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Bischöfe bitten Papst um Verschiebung des Ad-limina-Besuchs

23. November 2021 in Österreich, 19 Lesermeinungen
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Vorsitzender der Bischofskonferenz, Erzbischof Lackner: Wollen im Lockdown bei den Menschen bleiben und mit dem Verzicht auf Besuch ein Zeichen der Solidarität setzen - Aufruf zum Miteinander bei Überwindung der Pandemie


Wien (kath.net/KAP-ÖBK) Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Lage in Österreich haben die Bischöfe (Archivfoto) Papst Franziskus gebeten, den anstehenden Ad-limina-Besuch der Bischofskonferenz in Rom erneut zu verschieben. "Da die Situation in Österreich aufgrund des vierten Lockdowns sehr angespannt ist, wollen wir Bischöfe jetzt als Zeichen der Verbundenheit im Land bei den Menschen bleiben." Das erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, am Dienstag gegenüber Kathpress. Kurz zuvor hatte der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, den Heiligen Stuhl über das Ersuchen der Bischofskonferenz offiziell informiert. Mit einer Entscheidung aus dem Vatikan ist bald zu rechnen, zumal der Besuch des Episkopats bereits für die nächste Woche geplant ist.


Wie der Salzburger Erzbischof weiter ausführte, hätten sich alle Mitglieder der Bischofskonferenz bei einer am Montagabend stattgefundenen Videokonferenz für die Verschiebung ausgesprochen. Schwer gemacht habe die Entscheidung, "dass wir uns schon lange intensiv auf den Ad-limina-Besuch vorbereitet und auf den Austausch mit Papst Franziskus und seinen engsten Mitarbeitern gefreut haben." Der jetzige Verzicht darauf sei daher auch "ein Zeichen der Solidarität mit allen, die als Genesene oder Geimpfte derzeit auf vieles verzichten müssen, um gemeinsam einen Weg aus einer lebensbedrohenden Pandemie zu gehen", so Lackner, der so wie alle österreichischen Bischöfe gegen Corona geimpft ist.

Besorgt zeigte sich der Vorsitzende der Bischofskonferenz, der nach einem Corona-Fall in seinem Umfeld inzwischen mehrfach negativ getestet wurde, über die Polarisierung in der Gesellschaft, wie sie zuletzt bei den Demonstrationen sichtbar wurde: "Weil die Pandemie alle betrifft, müssen auch alle für sich und andere Verantwortung übernehmen. Bleiben wir daher einander gewogen, trotz aller Gereiztheit, stehen wir einander helfend bei und handeln wir so, dass wir nach der Pandemie einander noch in die Augen schauen können", betonte Lackner. "In diesem Sinne laden wir Bischöfe die Gläubigen, ja die gesamte Bevölkerung bewusst ein, die Zeit des Lockdowns auch für Momente von Stille, Nachdenklichkeit und Gebet zu nützen."

Die "visitatio ad limina apostolorum" (Besuch an den Schwellen der Apostelgräber) ist für die Bischöfe der Weltkirche vom Kirchenrecht in regelmäßigen Abständen vorgesehen und sollte am Montag, 29. November, beginnen und bis Freitag, 3. Dezember, dauern. Im Zentrum des Besuchs stehen Gespräche mit dem Papst und seinen wichtigsten Mitarbeitern in der Römischen Kurie sowie die Wallfahrt zu den vier Hauptbasiliken. Der letzte Ad-limina-Besuch der österreichischen Bischöfe war im Jänner 2014. Der ursprünglich für heuer im Februar geplante Termin musste coronabedingt verschoben werden.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Archivfoto: Österreichische Bischöfe in Mariazell Frühjahr 2021 (c) Paul Wuthe/kathpress


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Lesermeinungen

 Agostino 24. November 2021 
 

@bibelfreund und Gandalf...

... danke für Eure Hinweise. Da weiss ich um die Objektivität der Abstimmungsergebnisse auf kath.net jetzt auch besser Bescheid! :-D


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 Cosmas 23. November 2021 
 

@nomine

Wenn's eine so harte und wichtige Arbeit für die österreichische Kirche wäre, dürften sie sich nicht so mir nix dir nix dispensieren. Es ist halt ein Versuch, psychologisch ein bisschen zu punkten. Wenn sie nicht davon reden, fällt doch niemandem auf, daß sie nicht da sind. Ich hab mehr Einblick, als mir lieb ist. Manchmal sehne ich mich zurück, welche Hochachtung ich dem Episkopat gegenüber einmal hatte. Vorbehaltlich ihrer geistlichen Würde ist nicht allzu viel davon geblieben.


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 Robensl 23. November 2021 
 

Danke für den Hinweis auf Missachtung der sog. Ungeimpften

War mir beim Überfliegen gar nicht aufgefallen.
Tja, dazu passt auch, dass die Polarisierung für die anscheinend (nur) bei den Demos sichtbar wurde. Abgesehen davon, dass hier eine die ganze Breite der Gesellschaft vertreten war (soz. "alle Völker" -wo liefen zuletzt, wenn überhaupt Linke, Mitte und Rechte gemeinsam?), also kein "Pol", könnte man auch mal den Pol auf der anderen Seite im Blick haben, die vehementen Coronapanikmache und Impfzwang.


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 Gandalf 23. November 2021 

Der Rotstrichler ist genau 1 Person, die sich mehrfach anmeldet

... ist halt grad lockdown, der Kindergarten hat auch zu ;-)


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 bibelfreund 23. November 2021 
 

Danke danke danke

Wow, wie hochgefährlich muß kath.net für die Relgionsbehörden sein, dass extra Leute zum Setzen roter Daumen ein- und angesetzt werden…. Warum habe ich so wenige ????


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 nomine 23. November 2021 
 

@Diadochus

Die Leidtragenden - so denke ich - sind die schwerst Erkrankten und deren Angehörige, besonders aber die Angehörigen der an COVID Verstorbenen. Gott sei mit ihnen.
@Cosmas: "Offenbar ist der Besuch mehr Urlaub als Arbeit." Ich nehme an, sie haben wenig Einblick und dadurch wenig Ahnung. Zumindest lässt das Ihre Aussage so vermuten.


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 Herbstlicht 23. November 2021 
 

eine notwendige Ergänzung!

In meinem Kommentar fehlt der Name des Erzbischofs.
So muss es also korrekt heissen:

Menschen einzuteilen in Geimpfte und Genesene -Ungeimpfte sind Erzbischof Lackner wohl keiner Erwähnung wert- ist nicht christlich, sondern zeitgeistig!

Entschuldigung!


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 Herbstlicht 23. November 2021 
 

total unsensibel!

Selbst bei der Bitte um Verschiebung der Reise nach Rom findet der Vorsitzende der Bischofskonferenz noch Gelegenheit, zu spalten.
Menschen einzuteilen in Geimpfte und Genesene -Ungeimpfte sind Erzbischof wohl keiner Erwähnung wert- ist nicht christlich, sondern zeitgeistig!

Vorbilder können solche Geistliche nicht sein, zumindest nicht für mich!


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 bibelfreund 23. November 2021 
 

Abgrund der Heuchelei

Wo sind denn diese religions-Funktionäre bei den Gläubigen? Wo bei denen, die JETZT Solidarität brauchen: die Ungeimpften! Der Virologe Prof Kekule heute in WELT: schwangere etc wollen und dürfen nicht geimpft werden. Doch solche Lappalien stören diese verlogenen klerikal-Beamten nicht….es ist nicht mehr zum Aushalten


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 Diadochus 23. November 2021 
 

Polarisierung

Zu der Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft hat die Kirche mit ihren Impfaufrufen nicht unwesentlich dazu beigetragen. Deshalb sollten vor allem die Bischöfe in sich gehen. Ich vermisse ebenso die Solidarität mit den Ungeimpften. Das sind die Leidtragenden, die die Schmähungen auf ihren Schultern tragen.


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 Passero 23. November 2021 
 

Und wo bleiben die Aufrufe der Eminenzen und Exzellenzen zu Gebet, Buße und Umkehr?

Wo und wie waren die Bischöfe bisher in der Coronakrise nahe bei den Menschen?
Hw. Herr Erzbischof, können Sie nach der Krise (und schon jetzt) den diskriminierten, ausgegrenzten Gläubigen noch in die Augen schauen?


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 Agostino 23. November 2021 
 

Ist ja schon bezeichnend, wenn EB Lackner ...

... die Ungeimpften nicht einmal erwähnt. Die müssen seiner Meinung nach anscheinend auf gar nichts verzichten.

Nebenbei: Dass die Bischöfe in der Pandemie bei den Gläubigen gewesen wären und sind, ist mir nicht sonderlich aufgefallen ... oder habe ich da etwas übersehen?


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 Cosmas 23. November 2021 
 

Wir brauchen keine Zeichensetzer, sondern mutige Taten

Offenbar ist der Besuch mehr Urlaub als Arbeit. Daher der kokette Verzicht. Ich glaube, die Bischöfe merken gar nicht mehr, wie wenig ihre Äußerungen irgendwen kümmern. Dafür dass sie den staatlichen Verboten noch ein Schauferl drauflegen, brauchen wir sie nicht!


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 bernhard_k 23. November 2021 
 

Liebe Bischöfe

setzen Sie sich bitte GEGEN die Impfpflicht ein.


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 elisabetta 23. November 2021 
 

Abwesenheit

Ob die Abwesenheit der Bischöfe von den Ungeimpften überhaupt jemand bemerkt hätte, bin ich mir nicht sicher. Aber die Sorge der Bischöfe gilt ja eh nur den Geimpften und Genesenen, die jetzt auf vieles - insbesondere aber ihre bischöfliche Anwesenheit - verzichten müssen. Vor Gott sind alle Menschen gleich - vor den Bischöfen offensichtlich nicht. Ich kann nur für mich sprechen, Entzugserscheinungen hätte ich sicher nicht bekommen.


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 vk 23. November 2021 

sollen besser hier bleiben

und sich nicht impfen lassen.


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 Winrod 23. November 2021 
 

"Bei den Menschen bleiben"

heißt, ihre Freiheit verteidigen.


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 Fatima 1713 23. November 2021 
 

Genesene und Geimpfte müssen also verzichten

Ungeimpfte offenbar nicht. Was will uns der Herr Bischof damit wohl sagen? Wahrscheinlich leistet er gerade seinen Beitrag dazu, dass er anderen nach der Pandemie "noch in die Augen schauen kann".
Dass die Bischöfe in dieser Zeit bei den Menschen bleiben wollen, klingt nur mehr wie Hohn. Wo waren sie denn in den letzten Monaten? Achso, das gilt ja auch nur für die Geimpften und Genesenen.


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 Freude an der Kirche 23. November 2021 
 

Bitte setzen Sie sich für die Freiheit aller ein!

Sehr geehrte Eminenz, sehr geehrte und Exzellenzen!

Bitte setzen Sie sich für die Freiheit aller Bürger ein und laufen Sie bitte der Politik nicht mehr konform nebenher oder gar voraus. Unrecht bleicht Unrecht. Bitte stehen Sie jetzt auf! Bitte erheben Sie jetzt Ihre Stimme gegen Unterdrückung, Ausgrenzung und Benachteiligung gewisser Bürger (am Arbeitsplatz, in der Familie, im öffentlichen Leben, ...)! Seien Sie mutig und wehren Sie dem Unrecht!


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