Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  13. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Petition: NS-Opfer soll Patron der Journalisten werden

14. Mai 2022 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Karmelit und NS-Gegner Titus Brandsma wird am Sonntag vom Papst zusammen mit neun weiteren Katholiken heiliggesprochen


Rom/Amsterdam (kath.net/KAP) Journalisten aus den Niederlanden und Belgien haben den Papst gebeten, den niederländischen Journalisten und Ordensmann Titus Brandsma (1881-1942) zu einem Patron der Journalisten zu ernennen. Brandsma war 1942 im KZ Dachau ermordet worden. Etliche internationale Medienschaffende haben die am Dienstag im "Nederlands Dagblad" veröffentlichte Petition bislang unterzeichnet. Am Sonntag wird Papst Franziskus Brandsma und neun andere katholische Gläubige im Rahmen eines Gottesdienstes auf dem Petersplatz in Rom heiligsprechen. Es ist die erste Heiligsprechungsfeier im Vatikan seit Herbst 2019.


In der Zeit des aufkommenden Faschismus in Europa habe sich Titus Brandsma schon früh der Sprache des Hasses und nationalistischer Spaltungen widersetzt, heißt es in dem an Franziskus gerichteten Schreiben. Vielmehr habe er die Grundanliegen des modernen Journalismus geteilt: "die Fragen nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit, die Förderung von Frieden und Dialog zwischen den Menschen". "Daher sehen wir in ihm einen Freund und Unterstützer unserer Profession, einen heiligen Patron des Journalismus", schreiben die Initiatoren. Der Papst möge dies auch offiziell anerkennen.

Zwar gebe es bereits einen offiziellen katholischen Schutzpatron der Journalisten, den französischen Bischof und Autor Franz von Sales (1567-1622). Doch dieser sei - anders als Brandsma - kein Journalist im modernen Sinn gewesen. Hingegen sei Brandsma auch für seine Überzeugungen als Journalist gestorben. In einer Zeit, da wieder vermehrt Journalisten verfolgt und ermordet werden, sei dies ein besonders wichtiger Aspekt, betonen die Initiatoren.

Titus Brandsma, der dem Karmeliter-Orden angehörte, war Anfang 1942 in den von Deutschland besetzten Niederlanden von der Gestapo festgenommen und ins KZ Dachau geschickt worden. Dort wurde er am 26. Juli desselben Jahres mittels einer Giftspritze getötet. An dem Tag ließen die niederländischen Bischöfe in den Kirchen ihren Protest-Hirtenbrief gegen die Deportation von Juden verlesen.

Brandsma war im November 1985 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen worden. Der liturgische Gedenktag des Märtyrers ist der 27. Juli.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  3. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  4. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  5. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  6. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  7. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  8. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  9. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  10. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  11. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  12. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  13. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  14. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz