Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  4. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  5. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  6. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  7. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  8. Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe
  9. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  10. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  11. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  12. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  13. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  14. Priesterboom in den USA - Erneut mehr als 400 katholische Neupriester
  15. P. Regoli, Präsident der Ratzingerstiftung: Immer mehr junge Menschen wenden sich Benedikt XVI. zu

US-Statistik macht deutlich: Hauptgrund für Abtreibung ist „falscher Zeitpunkt“

25. August 2022 in Prolife, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Damit treten die oft als Argument vorgebrachten Fälle von Vergewaltigung, Inzest oder Lebensgefahr in den Hintergrund. Umso wichtiger sind Bewusstseinsbildung und Unterstützung für Schwangere.


Minnesota (kath.net/mk) Eine staatliche Statistik über Abtreibungen der vergangenen zwei Jahre im US-Bundesstaat Minnesota enthüllt die wesentlichen Gründe für Abbrüche und entkräftet damit als Hauptargumente die oft vorgebrachten Fälle von Vergewaltigung und Inzest, wie LifeNews berichtet. In beiden Jahren (2020 und 2021) gaben über 80 % der abtreibenden Frauen an, dass sie „zu dieser Zeit kein Kind“ gewollt hätten. Ein größerer Teil der Antworten umfasste auch „finanzielle“ (20 – 25 %) sowie „emotionale Gründe“ (rund 15 %; Mehrfachantworten waren möglich).


Dagegen machten Fälle von Vergewaltigung oder Inzest unter 1 % der Abtreibungen aus. Abbrüche, um das Leben der Mutter zu retten, wurden in beiden Jahren gar keine berichtet (zwar sind physische Gründe mit 8 % angeführt, jedoch ohne bei der Gefahr für die Mutter zu differenzieren). Diese Ergebnisse decken sich mit einer US-weiten Studie aus dem Jahr 2013, die ebenfalls den falschen Zeitpunkt (etwa das Kind als Hindernis für eine Ausbildung oder Karriere), ökonomische und emotionale Gründe (darunter die fehlende Unterstützung durch den Partner) als Hauptgründe anführt. Auch hier lagen die Meldungen für Vergewaltigung/Inzest im Promillebereich.

Die Bundesstaaten, die im Gefolge der höchstgerichtlichen Abschaffung von Roe v. Wade Abtreibungsverbote einführten, sahen allesamt Ausnahmen für Extremfälle vor. Dies deckt sich auch mit der Meinung einer Mehrheit der Amerikaner, die nach einer Umfrage vom Jänner dieses Jahres zu 54 % Abtreibung „in den meisten Fällen“ verboten sehen wollen. Damit aber ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung gegen den Löwenanteil an Abtreibungen, die Tag für Tag stattfinden. Bundesstaaten mit neuen Verboten betreiben also keine Diktatur, sondern wissen neben der Verfassung auch eine Volksmehrheit hinter sich. Und die Abtreibungsgründe machen deutlich, wie wichtig Bewusstseinsbildung und Unterstützung für Schwangere in Not sind.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 modernchrist 25. August 2022 
 

modernchrist

Der "falsche Zeitpunkt" wird auch hierzulande wohl der Hauptgrund für Abtreibungen sein: Ausbildung nicht abgeschlossen, kein fester Partner, arbeitslos... Umso mehr sollte die katholische Kirche sich hier einbringen und Mutter-Teresa-Häuser gründen und startfinanzieren, Ordenshäuser, wo Schwestern in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Frauen die Kinder in Obhut nehmen, die eine Schwangere bereit ist auszutragen, wenn sie das Kind nach der Geburt vorübergehend abgeben kann, bis die Probleme leicht oder gelöst sind. Alimente und Kindergeld gingen natürlich an diese Heime. Eine solche mütterliche und beglückend-lebensrettende Aufgabe würde Novizinnen anziehen, wie das auch früher war, als es solche Säuglingsheime gab. Orden haben ja in der Regel Häuser und Gärten, die man ausbauen könnte zu solchen Einrichtungen. Der Lebensschutz muss Chefsache der katholischen Kirche auch hierzulande werden!!


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - HEUTE ANMELDESCHLUSS!
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  4. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  5. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  6. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  7. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  8. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  9. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  10. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  11. Johannes Laichner neuer "Missio"-Nationaldirektor in Österreich
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. P. Regoli, Präsident der Ratzingerstiftung: Immer mehr junge Menschen wenden sich Benedikt XVI. zu
  14. Öffentlich-rechtliches Jugendformat Funk bringt Bibel als Beispiel für ‚Müll auf dem Mond‘
  15. Französische Sportmoderatorin: „Es gibt hunderte Spieler, die dafür töten würden“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz