Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  6. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  7. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  8. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  9. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  10. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  11. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  12. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  13. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  14. Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln
  15. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor

Kardinalstaatssekretär: Papst hat keine prorussische Haltung

9. August 2022 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Parolin betont: Papst hat russische Aggression gegen Ukraine "vom ersten Moment an in unmissverständlichen Worten verurteilt" und "nie Angreifer und Angegriffene gleichgesetzt"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hat sich irritiert über diejenigen gezeigt, die Papst Franziskus' Haltung als prorussisch bezeichnen. "Ist der Papst prorussisch, weil er zum Frieden aufruft? Weil er uns einlädt, darüber nachzudenken, was zu diesen beunruhigenden Entwicklungen geführt hat?", fragte Parolin laut "Vatican News" (Dienstag) in einem Interview der Zeitschrift "Limes". Papst Franziskus habe "die russische Aggression gegen die Ukraine vom ersten Moment an in unmissverständlichen Worten verurteilt, er hat nie Angreifer und Angegriffene gleichgesetzt", so Parolin weiter.


Zudem sei es noch immer ein Wunsch des Papstes, die Ukraine zu besuchen. Wichtig sei dabei aber, dass "durch seine Reise konkreter Nutzen erzielt werden kann". Gleiches gelte für eine Reise nach Moskau, "wenn die Bedingungen wirklich friedensfördernd sind". Dazu kritisierte Parolin die mangelnde Bereitschaft im Ukrainekrieg, "echte Friedensverhandlungen zu führen und das Angebot einer Vermittlung anzunehmen". Es sei "unerlässlich, dass beide ihren Willen in diesem Sinne zum Ausdruck bringen". Es reiche nicht, wenn "eine der Parteien dies einseitig vorschlägt".

Die vatikanische Diplomatie hält der Zweite Mann im Vatikan für bedeutsam, weil sie "nicht an einen Staat gebunden ist, sondern an eine völkerrechtliche Realität, die keine politischen, wirtschaftlichen oder militärischen Interessen hat". Die Kirche glaube an den Frieden, arbeite für den Frieden, kämpfe für den Frieden, lege Zeugnis für den Frieden ab und bemühe sich, ihn aufzubauen, so Parolin. In diesem Sinne sei sie pazifistisch.

Der Gebrauch von Waffen sei aber unter bestimmten Bedingungen zulässig, erklärte der Kardinal. Etwa zur Verteidigung und wenn "alle anderen Mittel zur Beendigung der Aggression sich als undurchführbar oder unwirksam erwiesen haben; dass es begründete Aussichten für den Erfolg gibt; dass der Gebrauch von Waffen nicht größere Übel und Unordnung verursacht als die, die beseitigt werden sollen". Den "rücksichtslosen und brutalen Gebrauch von Waffen überall auf der Welt" kritisierte Parolin hingegen ausdrücklich.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Fischlein 10. August 2022 
 

Kard. Parolin mag sich irritieren.

Ich viele anderen Leser waenr auch immer wieder durch sein Handeln irritiert.
Unsere Kritik an mancher Wortwahl zeigte, dass die Vertreter des Vatikans nicht immer richtig ihre Absichten formulieren können.


0
 
 girsberg74 9. August 2022 
 

An sich gut, was er in der Hauptsache gesagt hat,

obwohl er damit eingesteht, dass es Gründe gab, dies ausdrücklich statuieren zu sollen.

Was er sonst noch alles gesagt hat, hätte er vielleicht besser nicht gesagt; fand das in der unmittelbaren Situation, wiewohl nicht falsch, der Sache eher nicht dienlich.

Eventuell so:
Parolin muss nicht die vatikanischen Grundsätze denen erläutern, die sich nicht in die Sache einbringen können. - Diplomatie geht anders.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Als Mutter Teresa im Wiener Stephansdom zu Gebet und Lebensschutz aufrief
  4. Kardinäle Müller und Burke empfehlen Mel Gibsons „Die Passion Christi“
  5. Kaiser Otto der Große wurde im Magdeburger Dom erneut beigesetzt
  6. Es ist noch nicht zu spät! Die Schöpfung als Ruf zur Umkehr
  7. Sieg vor Gericht für Kardinal Marc Ouellet
  8. Wenn die Herrlichkeit auszieht
  9. „Fest in der Realität verankert, immun gegen Illusionen, ohne uns von Angst überwältigen zu lassen“
  10. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck
  11. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  12. Polnische Bischofskonferenz: „Leihmutterschaft ist eine in sich falsche Handlung“
  13. Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln
  14. Debatte um (politischen) Islam: Österreichische Ministerin für Verbot von Muslimbruderschaft
  15. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz