Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  11. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

Die wohltuende Stimme des Wortes

26. Februar 2023 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: der Teufel tritt auf den Plan, um Jesus vom Vater zu trennen und ihn von seiner Mission der Einheit für uns abzulenken. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am ersten Fastensonntag mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz: Jesus fastete vierzig Tage und wurde in Versuchung geführt. – Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen.

Das Evangelium stelle uns Jesus in der Wüste vor, wie er vom Teufel versucht werde (vgl. Mt 4,1-11). Teufel bedeutet „Spalter“. Sein Name sage uns, was er tue: „er spaltet“. Das sei es auch, was er mit der Versuchung Jesu beabsichtige: „sehen wir uns also an, von wem er ihn trennen will und auf welche Weise“.

„Von wem will der Teufel Jesus trennen?“,  fragte sich der Papst. Kurz vor der Versuchung, als er die Taufe von Johannes im Jordan empfangen habe, „wurde Jesus vom Vater mein Sohn, der Geliebte  genannt (Mt 3,17) und der Heilige Geist kam in Form einer Taube auf ihn herab (vgl. V. 16). Das Evangelium stellt uns also die drei göttlichen Personen vor, die in der Liebe vereint sind“.


Nicht nur: „Jesus selbst wird sagen, dass er in die Welt gekommen ist, um auch uns an der Einheit zwischen ihm und dem Vater teilhaben zu lassen. Der Teufel hingegen tut das Gegenteil: er tritt auf den Plan, um Jesus vom Vater zu trennen und ihn von seiner Mission der Einheit für uns abzulenken“.

Der Teufel wolle die menschliche Verfassung Jesu ausnutzen, der schwach sei, weil er vierzig Tage lang gefastet habe und hungrig sei (vgl. Mt 4,2). Der Böse versuche also, ihm drei starke „Gifte“ einzuflößen, um seine Mission der Einheit zu lähmen. Diese Gifte seien Anhaftung, Misstrauen und Macht.

Zunächst das Gift der Bindung an die Dinge, an die Bedürfnisse. Mit überzeugenden Argumenten wolle der Teufel Jesus  suggerieren: „du bist hungrig, warum musst du fasten? Höre auf dein Bedürfnis und stille es, du hast das Recht und die Macht: verwandle Steine in Brot“. Dann das zweite Gift, das Misstrauen: „Bist du sicher“, unterstelle der Böse, „dass der Vater dein Wohl will? Prüfe ihn, erpresse ihn! Wirf dich vom höchsten Punkt des Tempels hinunter und zwinge ihn zu tun, was du willst“. Schließlich die Macht: „deinen Vater brauchst du nicht! Warum auf seine Gaben warten? Folge den Maßstäben der Welt, nimm alles für dich selbst und du wirst mächtig sein!“.

So sei es, auch für uns: „Anhänglichkeit, Misstrauen und Machthunger sind drei weit verbreitete und gefährliche Versuchungen, die der Teufel benutzt, um uns vom Vater zu trennen und uns nicht mehr als Brüder und Schwestern unter uns fühlen zu lassen, um uns in die Einsamkeit und Verzweiflung zu führen. Das wollte er mit Jesus machen, das will er mit uns machen“.

Doch Jesus überwindet die Versuchung. Wie? Indem er es vermeide, mit dem Teufel zu streiten und mit dem Wort Gottes antworte: „er zitiert drei Sätze aus der Heiligen Schrift, die von der Freiheit von Dingen (vgl. Dtn 8,3), vom Vertrauen (vgl. Dtn 6,16) und vom Dienst an Gott (vgl. Dtn 6,13) sprechen, drei Sätze, die der Versuchung entgegengesetzt sind“. Er rede nicht mit dem Teufel, er verhandle nicht mit ihm, sondern weise seine Unterstellungen mit den heilsamen Worten der Schrift zurück. Das bilde auch für uns eine Aufforderung: „mit dem Teufel streitet man nicht! Man besiegt ihn nicht, indem man mit ihm verhandelt, sondern indem man ihm im Glauben das göttliche Wort entgegensetzt. Auf diese Weise lehrt uns Jesus, die Einheit mit Gott und untereinander gegen die Angriffe des Spalters zu verteidigen“.

„Fragen wir uns also“, so die Aufforderung des Papstes: „welchen Platz nimmt das Wort Gottes in meinem Leben ein? Greife ich in meinen geistlichen Kämpfen auf es zurück? Wenn ich ein wiederkehrendes Laster oder eine Versuchung habe, warum suche ich dann nicht mit Hilfe einen Vers aus dem Wort Gottes heraus, der auf dieses Laster antwortet? Wenn dann die Versuchung kommt, sage ich es, bete ich es und vertraue auf die Gnade Christi. Versuchen wir es, es wird uns in den Versuchungen helfen, denn unter den Stimmen, die sich in uns regen, wird die wohltuende Stimme des Wortes Gottes erklingen“.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz