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Domradio-Kommentar zeigt neue Eskalationsstufe beim Streit um Synodalen Weg: Das Geld

25. Juli 2022 in Kommentar, 36 Lesermeinungen
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Domradio-Chef Brüggenjürgen: „Vielleicht dient es dem Verständnis der alten Kirchenmänner hinter ihren hohen Vatikanmauern, wenn man die Euros aus den deutschen Finanztöpfen der Basis einfach mal einfriert?“ kath.net-Kommentar von Petra Lorleberg


Köln-Vatikan (kath.net/pl) „Vielleicht dient es dem Verständnis der alten Kirchenmänner hinter ihren hohen Vatikanmauern, wenn man die Euros aus den deutschen Finanztöpfen der Basis einfach mal einfriert – oder gleich für Not und Elend spendet?“ So kommentiert der Chefredakteur des Kölner „Domradio“, Ingo Brüggenjürgen, die Klarstellung des Vatikans bezüglich des Synodalen Wegs in Deutschland. Hier ist sie, blank und unverhohlen: die Drohung mit der Geldkeule an den Vatikan. So dreist liest man das selten. Jetzt geht es also an das Eingemachte.

Auch sonst spart Brüggenjürgen nicht mit markigen Sätzen: „Für die in Rom veröffentlichte Erklärung, die nicht einmal namentlich unterzeichnet ist, gilt die Empfehlung für anonyme Briefe: Ab in die Tonne!“ Die jüngste Erklärung aus Rom sei „ein böses Foulspiel!“ Diesen Vergleich baut Brüggenjürgen aus: „Wer auf dem Fußballplatz völlig unnötig von hinten dazwischen grätscht, der fliegt ohne Wenn und Aber vom Platz. Ein einziger Blick in die Satzung hätte genügt und die römischen Oberaufseher hätten feststellen können, dass beim Synodalen Weg in Deutschland nach den weltweiten katholisch gültigen Regeln gespielt wird.“ Außerdem sei „die wenig witzige päpstliche Bemerkung, dass doch eine reformierte Kirche in Deutschland reiche, … völlig fehl am Platz. Nein, irgendwann ist mal Schluss mit lustig!“

Dass qualifizierter Widerspruch zum Synodalen Weg aus Deutschland und aus der ganzen Welt gekommen ist, dass sich Bischöfe, Kardinäle, teilweise sogar Bischofskonferenzen sich dezidiert zu Wort gemeldet haben zu diesen Vorgängen in einem Land, für das sie nicht einmal zuständig sind, dass viele – wirklich VIELE – die Schismagefahr auf der Weltkirchenebene thematisieren, DAS unterschlägt Brüggenjürgen. Aber ach so, vielleicht sind diese Bischöfe und Kardinäle natürlich auch „alte Kirchenmänner“, um bei der Diktion des Domradio-Chefredakteurs zu bleiben.


Doch: Stichwort „Alter Kirchenmann“? Was genau ist eigentlich ein grauhaariger Mann Jahrgang 1962, der in seiner Jugend Theologie studiert hatte und seither seine Brötchen immer direkt aus dem Kirchensteuertopf bezog? Ist Brüggenjürgen kein „alter Kirchenmann“, nur weil er kein Priester ist? Tssss…. was für ein herabwürdigendes Verständnis engagierter, theologisch gebildeter Laienkatholiken, Herr Chefredakteur Brüggenjürgen! Ich persönlich – ich definiere mich als eine „Kirchenfrau“ – hätte Sie tatsächlich für einen „Kirchenmann“ gehalten und ich hätte das positiv gemeint.

Es lohnt sich, den Kommentar Brüggenjürgens gegen den Strich zu bürsten. Brüggenjürgen bestätigt darin, was auch schon der DBK-Vorsitzende Georg Bätzing und die ZdK-Präsidentin Irme Stetter Karp thematisierten: Der Vatikan hat den deutschen Bischöfen und ZdK-Laien mit ihren wiederholten Bitten um Gespräche schlicht die kalte Schulter gezeigt. Das tat offenbar enorm weh. Man darf über die Gründe des Vatikans spekulieren: vielleicht hatten „die alten Männer Kirchenmänner hinter ihren hohen Vatikanmauern“ einfach keine Lust, sich von ebenfalls alten, grauhaarigen deutschen Kirchenmännern und Kirchenfrauen (mitsamt ihrer miesepetrigen Befindlichkeit von Berufsjugendlichen) erklären zu lassen, wie die Kirche, bitteschön, nach deutscher Rezeptur zu funktionieren hätte. Immerhin kennt man „hinter den hohen Vatikanmauern“ das deutsche Löcken wider den Stachel seit der Reformation und seit der Abspaltung der Altkatholiken zu genüge.

Außerdem ist es ergiebig – oder vielmehr NICHT ergiebig –, Brüggenjürgens Ausführungen nach jenen Basisthemen abzuklopfen, ohne die Kirche nicht leben kann. Denn Themen wie: „persönlicher Glaube“, „Jesus – Gott und Mensch, Heiland und Erlöser“ oder die vom Papst von Katholiken in Deutschland dringlich geforderte „Neuevangelisierung“, diese Themen zeigen im Brüggenjürgen-Kommentar einem Totalausfall. Es stellt sich folgende Frage: Vielleicht könnten die ZdK-Laien und Synodaler-Weg-Bischöfe in der Weltkirche mehr mitreden, wenn es ihnen um genau das ginge, aus was unsere Kirche gebaut ist: um unseren Glauben und um die je persönliche Hinwendung zum Herrn der Kirche?

Und was ist von der Drohung zu halten von den deutschen (Kirchensteuer-)Geldern, die möglicherweise bald nicht mehr in den Vatikan fließen? Nuuuun… nicht nur die deutsch-katholische Kirche kann sich vom Vatikan abspalten. Das Ganze geht auch anders herum: Der Vatikan könnte durchaus feststellen, dass die deutsch-katholische Kirche aufgrund ihrer Häresie-Neigung nicht mehr zur katholischen Weltkirche gehört. Und dann wäre es aus mit dem Konkordat in Deutschland und vor allem wäre es dann aus mit diesen immer noch reich sprudelnden Kirchensteuerquellen. Eine deutsch-katholische Kirche müsste dann sich, ihre fleißigen aber ineffektiven Mitarbeiter, ihre Stuhlkreise, ihre teuren Hochglanzbroschüren und Internetmedienprodukte zu zweifelhaften Themen, ihre „Frauenliturgien“ und ihre seichten „spiritueller Tanz“-Veranstaltungen aus Spenden und Ehrenamt verwirklichen, viel Spaß dabei! Machen wir uns nichts vor: die deutsch-katholische Kirche hätte sich doch schon längst von der Weltkirche abgespalten, wenn sie damit nicht nolens volens ihre Nabelschnur zur Kirchensteuer kappen würde. Aber ist die deutsche Kirchensteuer wirklich das, was die Kirche im Innersten zusammenhält? Aber bitte, jeder möge jene Argumente für die Diskussion nehmen, welche er für die wichtigsten hält…

So zeigt Brüggenjürgens unverhohlene Drohung mit den deutschen Finanzströmen in den Vatikan, die austrocknen könnten, vor allem eines: Der Synodale Weg und seine Anhänger wissen sich im Rückzugsgefecht und greift nun zu ihren allerschwersten Waffen. Währenddessen manifestiert sich das latente Schisma immer deutlicher – nicht zuletzt mit einer ZdK- und Synodaler-Weg-Spitzenrepräsentantin Irme Stetter-Karp, bei der man sich fragen kann, ob sie sich mit ihren Pro-Abtreibungs-Aussagen eigentlich bereits die Exkommunikation zugezogen hat.

Nach dem schwarzbitteren Kommentar von Chefredakteur Brüggenjürgen drängt sich einem das alte Sprichwort auf: „Getroffene Hunde bellen“. Brüggenjürgen ist ja aktuell in der deutsch-katholischen, Synodaler-Weg-bewegten Kirche keineswegs der Einzige, der Grund hat zum Bellen, er bellt aktuell nur verzweifelter als andere.

Gehen wir nochmal zurück zum Fußballvergleich des Domradio-Chefredakteurs: Könnte es sein, dass genau dies geschieht, was Brüggenjürgen der anderen Seite vorwirft – nämlich dass er nicht auf den Foul-Pfiff des Schiedsrichters reagiert? Denn sein Vergleich hinkt an einer Stelle ganz gewaltig: Der Vatikan, der Papst ist nicht ein gleichberechtigter Player unter mehreren auf dem Kirchenspielfeld, dem man notfalls eine rote Karte verpassen kann. In der Kirche hat der Vatikan vielmehr die Schiedsrichterrolle. Was genau geschieht im Fußball nochmal mit jenen Profis, die allzu mürrisch gegen die rote Karte aufbegehren?

VIDEO - Zur Dokumentation - Domradio (Köln): Rote Karte aus Rom!? – Wochenkommentar Ingo Brüggenjürgen

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