Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  5. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  10. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Wir machen da was mit Medien
  13. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  14. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Der deutsch-synodale Hochmut

28. Februar 2023 in Aktuelles, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Die kommende Fünfte Synodalversammlung bringt einen Handlungstext, mit dem sie für Öffnung des Weiheamtes für Frauen wirbt. Die deutsch-synodalen Wortführer sind damit auch Vorreiter des konsequenten Klerikalismus.“ Gastbeitrag von Thorsten Paprotny


Bonn (kath.net) Zur Diskussion und Abstimmung auf der Fünften Synodalversammlung, die vom 9. bis 11. März in Frankfurt am Main tagen wird, hat das Synodalforum III den Handlungstext „Frauen in sakramentalen Ämtern – Perspektiven für das weltkirchliche Gespräch“ vorgelegt, um für die Öffnung des Weiheamtes für Frauen zu werben. Die deutsch-synodalen Wortführer sind damit auch Vorreiter des konsequenten Klerikalismus.

Die Autoren des Textes beschreiben ihre eigene Mission: „Wir sehen die Bedeutung des Synodalen Wegs unserer deutschen Ortskirche für die Weltkirche wesentlich darin, diese Argumentationen aufzugreifen und konkrete Folgerungen im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit zu bedenken.“ Die Weltkirche soll also von der „deutschen Ortskirche“ lernen, d. h. ihren säkularen Plänen folgen oder vielleicht sogar Gehorsam versprechen?

Es geht also nicht um die Verkündigung von Christus, nicht um die Evangelisierung, sondern um jene „Stimmen“, die sich „für eine Öffnung aller Ämter auch für Frauen aussprechen“. In dem Text heißt es also: „Der Grund der Kirche ist die Verkündigung des Evangeliums Jesu Christi. Die Gestalt der Kirche hat diesem Anliegen zu dienen. Der Ausschluss von Frauen aus dem sakramentalen Amt bedarf einer Begründung, die in Achtung der überlieferten Rede von Gottes Handeln menschlicher Vernunft zugänglich ist. Es gibt Frauen, die sich als berufen erfahren und nach öffentlicher Wahrnehmung und Erfahrung Charismen haben, die sie auch für Leitungsdienste im sakramentalen Amt empfehlen. Es gilt, Rechenschaft vor Gott darüber abzulegen, warum die von ihm geschenkten Geistesgaben bei der Verkündigung des Evangeliums keine Achtung finden. Die bisher in den vorliegenden lehramtlichen Dokumenten vorgetragenen theologischen Argumentationen sind daher im weltkirchlichen Kontext einer kritischen Überprüfung zu unterziehen, bei der die dazu erforderliche wissenschaftliche Expertise einzuholen ist.“


Die deutsch-synodalen Schulmeister mahnen also selbstbewusst eine Überprüfung von lehramtlichen Dokumenten an. Ein neuer Index indessen offenbar noch nicht in Planung, auf dem dann künftig lehramtliche Texte als theologisch mangelhaft oder unzureichend verzeichnet werden. Die Vorwürfe gegenüber dem kirchlichen Lehramt und der Weltkirche sind anmaßend und unverschämt.

„Rechenschaft vor Gott“ ablegen werden wir alle einmal, auch die Streiter und Apologeten aus den Reihen der deutschen Synodalisten, die derzeit auf gewisse Weise zu Gericht sitzen über die römisch-katholische Kirche: „Viele in der Wissenschaft tätige Theolog*innen – nicht nur in Deutschland – konstatieren, dass es eine erhebliche Diskrepanz zwischen den in den römisch-katholischen Lehrdokumenten vorgetragenen Argumentationen, die zum Ausschluss von Frauen aus dem sakramentalen Amt führen, und den Erkenntnissen, die auf der Basis hermeneutischer Standards gewonnen werden und in Forschung und Lehre der Theologie vorausgesetzt sind, gibt.“ Wir können uns damit trösten: Nicht deutsche Synodalisten, sondern der Herr wird einmal über alle – auch über uns – das letzte Wort haben.

Vergessen wir nicht, was Papst Franziskus am 29. Juni 2022 in der Predigt zum Hochfest von Petrus und Paulus sagte: „Gebt Acht, nicht dem Klerikalismus zu verfallen, der Klerikalismus ist eine Perversion. Der geweihte Amtsträger, der sich mit einer klerikalen Haltung klerikalisiert, hat einen falschen Weg eingeschlagen; schlimmer noch sind die klerikalisierten Laien. Hüten wir uns vor dieser Perversion des Klerikalismus.“

Einfach gläubige Katholiken werden die Stimme des Papstes und damit der Weltkirche stets der Stimmungsmache von Vertretern der „deutschen Ortskirche“ vorziehen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Norwegen: Daniel (18) hielt Gott für einen Mythos – heute geht er jeden Sonntag in die Kirche
  2. 'Rita hat das Herz eines Engels! Gott segne sie!“
  3. Filmstar Evangeline Lilly verließ Hollywood vor sechs Jahren: ‚Gott hat einen Plan‘
  4. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  5. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  6. Papst Leo lädt zum Weltjugendtag ein: „Ich freue mich darauf, euch in Seoul zu sehen!“
  7. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  8. Krakauer Regens: Johannes Paul II. war Hotspot für Verbindung mit Gott
  9. US-Erzbischof Cordileone: „Die Familie: Das Abbild Gottes“
  10. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  11. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  12. MISSIO Österreich - Nationaldirektor Johannes Laichner legt Amt aus gesundheitlichen Gründen zurück
  13. „Neun interessante Fakten über den heiligen Johannes Paul II., die Sie wohl noch nicht kannten“
  14. Wallner: „Richten sich kirchliche Stellen bei uns nicht klammheimlich als Palliativstationen ein?“
  15. Wortwahl dieses Berichts ist entmenschlichend und aggressiv!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz