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Papst verteidigt seine "Reformpolitik"

14. März 2023 in Aktuelles, 15 Lesermeinungen
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Franziskus weist in Interview zum 10. Jahrestag seiner Papstwahl Vorwürfe von Alleingängen zurück.


Rom (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat seine Reformpolitik gegen Vorwürfe von Alleingängen verteidigt. Was er in den zehn Jahren seiner bisherigen Amtszeit getan habe, sei nichts anderes als die Umsetzung von Forderungen der Kardinalsversammlungen anlässlich des Konklaves 2013, sagte er in einem am Wochenende veröffentlichten der italienischen Zeitung "Il Fatto Quotidiano". Er sprach von einer "synodalen Arbeit", bei der auch katholische Laien zu Gehör gekommen seien. Am Montag jährt sich die Papstwahl des Argentiniers zum zehnten Mal.

Franziskus, dem Kritiker teils zu liberale Haltungen und eine Missachtung des eigenen Leitungsapparats vorwerfen, erinnerte an die Einrichtung eines Kardinalsrates einen Monat nach seiner Wahl. Dieses von ihm berufene Beratungsgremium habe "die ganze Kirche angehört; und wenn ich sage 'Kirche', meine ich nicht nur das eine Prozent Priester, sondern die Laien". In dem Zusammenhang verwies Franziskus auch auf die Beteiligung von Laien am Leben der Kirche, wie sie das Zweite Vatikanische Konzil mit einem Dekret von 1965 festschreibt.


Nach eigenem Bekunden machte sich Franziskus das zu eigen, was sein Vorgänger Benedikt XVI. beim Amtsantritt am 24. April 2005 als sein "Regierungsprogramm" bezeichnet hatte: Demnach gehe es darum, "nicht meinen Willen zu tun, nicht meine Ideen durchzusetzen, sondern gemeinsam mit der ganzen Kirche auf Wort und Wille des Herrn zu lauschen und mich von ihm führen zu lassen, damit er selbst die Kirche führe in dieser Stunde unserer Geschichte".

Zu internen Spannungen sagte Franziskus, die Kirche sei "kein Orchester, in dem alle den gleichen Part spielen". Schwierigkeiten hätten ihn in den vergangenen zehn Jahren nie um den Schlaf gebracht. "Manchmal lese ich völlig erfundene Darstellungen. Die Dinge sind oft sehr viel einfacher, als sie von außen scheinen", so der Papst.

Seine 2022 abgeschlossene Kurienreform stellte er in eine Reihe mit ähnlich umfassenden Erneuerungen 1967 unter Paul VI. nach dem Konzil und 1988 unter Johannes Paul II. "Es war eine wirklich kollegiale Arbeit", sagte Papst Franziskus.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Chris2 15. März 2023 
 

@Stephaninus

Sicher, der Aufruf, an die Ränder zu gehen, ist in unseren satten Kirchen dringend nötig. Doch es muss immer klar sein, dass man Menschen, die man im Elend der Sünde abholt, nicht auf Dauer einfach wieder dort abliefern oder sie gar in ihrem Tun bekräftigen darf. Ja, Jesus hatte zur Ehebrecherin gesagt, "Dann will auch ich Dich nicht verurteilen". Aber er sagte auch direkt danach: "Nun gehe hin und sündige nicht mehr"...


2
 
 Chris2 15. März 2023 
 

Liebe @Tante Ottilie

Vielen Dank. So hatte ich das noch gar nicht gesehen. Das Glas ist also halb voll. Und irgendwann werden wir auch begreifen, was der Heilige Geist der Kirche mit diesem Pontifikat sagen möchte. Ich glaube, die Kirche beginnt bereits, die Lehren daraus zu verstehen. Und die meisten Bischöfe in Deutschland tragen dazu einen wichtigen Beitrag bei - wenngleich auch ungewollt...


2
 
 Tante Ottilie 14. März 2023 
 

Seien wir nur froh und zutiefst dankbar,

dass dieser Mann nicht schon 2005 sondern erst 8 Jahre später zum Papst gewählt wurde...


5
 
 Everard 14. März 2023 
 

Franziskus' "Reform"

der Kurie wird ebenso ein kurzes Kapitel darstellen, wie die beiden vorigen "Reformen" in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die Kurie hat ihre Effektivität mit diesen Reformwerken vollständig verloren.


0
 
 Tante Ottilie 14. März 2023 
 

Ich erleb's in der eigenen Verwandtschaft

Leute, die kaum Ahnung vom lebendigen Glauben und der Kirche haben,weil sie kaum praktizieren, meinen wirklich, sie könnten ko.petent mitreden und am liebsten gar mitbestimmen.

Völliger Nonsens!

Dafür ist DIESER unselige Papst verantwortlich, der die Leute dazu ermutigt.


9
 
 Stephaninus 14. März 2023 
 

Durchzogene Bilanz aber auch viel Positives

Mein "Verhältnis" zu Papst Franziskus ist schwankend, und ich finde nicht alles gut, was er gemacht hat. Insbesondere sein Haltung zur Alten Messe kann ich schlichtweg nicht nachvollziehen. Ich finde sie auch verletzend gegenüber Gläubigen, die treu zur Kirche stehen. Zuweilen lässt er auch Schnellschüsse los, die irritieren können. Auf der anderen Seite habe ich auch grossen Respekt vor ihm: Die Kurienreform war wohl sehr nötig. Er bricht auch immer wieder Verkrustungen auf und hat mir schon viele wertvolle Inputs gegen meine eigenen Glaubensverkrustungen gezeigt, nicht immer bequem aber oft nötig. Er ermuntert uns, mutiger mit dem Glauben an die Ränder zu gehen. Das scheint mir bitter nötig zu sein. Ausserdem bewundere ich seinen Mut, wenn er gegen den Zeitgeist ganz unverblümt sich positioniert: sei es bzgl. Abtreibung oder Gender. Also, herzliche Gratulation zum Jubiläum, Hl. Vater. Beten Sie für uns einfach Gläubige, und wir beten für Sie!


4
 
 Smaragdos 14. März 2023 
 

Mit seiner Reformpolitik hat PF vor allem eines erreicht: ein erneuertes Interesse an der Alten Messe und der Tradition allgemein, auch wenn von ihm ungewollt...


9
 
 Tante Ottilie 14. März 2023 
 

Mitbestimmung der Laiengläubigen?

So so, er der Papst, wollte also, dass nicht das 1% der Kleriker in der RKK sondern eben auch vornehmlich die Laiengläubigen in der Kirche mitbestimmen?

Wie naiv ist das denn???

Erinnert mich an einen mehr als berechtigten Einwand unseres damaligen Professors und Forschungsamtsleiters, als sog. Mitbestimmung eingeführt werden sollte:

"Sollen jetzt etwa Putz- und Spülküchenbedienstete über die Forschungs-Schwerpunkte oder die Personalpolitik unseres Hauses bestimmen statt der Leitung?"

Mit derart revolutionären Umstürzen sind in der Vergangenheit schon unzählige Diktatoren letztendlich auf Dauer gescheitert - und das sage ich auch für diesen Papst voraus:

Seine sog. "Reformen" werden auf Dauer keinen Bestand haben.

Zwar soll man auch Menschen von der Basis anhören und ihre vorgebrachten Argumente ernst nehmen.

Es ist aber totaler Un- und Schwachsinn, wenn Unausgebildete und Unkundige das Sagen haben anstelle einer sorgfältig ausgesuchten und geschulten Führungselite.


5
 
 Junias 14. März 2023 
 

Papst Franziskus steht nicht fest im Amt

Dieser Papst versteht es wieder und wieder zu verstören. Der Begeisterung seines Anfangs ist längst ein Kopfschütteln gewichen. Einschlägige Medien werfen ihm Führungsschwäche und teils Altersstarrsinn vor.


6
 
 Tante Ottilie 14. März 2023 
 

Wir haben die von Franziskus I. gewünschte VERBEULTE KIRCHE

Er hat an deren Demolierung einen entscheidend großen Anteil.


11
 
 joh14,6 14. März 2023 
 

"Audiatur et altera pars"

Pfarrer Erich Maria Fink hat zum Jubiläum in Radiohoreb, Spiritualität, die vielfältigen Irritationen im Pontifikat von Papst Franziskus angesprochen (er bekomme sehr viele Zuschriften besorgter Gläubiger) und rechtfertigt ihn in jeder Beziehung, einschließlich Nichtbeantwortung der Dubia und Erklärung von Abu - Dhabi.

Interessant ja, überzeugend ?

10 Jahre Pontifikat Papst Franziskus.
Datum: 13.03.2023 Dauer: 00:49:43
Ref.: Pfr. Erich Maria Fink, Herausgeber „Kirche heute“

https://www.horeb.org/xyz/podcast/spiri/20230313sp.mp3


4
 
 girsberg74 14. März 2023 
 

@Seeker2000

Ihre Anmerkungen zu „Orchester“ legen das geistliche Elend offen, ganz abgesehen von der Tatsache seiner Rechtfertigung überhaupt.


8
 
 Seeker2000 14. März 2023 
 

Da wundert das Ergebnis nicht

Meint er das wirklich ernst, dass er jetzt immer noch die Wunschliste von 2013 abarbeiten? Hat er nicht gemerkt, dass wir 2023 haben und sich die Welt weiterentwickelt und sich damit auch Bedürfnisse und Notwendigkeiten ändern, manches sich überholt hat und nicht mehr (so) sinnvoll ist?
Und dann zum Orchester: ja, die einzelnen Glieder des Gottesvolkes müssen nicht alle dasselbe Instrument spielen, aber sehrwohl dasselbe Musikstück uns darin auch denselben Takt im richtigen Tempo. Und ja, es braucht auch einen Dirigenten! Das wäre sein Job, damit man das Stück auch erkennt und anhören kann. Ohne Disziplin klingt es einfach nur schauderhaft und alle laufen davon.
Stimmt: das ist ja die Situation, die wir haben.


16
 
 Chris2 14. März 2023 
 

Danke für die Gänsefüßchen,

denn Reform kommt von lat. reformare = wiederherstellen. Die cluniazensische Klosterreform z.B. hat die vielfach verweltlichten und am Mammon klebenden Köster wieder auf ihr Kerngeschäft, das ora et labora (bete und arbeite) zurückgeführt. Alles einfach anders zu machen, ist keine Reform.


10
 
 Chris2 14. März 2023 
 

Es war klar, dass nach den hervorragenden Klarstellungen

des Papstes zum Klerikalismus bei Priestern und besonders Laien ein "Kontrapunkt" kommen musste. Nur ja keine Hoffnung aufkommen lassen. 10 Jahre leidvoller Erfahrung haben uns das gelehrt. Der Papst hat also eine Agenda umzusetzen. Ahnten wir bereits. Nun ja, beten wir für ihn, die Kirche und die immer verrücktere Welt und versuchen wir, den oft völlig ahnungslosen und irregeleiteten Gläubigen zu erklären, was katholisch ist und was (in ihrer Pfarrei) nicht (mehr). Denn sonst bleibt uns ja kaum etwas anderes übrig, außer, in katholischen Inseln und Kreisen zu überwintern. Denn ich fürchte besonders für die Kirche in Deutschland: "Winter is coming"...


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