Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  2. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  6. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  7. Bätzing gegen Papst Leo
  8. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  9. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  10. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  11. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  12. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  13. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  14. „Wir werden erwartet“
  15. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus

Der deutsch-synodale Hochmut

28. Februar 2023 in Aktuelles, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Die kommende Fünfte Synodalversammlung bringt einen Handlungstext, mit dem sie für Öffnung des Weiheamtes für Frauen wirbt. Die deutsch-synodalen Wortführer sind damit auch Vorreiter des konsequenten Klerikalismus.“ Gastbeitrag von Thorsten Paprotny


Bonn (kath.net) Zur Diskussion und Abstimmung auf der Fünften Synodalversammlung, die vom 9. bis 11. März in Frankfurt am Main tagen wird, hat das Synodalforum III den Handlungstext „Frauen in sakramentalen Ämtern – Perspektiven für das weltkirchliche Gespräch“ vorgelegt, um für die Öffnung des Weiheamtes für Frauen zu werben. Die deutsch-synodalen Wortführer sind damit auch Vorreiter des konsequenten Klerikalismus.

Die Autoren des Textes beschreiben ihre eigene Mission: „Wir sehen die Bedeutung des Synodalen Wegs unserer deutschen Ortskirche für die Weltkirche wesentlich darin, diese Argumentationen aufzugreifen und konkrete Folgerungen im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit zu bedenken.“ Die Weltkirche soll also von der „deutschen Ortskirche“ lernen, d. h. ihren säkularen Plänen folgen oder vielleicht sogar Gehorsam versprechen?

Es geht also nicht um die Verkündigung von Christus, nicht um die Evangelisierung, sondern um jene „Stimmen“, die sich „für eine Öffnung aller Ämter auch für Frauen aussprechen“. In dem Text heißt es also: „Der Grund der Kirche ist die Verkündigung des Evangeliums Jesu Christi. Die Gestalt der Kirche hat diesem Anliegen zu dienen. Der Ausschluss von Frauen aus dem sakramentalen Amt bedarf einer Begründung, die in Achtung der überlieferten Rede von Gottes Handeln menschlicher Vernunft zugänglich ist. Es gibt Frauen, die sich als berufen erfahren und nach öffentlicher Wahrnehmung und Erfahrung Charismen haben, die sie auch für Leitungsdienste im sakramentalen Amt empfehlen. Es gilt, Rechenschaft vor Gott darüber abzulegen, warum die von ihm geschenkten Geistesgaben bei der Verkündigung des Evangeliums keine Achtung finden. Die bisher in den vorliegenden lehramtlichen Dokumenten vorgetragenen theologischen Argumentationen sind daher im weltkirchlichen Kontext einer kritischen Überprüfung zu unterziehen, bei der die dazu erforderliche wissenschaftliche Expertise einzuholen ist.“


Die deutsch-synodalen Schulmeister mahnen also selbstbewusst eine Überprüfung von lehramtlichen Dokumenten an. Ein neuer Index indessen offenbar noch nicht in Planung, auf dem dann künftig lehramtliche Texte als theologisch mangelhaft oder unzureichend verzeichnet werden. Die Vorwürfe gegenüber dem kirchlichen Lehramt und der Weltkirche sind anmaßend und unverschämt.

„Rechenschaft vor Gott“ ablegen werden wir alle einmal, auch die Streiter und Apologeten aus den Reihen der deutschen Synodalisten, die derzeit auf gewisse Weise zu Gericht sitzen über die römisch-katholische Kirche: „Viele in der Wissenschaft tätige Theolog*innen – nicht nur in Deutschland – konstatieren, dass es eine erhebliche Diskrepanz zwischen den in den römisch-katholischen Lehrdokumenten vorgetragenen Argumentationen, die zum Ausschluss von Frauen aus dem sakramentalen Amt führen, und den Erkenntnissen, die auf der Basis hermeneutischer Standards gewonnen werden und in Forschung und Lehre der Theologie vorausgesetzt sind, gibt.“ Wir können uns damit trösten: Nicht deutsche Synodalisten, sondern der Herr wird einmal über alle – auch über uns – das letzte Wort haben.

Vergessen wir nicht, was Papst Franziskus am 29. Juni 2022 in der Predigt zum Hochfest von Petrus und Paulus sagte: „Gebt Acht, nicht dem Klerikalismus zu verfallen, der Klerikalismus ist eine Perversion. Der geweihte Amtsträger, der sich mit einer klerikalen Haltung klerikalisiert, hat einen falschen Weg eingeschlagen; schlimmer noch sind die klerikalisierten Laien. Hüten wir uns vor dieser Perversion des Klerikalismus.“

Einfach gläubige Katholiken werden die Stimme des Papstes und damit der Weltkirche stets der Stimmungsmache von Vertretern der „deutschen Ortskirche“ vorziehen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst dankt Mercedes für "100 Jahre Papamobil"
  3. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  4. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  5. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  6. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  7. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  8. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  9. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  10. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  11. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  12. Erzbischof von Vilnius als CCEE-Präsident wiedergewählt
  13. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  14. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  15. Junge finnische Katholiken präsentieren ihr Bistum – YouTube-Video geht viral

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz