der Wiedergewinnung der Unabhängigkeit bemühten sich die orthodoxen Esten um die Wiederherstellung ihrer Landeskirche und deren staatliche und kirchliche Anerkennung. Die staatliche Anerkennung erfolgte 1993, die kirchliche Anerkennung 1996, als der Ökumenische Patriarch Bartholomaios erklärte, dass die 1923 ausgesprochene Anerkennung der Estnischen Orthodoxen Kirche wieder in Kraft sei. Das Moskauer Patriarchat legte dagegen scharfen Protest ein.
Im vergangenen September besuchte Patriarch Bartholomaios Estland. Offizieller Anlass war das 100-Jahr-Jubiläum der unabhängigen estnischen Orthodoxie. Der Patriarch nütze den Besuch auch, um die Strukturen der unabhängigen Kirche zu festigen und sie gegenüber der Russisch-orthodoxen Kirche zu stärken.
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Lesermeinungen| | SCHLEGL 20. Jänner 2024 | | | | @Umkehrer Nun die Massendemonstrationen in Deutschland gegen die AfD sprechen schon eine andere Sprache! Das sind doch nicht alles Kommunisten und Linke?
Als einer der Seelsorger der ukrainisch-griechisch-katholischen Kirche (seit 1975) bemerke ich auch mit Sorge, dass die rechtspopulistische AfD gegen die Unterstützung der Ukraine und damit an der Seite Russlands und Putins steht!
Abgesehen davon hat uns dieses rechtsradikale Treffen in der BRD, dessen Teilnehmer und Inhalte jetzt Stück für Stück ans Licht kommen,sehr verstört. Es gibt meines Erachtens weder in Deutschland, noch in Österreich eine politische Partei, welche christliche Positionen durchgehend unterstützt. So mancher Christ wird vielleicht gar nicht zur Wahl gehen, oder das kleinste Übel wählen, einen anderen Weg sehe ich nicht. |  2
| | | | | Everard 20. Jänner 2024 | | | | Den Sog. „Frieden“, Welchen Präsident Putin und seine hochgefährlichen Handlanger im Westen (AfD, FPÖ et al) wünschen ist nichts anderes als die vollständige Abwicklung der Ukraine. Wieder zeigt sich, dass Moskau mit geringstem Aufwand versteht seine lügnerische Propaganda zu verbreiten. Estland hat deswegen richtig gehandelt. |  2
| | | | | Umkehrer 20. Jänner 2024 | |  | Schlegl an Chris2 sehr geschätzer Herr Schlegl,
mit großen interesse habe ich seit einigen Jahren Ihre Beiträge gelesen. Fast immer stimme ich Ihnen zu.
Noch niemals habe ich eine rechts- oder linksradikale Partei in D gewählt oder befürwwortet. Vielleicht aber unabsichtlich doch. Denn ich habe erst spät erfahren, dass ich mit der KGB-Marionette und Ex-FdJ-Sekretärin tatsächlich eine linksradikale Person gewählt und damit die Umwandlung der Volkspartei CDU in eine SED-Nachfolgpartei unterstützt habe. In beratender Funktion komme ich täglich in Haushalte des Mittelstandes. Sehr viele ehrliche und rechschaffene Bürger sehen leider gar keine Alternativen in den bisherigen Parteien wie GRÜNE, GELBE, ROTE und SCHWARZE..... Man kann das teilweise sogar gut verstehen.
Wie Sie nun allerdings die AFD im gesamten und einzelnen als rechtsradikal diffamieren, ist schlichtweg HETZE und üble Nachrede. BILD und SPIEGEL-Niveau. So kenne ich Sie nicht ! Schade.
Extreme Ausreißer gibt es wohl in jeder Partei. |  2
| | | | | SCHLEGL 19. Jänner 2024 | | | | @Chris2 Sie kommentieren wirklich viele Beiträge, haben aber von manchen Hintergründen wenig Ahnung!
Schon einmal etwas von "Pax sowjetica" gehört?
1968 wurden nicht weniger Jugendliche zu Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg und die USA (die wirklich auch viele politische Fehler begangen hat) verführt. Man nennt das sowjetische Desinformation. Jetzt haben wir durch den ehemaligen KGB Agenten Wladimir Putin und seine Helfershelfer eben eine putinistische Desinformation.
Diese wirkt zum Beispiel in Deutschland bei der rechtsradikalen AfD,die ähnlich wie Viktor Orban Putin unterstützt. Ganz ähnlich ist unsere unmögliche FPÖ, in der sich eine große Anzahl NS Sympathisanten befindet. Natürlich sind die auch gegen die Ukraine und für den Weg Putins. |  2
| | | | | Chris2 19. Jänner 2024 | | | | Habe ich mich verlesen, oder haben "zahlreiche estnische Politiker ... die Ausweisung des Metropoliten gefordert, nachdem dessen Kirche gemeinsam mit der kremlfreundlichen politischen Bewegung Koos ein gemeinsames Gebet 'für den Frieden' angekündigt hatte."
Ein gemeinsames Gebet? Ich hoffe, inzwischen gibt es wirklich handfestere Gründe für diesen massiven Eingriff in die Religionsfreiheit. |  2
| | | | | SCHLEGL 19. Jänner 2024 | | | | Der Metropolit von Estland Nachdem die orthodoxe Kirche von Estland schon einmal autokephal war und diese Autokephalie nur durch die sowjetische Expansion ins Baltikum unterdrückt wurde, ist doch wohl klar, dass der Metropolit, der relativ alt ist, noch vom KGB erzogen worden ist und seine Weihe zum Bischof vom KGB unterstützt wurde. Völlig zu Recht hat die Regierung diesen Mitarbeitern Putins des Landes verwiesen.
Ich kann nur hoffen, dass die österreichischen Behörden, insbesondere das Kultusamt, die Tätigkeiten des russisch-orthodoxen Bischofs von Österreich und seines Klerus genau beobachten! In einem ORF Interview haben sich nämlich ein Großteil der russischen Gläubigen hinter die Aggression gegen die freie Ukraine gestellt! |  2
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