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US-Höchstrichter Samuel Alito: Es gibt kein Recht auf Abtreibung in der Verfassung

13. Mai 2022 in Prolife, 1 Lesermeinung
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In dem Entwurf für das Urteil, das Abtreibungsverbote in den USA möglich machen könnte, lässt der Verfasser kein gutes Haar an der Entscheidung ‚Roe v. Wade’, welche zur Legalisierung der Abtreibung in allen Staaten der USA geführt hat.


Washington D.C. (kath.net/LifeNews/jg)

John Roberts, der Vorsitzende des Obersten Gerichtshofes, bestätigte die Echtheit des an die Öffentlichkeit gelangten Entwurfs des Urteils „Dobbs v. Jackson Women’s Health Organization“. Gleichzeitig betonte er, dass es sich nicht um die endgültige Entscheidung handle und jeder Richter die Möglichkeit habe, seine Meinung zu ändern.

Der Entwurf wurde von Samuel Alito verfasst. Er zerpflückte das Urteil „Roe v. Wade“, mit dem der Oberste Gerichtshof 1973 alle noch bestehenden Abtreibungsverbote der Bundesstaaten aufgehoben hatte und Abtreibungen bis zur Lebensfähigkeit des Ungeborenen außerhalb des Mutterleibs für legal erklärte.


Die Verfassung enthalte keinen Bezug zur Abtreibung und es gebe kein Recht auf Abtreibung, das durch eine Verfassungsbestimmung implizit geschützt sei, heißt es in dem Entwurf. Das Urteil „Roe v. Wade“ sei von Beginn an ausgesprochen falsch. Die Begründung sei außergewöhnlich schwach und habe schädliche Folgen gehabt. Das Urteil habe keinen nationalen Ausgleich zustande gebracht, sondern die Spaltung in der Gesellschaft vertieft.

Der Oberste Gerichtshof habe sich mit „Roe v. Wade“ das Recht angemaßt, eine Frage von grundlegender moralischer und gesellschaftlicher Bedeutung zu entscheiden, welche die Verfassung aber den Wählern überlassen habe. Der Gerichtshof könne keine dauerhafte Lösung in dieser „nationalen Kontroverse“ herbeiführen. Es sei daher an der Zeit, die Verfassung zu achten und die Abtreibungsfrage in die Hände der vom Volk gewählten Vertreter zu legen, schreibt Alito.

 

 


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