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Ex-Jesuit Marco Rupnik darf künftig wieder als Priester arbeiten

26. Oktober 2023 in Aktuelles, 12 Lesermeinungen
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Rupnik gilt derzeit als unschuldig, obwohl er von etwa 25 Frauen (vorwiegend Ordensfrauen) des sexuellen bzw. geistlichen Missbrauchs beschuldigt worden ist und der Jesuitenorden ihn deshalb rausgeworfen hatte.


Rom (kath.net) Marko Ivan Rupnik, der „wegen fortwährendem Ungehorsam“ vom Jesuitenorden ausgeschlossene Mosaikkünstler, hat die Erlaubnis erhalten, in den Priesterdienst in der Diözese Koper in seiner slowenischen Heimat zurückzukehren. Er wurde jetzt in diese Diözese inkardiniert. Das berichtete der „Catholic Herald“. Es steht zu vermuten, dass Bischof Bizjak, der der Diözese Koper vorsteht, seine Vorgehensweise mit dem Apostolischem Nuntius in Slowenien, Bischof Jean-Marie Speich, dem Kirchenrechtler Giacomo Incittii und dem Bischofsvikar von Rom, Kardinal Angelo De Donatis, besprochen hat. Zuvor war Rupnik als ehemaliger Ordenspater ohne zuständiges Bistum gewesen, was ein kirchenrechtlich schwieriger Zustand war. Rupnik ist von etwa 25 Frauen (vorwiegend Ordensfrauen) des sexuellen bzw. geistlichen Missbrauchs beschuldigt worden. Nuntius Speich lobte jedenfalls die Entscheidung, Rupnik in Slowenien zu inkardinieren, und nannte sie eine „hervorragende Lösung“. Er rechne nicht mit weiteren Schwierigkeiten, „weil es ohnehin keine Verurteilung gab“, so der „Catholic Herald“.


Rupnik kann offenbar alle priesterlichen Dienste jetzt wieder ohne Auflagen ausüben. Die „never ending story“ um Rupnik (siehe Link) hat damit ein weiteres Kapitel bekommen, das den Raum zu Spekulationen eröffnet, ob der Vatikan versucht, den Mosaikkünstler zu rehabilitieren.


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