Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  15. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“

Gänswein: Benedikt XVI. trotz Himmelssehnsucht "lebensfroh"

21. Oktober 2021 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Beileidsschreiben des früheren Papstes zum Tod des österreichischen Theologen und Ordensmanns P. Gerhard Winkler OCist macht international Schlagzeilen - Schönborn-Sprecher Prüller: Deutung als "Todessehnsucht" wäre ein Missverständnis


Vatikanstadt/Berlin (kath.net/KAP) Benedikt XVI. (94) ist nach Angaben seines Privatsekretärs Georg Gänswein weiter "absolut lebensfroh". Seine kürzlich in einem Beileidsschreiben zum Tod des österreichischen Theologen und Ordensmanns P. Gerhard Winkler angedeutete Himmelssehnsucht sei nicht so zu deuten, dass der frühere Papst "keine Lust mehr hat, zu leben. Im Gegenteil", sagte der Erzbischof der "Bild"-Zeitung (Donnerstag).

Benedikt XVI. hatte in einem Kondolenzschreiben für seinen früheren Professorenkollegen Gerhard Winkler aus Stift Wilhering unter anderem geschrieben: "Nun ist er im Jenseits angelangt, wo sicher schon viele Freunde auf ihn warten. Ich hoffe, dass ich mich bald hinzugesellen kann." Der Brief hatte dieser Tage international Schlagzeilen gemacht.

Dieser Brief sei "lieb gemeint und kommt von Herzen", betonte Gänswein weiter. Zugleich ergänzte er, der emeritierte Papst bereite sich natürlich bewusst auf den Tod vor: "Die Kunst des guten Sterbens, also Ars moriendi, gehört zum christlichen Leben dazu. Das macht Papst Benedikt seit vielen Jahren. Dennoch ist er absolut lebensfroh. Stabil in seiner physischen Schwäche, glasklar im Kopf und gesegnet mit seinem ihm typisch-bayerischen Humor."


Ähnlich deutete der Sprecher von Kardinal Christoph Schönborn, Michael Prüller, in der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" (aktuelle Ausgabe) die Nebenbemerkung des emeritierten Papstes. Dessen Äußerung als Todessehnsucht zu verstehen, wäre ein "Missverständnis, das gar nicht selten ist, wenn es um das abgeklärte Verhältnis gläubiger Menschen zum Tod geht", befand der Diözesansprecher.

Dass sich Christen einerseits vehement für das Leben einsetzten - etwa durch Spitäler, Kampf gegen Abtreibung und Euthanasie, Ablehnung der Todesstrafe und Abhaltung einer "Woche für das Leben" - und zugleich vom Sterben als "Gewinn" sprächen, sich auf das "gute Sterben" vorbereiten und Märtyrer verehrten, die den Tod dem Leben vorzogen, sei nur scheinbar paradox, erklärte Prüller. Beides passe und gehöre zusammen, sobald Gott ins Spiel komme, der den Menschen "aus Liebe ins Sein gerufen" habe und einen Sinn für jedes einzelne Leben sehe. Nach christlichem Verständnis habe Gott auch die Entscheidung über, "wann sich unser Leben erfüllt hat".

Der Ende September mit 91 Jahren verstorbene P. Gerhard Winkler war Wilheringer Zisterzienserpater und von 1983 bis 1999 Professor für Kirchengeschichte an der Universität Salzburg. Zuvor war er seit 1974 Professor an der Universität Regensburg, parallel zu Joseph Ratzinger (1969-1977), dem späteren Papst Benedikt XVI. In dessen Kondolenzschreiben vom 2. Oktober, das das Stift Wilhering nun auf seiner Homepage veröffentlicht hat, schreibt das 2013 zurückgetretene frühere Kirchenoberhaupt auch, dass Winkler ihm unter allen Kollegen und Freunden "am nächsten stand". Wörtlich heißt es: "Seine Heiterkeit und sein tiefer Glaube haben mich immer angezogen."

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 

VIDEO: Vom Heavy Metal zur Priesterberufung - Zeugnis von Chorherr Dirk-Henning Egger

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  3. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  4. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  5. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  6. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  7. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  8. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  9. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  10. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  11. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  12. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  13. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  14. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  15. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz