Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  3. ZDF hasst Katholiken
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  6. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  7. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  8. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  9. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  10. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  11. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  12. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  13. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  14. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  15. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘

Afghane hält christlichen Glauben für falsch und räumt eine evangelische Kirche aus

2. November 2021 in Deutschland, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


MDR kommentierte: Der Afghane habe „keine Toleranz fürs Christentum“ gezeigt, „und das, obwohl gerade die Nordhäuser Frauenbergkirche auf Gemeinschaft der Religionen setzt“.


Nordhausen (kath.net) Ein 25-jähriger Afghane räumte vergangene Woche die evangelisch-lutherische Frauenbergkirche in Nordhausen (Thüringen) aus. Dabei „sind ein mehrere hundert Jahre alter hölzener Jesus und weitere wertvolle Gegenstände beschädigt worden“, berichtete der öffentlich-rechtliche MDR in einem Beitrag des MDR unter dem Titel „Flüchtling beschädigt Gegenstände in Nordhäuser Kirche“. Die Polizei ermittelt. Der Vorfall wird derzeit nicht als islamistische oder religiöse Tat eingeordnet. Der Tatverdächtige lebt seit sechs Jahren in Deutschland und soll nun stärker überwacht werden, so der MDR, in der Frauenbergkirche hat er für ein Jahr Hausverbot.

Der evangelische Pfarrer Klemens Müller stoppte das Geschehen, indem er den jungen Mann ansprach. Dabei sei ihm „durchaus ein bisschen mulmig geworden“, schilderte er dem MDR, aber „wir konnten sehr gut miteinander reden“. Zwar habe der junge Mann seinen Standpunkt „mit Nachdruck vertreten, keine Frage“, aber der Pastor habe „in keinem Moment“ „um Leib und Leben Angst haben“ müssen.


Eine Sprecherin des MDR kommentierte: Der Afghane habe „keine Toleranz fürs Christentum“ gezeigt, „und das, obwohl gerade die Nordhäuser Frauenbergkirche auf Gemeinschaft der Religionen setzt“. Das wertvolle Kruzifix sei „stark beschädigt“, erläutert sie und müsse restauriert werden.

Der evangelische Pfarrer bekam im MDR erfreulicherweise die Möglichkeit, weiter zu schildern, dass er den jungen Mann gefragt habe: „Was wäre denn, wenn ich nach Afghanistan gehen würde und dort eine Moschee ausräume? Diesen Gedanken konnte er – meiner Meinung nach – noch nicht mal denken.“ Pfr. Müller schilderte, er habe das Gespräch als „sehr schwierig“ erlebt, denn es sei „kein Dialog“ gewesen, vielmehr ein Versuch des jungen Mannes, „seine Argumentation an den Mann zu bringen“.

Der für Nordhausen zuständige Superintendent Andreas Schwarze sagte gegenüber der Bildzeitung: „Als er ein mittelalterliches Kruzifix aus der Wand riss, stürzte es herunter und zerbrach. Er zerschlug das Glas einer Vitrine, um darin befindliche Reliefs mit Jesus-Darstellungen aus der Kirche zu schaffen. Alles machte den Eindruck einer Entwidmung.“

Welt-Ressortleiter Lucas Wiegelmann schreibt in seinem Kommentar „Ein Kruzifix zu zerschlagen, ist keine Sachbeschädigung“: „In Thüringen hat ein Mann aus Afghanistan eine Kirche ausgeräumt und ein Kruzifix zerschlagen, weil er das Christentum ablehnt. Solche Angriffe auf Kirchen häufen sich. Trotzdem tun Justiz und Gesellschaft sie noch immer als ‚Sachbeschädigung‘ ab. Zeit für ein Umdenken.“ Es sei bedenklich, dass „eine unflexible Justiz und eine religiösen Gefühlen gegenüber zunehmend unmusikalisch werdende Gesellschaft“ solche Signale nicht mehr ernstnähmen.

Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  6. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  9. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  10. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  11. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  12. Das Maß vor dem Gesetz. Würde, Recht und die Grenzen der Macht
  13. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  14. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen
  15. Papst reagiert bestürzt auf Ermordung von Bischof Afonso/Mosambik

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz