Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  2. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  5. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  6. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  7. Beschließen ohne zu entscheiden?
  8. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  9. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  10. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  11. Der stumme Gott unserer Zeit
  12. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  13. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  14. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

„Shame on you“: Wer braucht solche Bischöfe?

30. März 2023 in Kommentar, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Bätzing und Overbeck sind die ersten schismatischen Bischöfe der deutschnationalen Kirche; weitere folgen ohne Zweifel nach, auch wenn nach Abberufung von Bode nun ein vehementer Verfechter des Synodalen Weges ausgeschieden ist“. Von Joachim Heimerl


Linz (kath.net/joh) Vor kurzem eröffnete Kardinal Marx eine Ausstellung des Freisinger Diözesanmuseums. Dass diese der „Verdammten Lust“ gewidmet ist und sich mit „Kirche, Körper und Kunst“ befasst, ist weder originell noch erstaunlich: Derzeit setzt sich die Kirche in Deutschland so obsessiv mit Sexualität auseinander, dass man meint, es gäbe kein anderes Thema mehr.

Dass derlei aber nur dazu bestimmt ist, die Lehre der katholischen Kirche infrage zustellen, zeigt wiederum die Ansprache, die Kardinal Marx bei dieser Gelegenheit hielt: Darin bekannte er sich zu einer angeblichen „Vielfalt der Geschlechter“, die freilich im Gegensatz zur katholischen Anthropologie steht und die von Papst Franziskus als „teuflisch“ verurteilt wurde.

Darüber hinaus betonte Marx, dass die „Lustfeindlichkeit“ der katholischen Moral lediglich als unseliges Werk „zölibatärer Männer“ zu verstehen sei und deshalb „weiterentwickelt“ werden müsse. Mit anderen Worten: Marx wünscht die völlige Aufgabe des kirchlichen Lehramts; das sechste Gebot soll quasi aufgehoben werden, Bibel hin, göttliche Offenbarung her. Was für Marx zählt, ist eben nur die „verdammte Lust“. Wohl deshalb hat er sich vor Jahresfrist im „Stern“ als „sexueller Mensch“ geoutet. Seitdem ist jedem klar: Der Kardinal ist in eine Schräglage geraten. Ein Bischof, der gegen den Zölibat wettert und libertine Lust predigt, ist nämlich nicht nur unglaubwürdig, sondern schlichtweg peinlich; im Grunde ist er nur noch eine Karikatur. Wer Marx in Freising hörte, schämte sich für diesen Bischof fremd.


In Österreich liegen die Dinge inzwischen kaum anders: Was Marx vormacht, macht der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler nach. Zwar poltert er nicht wie Marx, fällt dafür aber zunehmend durch umstrittene „Kunstinstallationen“ auf.

Nun ging Glettler aber doch zu weit: Er ließ in der Innsbrucker Spitalskirche ein Fastentuch aufhängen, das über dem Tabernakel ein von einem Kondom umfangenes Schweineherz zeigte.

Auch wenn Glettler behauptete, die Darstellung beziehe sich keineswegs auf das Herz Jesu, entschärfte dies die landesweite Entrüstung nicht: Immerhin lies der äußere Rahmen gar keine andere Kontextualisierung zu, erst recht nicht in Tirol, das bekanntlich dem Herzen Jesu geweiht ist. Während Kardinal Marx schon gewohnheitsmäßig Häresien verkündet, toppte Bischof Glettler dies mit einem veritablen Sakrileg.

Immerhin erklärte er sich schließlich bereit, das „Fastentuch“ vor dem Palmsonntag abhängen zu lassen, das heißt aber nur eine Woche früher als geplant. Von Einsicht fehlt bei diesem Bischof jede Spur. Im Gegenteil: In einer Aussendung des Bistums schob er den schwarzen Peter „Gemütern in gewissen Kreisen“ zu, die er wohl für zu „fromm“ und für zu wenig „kunstsinnig“ hält. Kurz und gut: Glettler stilisierte sich als Opfer bigotter Banausen. Anstatt sich zu entschuldigen hat er die Gläubigen damit gleich doppelt verhöhnt: „Shame on you!“

Das Schlimme ist: Typen wie Marx und Glettler sind überall; sie sind keine Ausnahmen, sondern ein Symptom für den Verfall des derzeitigen Episkopats. „Was ist nur mit diesen Bischöfen los?“, mag man sich voll Entsetzen fragen, und dies erst recht, wenn man an die letzte Sitzung des „Synodalen Wegs“ in Deutschland denkt.

Die antikatholische Kampfveranstaltung hat neben einer Fülle lehramtswidriger Dokumente schlussendlich ja vor allem eins hervorgebracht: Fast kein deutscher Bischof fühlt sich dem kirchlichen Lehramt verpflichtet; die vorgebliche Gemeinschaft mit dem Papst ist nur noch heiße Luft!

Dass sich einige Bischöfe bei den „synodalen“ Beschlussfassungen enthalten haben, verschlägt dabei nichts; schon die alten Römer pflegten zu sagen: „Qui tacet, acclamat – wer schweigt, stimmt zu“. Bischöfliche Verantwortung sieht anders aus.

Mittlerweile sehen die ersten Bischöfe jedoch allen Ernstes den „Synodalen Weg“ als das eigentliche „Souverän“ der „deutschen Kirche“ an: Nach dem DBK-Vorsitzenden Bischof Bätzing (Limburg) setzt deshalb nun auch Bischof Overbeck (Essen) die „Synodalbeschlüsse“ konsequent um. Spätestens mit der offiziellen Segnung gleichgeschlechtlicher und geschiedener Paare entfernen sie sich damit aus der Gemeinschaft der Kirche; Gleiches gilt für die Zulassung der rituellen Laientaufe und der Laienpredigt während der Messe, die beide im Gegensatz zur kirchlichen Lehre und Praxis stehen.

Bätzing und Overbeck sind so die ersten schismatischen Bischöfe einer neuen deutschnationalen Kirche; weitere folgen ihnen ohne Zweifel nach, auch wenn nach der Abberufung von Bischof Bode (Osnabrück), nun ein vehementer Verfechter des Synodalen Weges aus der Bischofskonferenz ausgeschieden ist.

Doch welcher Katholik braucht solche Bischöfe? Ich brauche sie nicht, und ich denke, verehrte Leser, Sie brauchen sie auch nicht! Mit solchen Bischöfen haben wir als römische Katholiken nichts zu tun.

Dr. Joachim Heimerl (siehe Link) ist Priester und Oberstudienrat.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  5. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  11. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  12. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  13. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  14. Beschließen ohne zu entscheiden?
  15. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz