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Klaus Maria Brandauer nennt Dietrich Bonhoeffer Glaubensvorbild

19. März 2023 in Kultur, 4 Lesermeinungen
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Vielfach ausgezeichneter Schauspieler über den von Nazis ermordeten evangelischen Theologen: "Wenn man die Briefe liest, die er seinen Eltern, aber vor allen Dingen auch seiner Verlobten geschrieben hat, dann ist man unglaublich beeindruckt."


Wien (kath.net/KAP) Der Schauspieler und gläubige Katholik Klaus Maria Brandauer hat in dem evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer ein Vorbild im Glauben gefunden. Es sei "sicherlich nicht jedermanns Sache, dass man sich dem Unrecht, dem Verbrechen entgegenstellt", sagte er über den 1945 von den Nazis ermordeten Widerstandskämpfer. Genau das habe Bonhoeffer immer wieder getan und sei dafür lange eingesperrt und wenige Tage vor Ende des Krieges hingerichtet worden. "Wenn man die Briefe liest, die er seinen Eltern, aber vor allen Dingen auch seiner Verlobten geschrieben hat, dann ist man unglaublich beeindruckt und vor allem mit der Frage konfrontiert: Hätte ich das auch zustande gebracht?", so Brandauer im Interview der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" (16. März).


Mit einer Benefiz-Lesung von Texten des Vertreters der lutherischen Bekennenden Kirche unterstützt der vielfach ausgezeichnete österreichische Mime demnächst das Hilfswerk des Franziskanerordens "Franz Hilf". Brandauer tritt am 23. März in der Wiener Franziskanerkirche (Franziskanerplatz 4, 19.30 Uhr) zugunsten ukrainischer Flüchtlinge auf. Musikalisch begleitet wird er dabei vom Solo-Cellisten der Wiener Philharmoniker, Franz Bartolomey.

"Ich bin gern bei der Firma"

Ein Text Bonhoeffers sei ihm sofort in die Augen gesprungen, sagte Brandauer: "Ich möchte glauben lernen." Ausgewachsen in einer katholischen Familie im Salzkammergut habe er gelernt, "mit dem lieben Gott umzugehen ... Wenn man älter wird, beschäftigt man sich damit, dass es Menschen gab, die ihren Glauben nicht nur gelebt haben, sondern ihn auch richtig verstanden haben". Ob er wie Bonhoeffer bis zur letzten Konsequenz gegangen wäre, wage er nicht zu behaupten. Jedenfalls sei der Pastor "ein großartiges Beispiel, dass man seinen Glauben hochhalten muss". Er sei jedenfalls froh, aufgrund der Gedanken Bonhoeffers seinen Glauben zu vertiefen.

Brandauer erzählte, er genieße die Liturgie, versuche die Gebote beachten und schätze das Brauchtum rund um Weihnachten und Ostern. "Es ist schön, mir gefällt das, aber es gibt etwas darüber hinaus." Er sei manchmal stundenlang vor dem Altar gekniet und habe einfach versucht, Gewissenserforschung zu machen. "Ich gehe gerne in die Kirche. Herrlich ist, wenn dort gesungen wird, und noch herrlicher, wenn es ein enorm großer Dom ist. Das macht große Freude", sagte Brandauer. Zu Kardinal Christoph Schönborn habe er bei einer Begegnung an der Universität einmal gesagt: "'Ich bin gern bei der Firma.' Ich hatte große Lacher in der Runde. Aber ich glaube, der Kardinal hat es damals richtig verstanden."

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto: Bonhoeffer im Gespräch mit seiner Zwillingsschwester Sabine Leibholz


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Lesermeinungen

 PXX 20. April 2023 
 

Überzeugend

Ein in jeder Hinsicht überzeugender Glaubenszeuge. Er würde auch heute noch nie dem Zeitgeist folgen.


1
 
 723Mac 19. März 2023 
 

Dietrich Bonhoeffer war Vorbild im Glauben

selbst für Joseph Ratzinger

Dietrich Bonhoeffer war auch vom Sinn des Lebensschutzes überzuegt

Die Nachfolge von Bonhohoeffer gehört ohne Zweifel zu den besten christlichen deutschsprachigen BÜcher überhaupt


1
 
 Chris2 19. März 2023 
 

"Von guten Mächten wunderbar geborgen,

erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag"
Letzte Strophe eines wunderbaren Gedichts von Dietrich Bonhoeffer, verfasst in Gestapo-Haft als letzter erhaltener theologischer Text vor seiner Hinrichtung. So sieht Gottvertrauen aus...


1
 
 Hängematte 19. März 2023 
 

Das ist eine schöne

Sonntagssnachricht. Ich freue mich riesig


3
 

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