Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  5. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  6. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  7. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  8. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  9. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  10. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  11. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  12. Zwei Formen - ein Ritus
  13. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  14. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  15. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut

Neue Details im Skandal um Jesuitenpater und Künstler Rupnik

16. Dezember 2022 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ordensgeneral Sosa bestätigt mindestens eine "Überschreitung der Grenzen einer Beziehung zwischen Erwachsenen" durch den bekannten Geistlichen - Jesuitengeneral räumt zudem ein, dass Rupnik vorübergehend mit der Strafe der Exkommunikation belegt war


Rom (kath.net/KAP) Im Skandal um den international bekannten Mosaikkünstler und Jesuitenpater Marko Rupnik (68) sind neue Details bekanntgeworden. Wie die italienische katholische Nachrichtenagentur SIR mitteilte, hat Jesuitengeneral Arturo Sosa am Mittwochabend in einem Gespräch mit Journalisten bestätigt, dass der aus Slowenien stammende Geistliche in mindestens einem Fall die "Grenzen einer Beziehung zwischen Erwachsenen überschritten hat".

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, hat Sosa bei derselben Gelegenheit eingeräumt, dass Rupnik aufgrund sexueller Aktivitäten mit der Strafe der Exkommunikation belegt worden sei, da er eine betroffene Frau im Rahmen der Beichte von der mit ihm begangenen Sünde losgesprochen habe. Nach katholischem Kirchenrecht zieht die "Lossprechung eines Mittäters" automatisch die Strafe der Exkommunikation nach sich. Wie Sosa nun ausführte, wurde diese Strafe jedoch später wieder aufgehoben, da Rupnik seine Tat bereute und Besserung gelobte.


Bereits am 2. Dezember hatte die Leitung des Jesuitenordens in Rom erste im Netz kursierende Berichte über Jahrzehnte zurückliegende sexuelle Beziehungen Rupniks zu erwachsenen Frauen teilweise bestätigt. Unter anderem hatten das linke Internetportal left.it und das katholisch-konservative Portal Messainlatino.it darüber berichtet.

Laut der Mitteilung der "Provinzübergreifenden Niederlassungen des Jesuitenordens in Rom" vom 2. Dezember hat die Glaubenskongregation 2021 ein Verfahren gegen Rupnik eingeleitet. Dieses sei aber wegen der Verjährung der Taten, an denen keine Minderjährigen beteiligt gewesen seien, eingestellt wurde. Der Orden habe ihm jedoch weiterhin untersagt, die Beichte zu hören und Exerzitien zu halten.

Unklar ist, wann die Exkommunikation gegen Rupnik verhängt wurde. Nicht bekannt ist bislang auch, wann und durch wen sie aufgehoben wurde.

Laut einer Mitteilung des vatikanischen Presseamts vom 3. Jänner 2022 hat Papst Franziskus seinen Mitbruder Rupnik am selben Tag in Audienz empfangen. Über den Inhalt des Gesprächs wurde nichts mitgeteilt.

Rupnik war Anfang der 1990er Jahre Betreuer einer geistlichen Gemeinschaft von Frauen in Slowenien. Als ungewöhnlich viele Frauen die Gemeinschaft unter ungeklärten Umständen verließen, kam es zu einer ersten Untersuchung der Vorgänge dort.
Rupnik hat in mehreren Ländern Kapellen und Kirchen mit Mosaiken ausgestaltet. Eines seiner bekanntesten Werke ist die Kapelle "Redemptoris Mater" im Papstpalast im Vatikan. Derzeit arbeitet Rupniks Werkstatt an der Ausgestaltung der Fassaden der Kathedrale von Aparecida in Brasilien.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Herbstlicht 17. Dezember 2022 
 

erkennen und dann ... handeln!

Wenn einem Priester oder Ordensmann klar wird, dass er sein Sexualleben nicht im Griff hat, nicht beherrschen kann, so sollte er ehrlich sich selbst gegenüber und konsequent sein und seinen Dienst aufgeben und in die Welt zurückkehren.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  2. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  3. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  4. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  5. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  6. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  7. Eklat in Regensburger Basilika St. Emmeram: Schweizer Popsängerin dreht heimlich frivoles Musikvideo
  8. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  9. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  10. Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente: „Ich bete jeden Tag, aber nicht für den Sieg“
  11. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  12. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  13. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  14. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  15. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz