Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  4. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  5. "Vaccine Amen"
  6. Spanien am moralischen Abgrund
  7. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  8. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  9. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  10. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  11. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  12. Besser keine Laienpredigt
  13. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  14. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  15. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt

Das synodale Schisma

30. Jänner 2023 in Kommentar, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


De facto haben wir schon seit längerem ein Schisma in Deutschland. Es braucht dringend einen diesbezüglichen de-iure-Zustand - Ein Gastkommentar von Prof. Hubert Windisch


Regensburg (kath.net)
So kann es nicht weitergehen in der katholischen Kirche in Deutschland. Aufgrund des Synodalen Wegs herrscht ein kirchlicher Tohuwabohuzustand. Viele Gläubige und Priester sind verunsichert und fragen sich: Ist die Kirche, wie sie vom Synodalen Weg propagiert wird, noch eine katholische Kirche oder nur noch eine religiös verbrämte NGO im Gefolge parteipolitischer und staatlicher Vorgaben? Wer braucht denn noch eine solche Kirche, wenn man die gleichen Inhalte genauso ohne Kirchensteuer auf dem Jahrmarkt weltlicher Angebote und zudem ohne gläubige Bindung haben kann? Was soll eine Kirche noch für einen Sinn haben bzw. vermitteln, die ihre „Botschaft“ vor der Welt bzw. den jeweiligen Zeitläuften zu rechtfertigen sucht und so ihren Auftrag verrät anstatt die Welt bzw. die jeweiligen Zeitläufte vor die Rechtfertigung Gottes in Jesus Christus zu bringen? Sie verdoppelt doch nur die Hoffnungslosigkeit der Menschen anstatt sie mit der Sprengkraft christlicher Hoffnung in Berührung zu bringen, wie Johann B. Metz in seiner Einführung  „Unsere Hoffnung“ zu den Texten der Würzburger Synode anmahnt. Eine Kirche, wie der Synodale Weg sie will, braucht man nicht. Sie produziert mit hohem selbstreferentiellem Aufwand, was sie beklagt: die eigene Bedeutungslosigkeit. Sie tut zwar wichtig, ist es aber nicht mehr.


Dieser Zustand hat Gründe. Es ist nicht nur die moral- und pastoraltheologische Anbiederung an die Banalitäten heutiger Lebenseinstellungen, sondern es sind vor allem fundamentale Verwerfungen in bezug auf die kirchliche Substanz. Da ist nicht nur die Mißachtung, sondern sogar teilweise die Verachtung von Schrift und Tradition (u. a. auch der Texte des II. Vatikanischen Konzils) in zahlreichen Kreisen der kirchlichen Führungsschichten zu nennen, die unglaubliche christologische Ausfälle, ekklesiologische Anmaßungen und in allem eine eschatologische Kapitulation mit sich bringt. Wir sind wir, scheint das neue kirchliche Credo zu sein, nicht mehr: Wir sind Gottes in Jesus Christus, dem Heil der sündigen Welt (so Johann Michael Sailer). Das ist nicht mehr Theologie der Kirche, sondern anthropologische Hybris in kirchlichem Gewand.

De facto haben wir schon seit längerem ein Schisma. Es braucht dringend einen diesbezüglichen de-iure-Zustand. Ich gebe dazu Anregungen weiter, die ich in Gesprächen mit besorgten Priestern und Laien gesammelt habe: 1. alle schismatischen und häretischen Bischöfe absetzen. 2. die staatlichen theologischen Fakultäten zügig auflösen. 3. die Ordinariate verkleinern. 4. das Kirchensteuersystem in Anlehnung an das italienische Modell ändern. 5. die einfache Glaubensverkündigung wieder in den Mittelpunkt pastoraler Sorge rücken.

Es muß letztlich unter den Hirten, also in der Hierarchie, einen Aufstand der Treue geben, die der Treue Gottes in Jesus Christus zu antworten versucht. Falsche Einheitskompromisse bezüglich der zerstörerischen Vorschläge des Synodalen Weges, die oft nichts anderes als politisch korrekte Gefälligkeiten gegenüber dem Zeitgeist sind, verbieten sich. Es geht um die Wahrheit, die Jesus Christus ist. Nur sie macht uns frei (vgl. Joh 8,31-32). Es ist die Zeit des Status confessionis. Es muß zum Schwur kommen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Spanien am moralischen Abgrund
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  6. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  7. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  8. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  9. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  10. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  11. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  12. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  13. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  14. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  15. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz