Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  9. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  10. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  11. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  12. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  13. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  14. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  15. Neuer Hirtenstab für Papst Leo XIV. betont die Auferstehung

„Das tabuisierte Verbrechen, es wird entkriminalisiert: Die massenhafte Tötung ungeborener Kinder“

12. Juli 2023 in Prolife, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Weltweit ist Abtreibung Todesursache Nr. 1, ihre Zahl ist höher als jene „der Todesopfer aller Kriege, Armut, Hunger, Krankheiten, Naturkatastrophen“. Gastkommentar zum Ausstieg der EKD aus der „Woche für das Leben“ von Hartmut Steeb


Stuttgart (kath.net) Der Grund für die 1991 von der Deutschen Bischofskonferenz eingerichtete jährliche Themenwoche war die damals drohende weitere Liberalisierung der Abtreibung. Der »Schutz des ungeborenen Kindes« war das Thema. Es ging um die Menschen, die am meisten Fürsprache und Einsatz Dritter benötigen, weil sie sich nicht im Geringsten gegen ihre Vernichtung wehren können, getreu der biblischen Aufforderung: „Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind“ (Sprüche 31,8). Leider wurde die Fokussierung auf das Hauptthema bald aufgegeben. Dabei ist doch klar: Die Zahl der Todesopfer aller Kriege, Armut, Hunger, Krankheiten und Naturkatastrophen wird weit übertroffen durch das in unserer Welt tabuisierte Verbrechen, die massenhafte Tötung ungeborener Kinder. Jährlich 100.000fach in Deutschland. Die Weltgesundheitsbehörde geht von jährlich 73 Millionen aus. Dazu muss man wissen: Ca. 60 Millionen Menschen sterben jährlich nach ihrer Geburt sterben, im Laufe ihres langen Lebens. Aber im Jahr vor ihrer Geburt werden 73 Millionen durch bewusste Tötung daran gehindert, das Licht der Welt zu erblicken. Mit Gewalt! Es gibt keine schlimmere Menschenrechtsverletzung als die Tötung Ungeborener. Und nun will die Bundesregierung auch noch gerne die „Ent-kriminalisierung“ dieser Tötungsdelikte. So, als ob man Probleme dadurch beheben könnte, dass man sie einfach leugnet. Anstatt das Thema endlich aktiv anzugehen und eine Generalmobilmachung für das Recht jeden Menschen auf Leben anzugehen und das noch mehr drohende Unrecht ins Bewusstsein zu rücken, kündigt die EKD ihre Mitträgerschaft dieses sehr bescheidenen Beitrags. Man will ihr mit dem Kirchentagsmotto zurufen „Jetzt ist die Zeit!“. Nicht nur für eine Woche des Lebens.


Angesichts der realen Bedrohung bräuchten wir ein Jahr des Lebens, an dem angesichts der öffentlichen Diskussion um den weiteren Abbau des Schutzes des Lebens, nun kräftig das Recht jedes Menschen auf Leben thematisiert wird, auch der Ungeborenen! Woche für Woche! Und falls dies nicht geschieht bleibt zu hoffen, dass jetzt wenigstens die Katholische Kirche zum wichtigsten gesellschaftlichen Thema zurückkehrt. Statt dem Ausschluss von Lebensrechtsgruppen bei Katholiken- und Kirchentagen könnte man sie einladen, die Woche des Lebens aktiv mitzugestalten.

Hartmut Steeb (siehe Link) ist landeskirchlich-evangelischer Christ. Der Vater von 10 Kindern war bis zu seiner Pensionierung Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz. Er war Mitbegründer des Bundesverbands Lebensrecht, zuletzt stellvertretender Vorsitzender bis 2022. Bis 2022 war er auch Vorsitzender des Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  9. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  10. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  13. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  14. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  15. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz