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US-Statistik macht deutlich: Hauptgrund für Abtreibung ist „falscher Zeitpunkt“25. August 2022 in Prolife, 1 Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Damit treten die oft als Argument vorgebrachten Fälle von Vergewaltigung, Inzest oder Lebensgefahr in den Hintergrund. Umso wichtiger sind Bewusstseinsbildung und Unterstützung für Schwangere.
Minnesota (kath.net/mk) Eine staatliche Statistik über Abtreibungen der vergangenen zwei Jahre im US-Bundesstaat Minnesota enthüllt die wesentlichen Gründe für Abbrüche und entkräftet damit als Hauptargumente die oft vorgebrachten Fälle von Vergewaltigung und Inzest, wie LifeNews berichtet. In beiden Jahren (2020 und 2021) gaben über 80 % der abtreibenden Frauen an, dass sie „zu dieser Zeit kein Kind“ gewollt hätten. Ein größerer Teil der Antworten umfasste auch „finanzielle“ (20 – 25 %) sowie „emotionale Gründe“ (rund 15 %; Mehrfachantworten waren möglich). 
Dagegen machten Fälle von Vergewaltigung oder Inzest unter 1 % der Abtreibungen aus. Abbrüche, um das Leben der Mutter zu retten, wurden in beiden Jahren gar keine berichtet (zwar sind physische Gründe mit 8 % angeführt, jedoch ohne bei der Gefahr für die Mutter zu differenzieren). Diese Ergebnisse decken sich mit einer US-weiten Studie aus dem Jahr 2013, die ebenfalls den falschen Zeitpunkt (etwa das Kind als Hindernis für eine Ausbildung oder Karriere), ökonomische und emotionale Gründe (darunter die fehlende Unterstützung durch den Partner) als Hauptgründe anführt. Auch hier lagen die Meldungen für Vergewaltigung/Inzest im Promillebereich.
Die Bundesstaaten, die im Gefolge der höchstgerichtlichen Abschaffung von Roe v. Wade Abtreibungsverbote einführten, sahen allesamt Ausnahmen für Extremfälle vor. Dies deckt sich auch mit der Meinung einer Mehrheit der Amerikaner, die nach einer Umfrage vom Jänner dieses Jahres zu 54 % Abtreibung „in den meisten Fällen“ verboten sehen wollen. Damit aber ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung gegen den Löwenanteil an Abtreibungen, die Tag für Tag stattfinden. Bundesstaaten mit neuen Verboten betreiben also keine Diktatur, sondern wissen neben der Verfassung auch eine Volksmehrheit hinter sich. Und die Abtreibungsgründe machen deutlich, wie wichtig Bewusstseinsbildung und Unterstützung für Schwangere in Not sind.
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Lesermeinungen| | modernchrist 25. August 2022 | | | | modernchrist Der "falsche Zeitpunkt" wird auch hierzulande wohl der Hauptgrund für Abtreibungen sein: Ausbildung nicht abgeschlossen, kein fester Partner, arbeitslos... Umso mehr sollte die katholische Kirche sich hier einbringen und Mutter-Teresa-Häuser gründen und startfinanzieren, Ordenshäuser, wo Schwestern in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Frauen die Kinder in Obhut nehmen, die eine Schwangere bereit ist auszutragen, wenn sie das Kind nach der Geburt vorübergehend abgeben kann, bis die Probleme leicht oder gelöst sind. Alimente und Kindergeld gingen natürlich an diese Heime. Eine solche mütterliche und beglückend-lebensrettende Aufgabe würde Novizinnen anziehen, wie das auch früher war, als es solche Säuglingsheime gab. Orden haben ja in der Regel Häuser und Gärten, die man ausbauen könnte zu solchen Einrichtungen. Der Lebensschutz muss Chefsache der katholischen Kirche auch hierzulande werden!! |  0
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